Alex Merbach

Ich aß vom Baum der Erkenntnis schon Ich aß diese und jene Frucht Ich aß auch viele Faule davon Doch hab ich nie den Baum im Ganzen versucht.


Von Verstorbenen wird man nie enttäuscht, von Sterbenden schon.


Beziehungen sind wie teure Vasen. Wenn sie zerbrechen, werden sie so oft zusammengeleimt, bis die Stücke irgendwann nicht mehr zueinander passen.


Jetzt ist es erwiesen: Der Mensch nimmt Negatives besser auf als Positives.


Weil der Mensch weder das Gute noch das Böse komplett abwerfen kann, wird er immer ein Mensch bleiben.


Gelegentliches Desinteresse an den Mitmenschen erspart Probleme und steigert die Selbsterkenntnis.


Manchmal ist das Denken eine Plage.


Manchmal wäre ich froh, wenn ich nicht denken könnte.


Die grausamste Person, der ich jemals begegnet bin, bin ich.


Der Mensch lernt nur von Eigenqualen.


Ich bereue nichts so sehr, wie manchmal zuviel gedacht zu haben, vor allem, wenn der Gedanke in meinem Kopf schwirrt, bis er zur Aussprache kommt.


Ihr schießt mit Pfeilen auf mein Liebstes, um mich am härtesten zu treffen und womöglich müßte ich daran zugrunde gehen.


Könnte man es als eine Tugend hinstellen, sich für dümmer zu halten als man ist?


Sind Intelligente Menschen einfach nur schneller im Denken als Dumme?


Wie ein Lächeln die Laune heben kann.


Nun, du hast verlernt zu gehorchen? Also wird es Zeit das du befiehlst.


Wie kann man je etwas vergessen, wenn ein Mensch sagte, du solltest es vergessen?


Erst wenn du ganz fern bist, wirst du feststellen, wie nah du doch eigentlich warst.


Ich müßte lügen, wenn ich sage, ich habe mir das Lachen selbst beigebracht.


Erkenntnis heißt begreifen, wie wichtig man doch einander ist.


Ich verleugne mich selbst, um deinen Glauben aufrecht zu erhalten. Siehst du nicht, somit bin ich dein Rückgrat.


Herz in Splitter Mein Lebensstrahl neigt sich dem Ende zu Endlich werde ich befreit … Endlich finde ich meine Ruh’ Tod – nimm mich an dich – ich bin bereit!!! Aller Hoffnung Ende brachte mich dazu Enttäuschungen, Verbitterungen, Wut Und ganz zuletzt dann auch du Du nahmst mir allen restlichen Mut Liebt ihr es vielleicht auch, mein Herz in Splitter zu sehen? Wenn ja, dann bleibt, denn es wird noch weiter gehen Wenn nein, dann geht, ihr werdet es sowieso nicht verstehen Ich mache mir schnell klar, ich brauche nicht zu flehen Tausend Splitter in mein Herz Mir wird bewußt, ich fühle nicht diesen Schmerz Es schmerzt noch mehr der ganze Frust Ich lasse mein Herz zerspringen Wehre mich nicht gegen diese Schlacht Ich werde mein Leben hiermit zu Ende bringen Ich bemerke, im Sterben liegt die Pracht


Tod Es ist Zeit, diese Hoffnung aufzugeben Und sich auf die Suche nach einer neuen zu begeben Einen neuen Acker zu finden, wo man sie anbaut Wo man sie sät und ab und zu jemand nach ihr schaut Ich wandle trunken umher, um etwas Neues zu finden Wandle umher, um diesen alten Schmerz zu lindern Der Weg ist schwer und ich sehe ihn unklar Doch ich spüre es. Dieser Weg ist wahr Leblose Objekte betrachteten mich mein Leben lang Bäume, Häuser und ein Schleier, der die ganze Zeit über mir hing Aalglatt wirkt der Boden unter meinen Gestellen Um mich herum erblicke ich Gesichter farbloser Gesellen Brach liegen meine Gedanken In dem Moment, an dem sie in den Nebel sanken Meine alten Wunden verschwinden ins Nichts Ich kann nichts mehr realisieren, aufgrund des gleißend hellen Lichts


