Aus Italien

Wer die Tugend sucht, wird sie sicher finden.


Alle Schiffe haben ein Leck.


Allen Dichtern fehlt ein Vers.


Auf einen Helfer kommen fünf Dutzend Gaffer.


Bei Mühlen und Frauen fehlt immer irgend etwas.


Beim Beginn der Liebe sprechen die Liebenden von der Zukunft; bei ihrem Ende von der Vergangenheit.


Besser ein magerer Vergleich als ein fetter Prozeß.


Che serà serà. (Was sein wird, wird sein.)


Das Lachen ist eine Angel, an der sich schon viele gefangen haben.


Das Radio ist ein Art verbessertes Fernsehen, weil nur noch der Ton übertragen werden muß.


Das »Warum« des Kindes ist der Beginn der Philosophie.


Dem Waisenkind gibt niemand Geld, es bekommt nichts als gute Ratschläge.


Den alten Heiligen gibt man keinen Weihrauch mehr.


Den hab ich das Laufen gelehrt, hat der Jäger gesagt, als er den Hasen verfehlte.


Der Weise ist ein Narr im Hause von anderen, der Narr gilt als weise in seinem eigenen.


Die eigene Zuverlässigkeit lernt man erst schätzen, wenn man sich auf andere verlassen muß.


Die Gesundheit ist wie das Salz: Man bemerkt nur, wenn es fehlt.


Die Zeit ist eine geräuschlose Feile.


Ein Freund beim Becher wird dich im Stich lassen.


Ein heftiger Regen ist bald vorüber.


Ein Prozeß ist ein schöner Baum im Garten des Rechtsanwalts, der Wurzeln schlägt und nie stirbt.


Eine gute Antwort weiß, wann sie aufhören muß.


Es gibt keinen schlimmeren Räuber als ein schlechtes Buch.


Es ist besser, Frieden zu halten als ihn herzustellen.


Es ist leichter, Geld zu verdienen als Geld zu behalten.


Feuer aus Stroh hat wenig Wert.


Freude hat keine Familie, aber Leiden hat Frau und Kinder.


Gedanken zahlen keine Steuern.


Gott bewahre uns vor einem bösen Nachbarn und einem Anfänger im Geigenspiel.


In der feinen Gesellschaft heiratet man eine Frau, lebt mit einer anderen und liebt nur sich selbst.


Intuition ist Intelligenz mit überhöhter Geschwindigkeit.


Jede Blume möchte zu einem Blumenstrauß gehören.


Kein Armer ist so arm wie ein ehemaliger Reicher.


Keiner ist mehr als ein Mensch.


Lerne Weisheit durch die Torheit der anderen.


Lesen ohne zu verstehen ist wie jagen ohne zu erbeuten.


Liebe, Almosen, Hingabe und Geduld sind die vier Dinge, die aus einem Menschen einen Heiligen machen.


Reine Luft fürchtet den Donner nicht.


Taten sind bessere Apostel als Worte.


Über Reichtum und Heiligkeit glaube nur die Hälfte der Hälfte.


Überall wäre Frieden, wenn es das >Mein< und >Dein< nicht gäbe.


Vor der Hochzeit haben die Frauen Honig im Munde.


Warum bittest du Gott, daß er dich vor deinen Freunden schütze und nicht vor deinen Feinden? Weil ich mich vor meinen Feinden selber schützen kann, nicht aber vor meinen Freunden.


Was bei Tische gesprochen wird, sollte ins Tischtuch eingewickelt werden.


Wenn das Spiel zu Ende ist, kommen König und Bauer wieder zurück in die gleiche Schachtel.


Wenn der Junge wüßte, und der Alte könnte, gäbe es nichts, was nicht vollbracht würde.


Wer sich aus Liebe verheiratet, krepiert vor Wut.


Wer den Kochlöffel in der Hand hat, macht die Suppe so, wie es ihm beliebt.


Wer Freude bereitet, hat selber Freude.


Wer Geld hat, findet Vettern.


Wer immer nach dem Haar in der Suppe sucht, wird keinen Freund finden.


Wer in Verdacht gerät, hat einen Fehler gemacht.


Wer liebt, der glaubt.


Wer nicht geduldig ist, ist nicht verliebt.


Wer schuldig ist, wittert überall die Nachrede.


Wer sich bewegt, sammelt ein; wer still steht, vertrocknet.


Wer viel weiß, glaubt umso weniger.


Wer zweimal über den gleichen Stein stolpert, verdient kein Mitleid.


Wir haben keine Kinder, aber haben Namen für sie alle.


Zum Zahlen und zum Sterben bleibt immer noch Zeit.


Jeder leitet das Wasser auf seine eigene Mühle.


Aus dem Dorn wächst die Rose, aus der Rose wächst der Dorn.


Die Zeiten sind hart, aber modern.


Ein Mann ohne Frau ist wie Spaghetti ohne Parmesan.


Wer alles bloß des Geldes wegen tut, wird bald des Geldes wegen alles tun.


Wer keine Zeit hat, ist ärmer als der ärmste Bettler.


Liebe bleibt die Krone für jedes Weib.


Der Stein schärft die Messer, aber ist selber stumpf.


Wer langsam geht, geht vernünftig; wer vernünftig geht, geht lange.


Kleine Küche macht das Haus groß.


Wenn die Ehe blüht, verwelken dabei die Freundschaften.


Einer allein ist nicht einmal gut im Paradiese.


Einer, der sich selbst gefällt, gefällt meist den anderen nicht.


Eine Zunge ist wie eine Zange.


Wer die Nacht nicht ehrt, ist des Tages nicht wert.


Die Liebe hat zwei Töchter, die Güte und die Geduld.


Wer Geschenke annimmt, verliert die Freiheit.


Wer gut reden will, muß erst gut nachdenken.


Alles ist gut zu seiner Zeit.


Des Gärtners Fuß verdirbt den Garten nicht.


Das Wenn und das Aber sind das Erbteil der Dummen.


Chi dorme non piglia pesci. Wer schläft, fängt keine Fische.


Dichter und Schweine kommen erst nach ihrem Tod zu Ehren.


Der gute Ruf ist wie eine Zypresse, die, einmal abgehauen, nie wieder ausschlägt.


Auch die Fische des Königs haben Gräten.


Sobald Gesetz ersonnen, wird Betrug gesponnen.


Zwischen Reden und Tun liegt das Meer.


Eine gute Doktrin nützt nichts bei einem schlechten Charakter.


Die Engländer schreiben tiefgründig, die Franzosen elegant, die Italiener göttlich und die Deutschen viel.


Öffentliche Gelder sind wie Weihwasser, jeder bedient sich.


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