Einsam unter Menschenmassen Aufgepaßt auf Trug und Schein Denn nur wer sich verstellt Wird für immer heilig sein Alle anderen werden automatisch entstellt So bin ich häßlich Fühle mich einsam umringt von Menschen Fühle mich dreckig Wenn ich physisch herrlich bin Autonom ist die Suche nach dem Sinn So bin ich einsam Umringt von Menschen Meine Augen sehen verzweifelt Sehen „alles aufgesetzt“ Fühle ich mich nach so langer Zeit tief verletzt Hatte alles wirklich geglaubt Habe gespielte Menschen geliebt Und ihnen vertraut Ich dachte nicht, daß es so etwas Gräßliches wie den Menschen gibt


Müde Meine Augen schließen sich ganz ungewollt Meine geistige Abwesenheit nimmt zu Mein Kopf ist vernebelt von Gedanken, die nichtig sind Ich lasse mich fallen und wünschte, ich wäre ein Kind Mein Verstand schaltet ab Und ich beginne mich zu fragen, was mich am Leben läßt Ich sehe ungerechte Menschen – hassenswürdig Ich sehe in den Spiegel und sehe diese Person – Ebenbürtig Doch bin ich heute noch zu müde, um zu hassen Weder mich noch jemand anderen Nicht den Schlächter, der grundlos mordet Auch nicht die Kinder – von Gewalt geordert Zu schläfrig, um nach Hilfe zu schreien Zu schwach, um einen Ton zu erzeugen Ich lege mich hin und schlafe fest Und denke “Ein anderer erledigt für mich den Rest“


Licht Kristallklar schimmern die Tränen Vom Auge auf den Boden getropft Ich möchte meine Sorgen nicht erwähnen Im Fallen singen sie die Lieder der Vergessenen und Sorgen Ich könnte beten und warten… auf Morgen Warten auf den letzten Tag Der nun wieder der erste wird Das Ende vom Leben Ist der Anfang vom Geben Das Licht bricht sich in diesem Stoffe In dieser Scherbe wird es geteilt Ich setze an und hoffe Die Wut wird ausgetrieben Der Haß vertrieben Wenigstens für die Sekunden Des anhaltenden Schmerzes Für die Sekunden, nur wenige Sekunden


Gefühlskalt Dieser breite Schlitz ist mein Mund Meine Augen werden wund Sehen das Leid, das ich vollbracht Wenn ich die Möglichkeit hätte Hätte ich mich selbst ausgelacht Hier bin ich gefühlskalt Und am Ende einsam alt Zeige mir den Weg zum Ruhm Zur Rettung und zum Heldentum Meine Augen werden wund Ich sah schon den größten Schund Ich nahm ihn und stopfte ihn hinein – in meinen Schlund Sorgengetränkt oder ertränkt In Sorgen ertrinken oder versinken Es schmerzt, doch es ist wahr Meine Meinung bleibt die gleiche, wie ich sie gebar Daß ich nie lebendig war Es stört mich nicht… Es schmerzt nur sehr Mein Herz ist eiskalt und leer Und nebenbei doch viel zu schwer


Mein Herz ist ein Hologramm Ich habe dieses schöne Hologramm Daß ich Liebe doch nie berühren kann Ich sehe es – so nah – doch so weit entfernt Mein Verlangen ist so unbeschreiblich groß Kann ich dieses Hologramm erst berühren Wenn mein Herz zu diesem geworden ist Ich bitte darum – Herz verforme dich Mein Verlangen ist so unbeschreiblich groß Mein Herz ist ein Hologramm Mein Herz ist eins mit meiner Liebe Ich wollte es so – und ich bin glücklich Eins mit meiner Liebe zu sein Jetzt kann ich es berühren Ich kann es sehen und fühlen Ich begreife es und begehre es noch mehr Mein Verlangen ist nun gestillt Kann nun nichts mehr für andere fühlen Doch bin eins mit meinem Hologramm Fühle mich glücklich Und niemand kann uns erreichen


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