Aus Japan

Nur die Gegensätze lehren einen die Welt kennen: Wer nicht ums Dunkel weiß, kann das Licht nicht erkennen.


Alles in der Welt hat nur eine Seele, den Menschen.


Auch der Erfinder der Schrift hat Schreibfehler gemacht.


Auch durch ein Nadelöhr kann man Zugluft bekommen.


Auch in der Hölle gibt es Leute die man kennt.


Auch wenn der Weise dein Feind ist, mach den Dummen nie zu deinem Freund.


Auf dem richtigen Weg wird die natürliche Veranlagung Weisheit.


Bei allem, was man mit dem Herzen tut, braucht man keinen Helfer.


Bei allzu langem Nachdenken kommt man nicht auf den richtigen Gedanken.


Besser nicht genug als zuviel.


Beten, Gott, reicht nicht aus, den Krieg zu beenden; Wissen wir doch, daß du das Leben gemacht hast, um uns eigene Wege zu zeigen – zu uns selbst und zu unserem Nächsten.


Bist du alt, gehorche deinen Kindern!


Das Glück tritt gern in ein Haus, wo gute Laune herrscht.


Das Glück wohnt im Herzen, das Unglück auf der Zunge.


Das Holz des Stammes ist nicht besser als das der Wurzel.


Das Kind, das früh starb, war sehr klug.


Das Köstliche iß noch am selben Abend, den Ärger sprich erst am nächsten Morgen aus.


Das Leben gleicht einem Blitz. Wie bald sind beide dahin.


Das Verhalten während einer Stunde kann über eine Jahrtausende währende Reputation entscheiden.


Der Dumme läßt die Tür einen Zoll offen, Der Faule drei Zoll, und der Narr öffnet sie ganz.


Der hungrige Hund fürchtet den Stock nicht.


Der Nagel, der hervorsteht, wird flachgehämmert.


Der Scherz ist oft das Loch, aus dem die Wahrheit pfeift.


Der Zweifel ist der Schatten eines Menschen im Dunkel.


Des Advokaten Geschäft ist, den Streit zu vergrößern.


Die Geduld nicht verlieren, auch wenn es unmöglich erscheint, das ist Geduld.


Die Seele des Kriegers wohnt im Schwert, die Seele der Frau im Spiegel.


Die Wohltaten des Vaters übersteigen die Berge, die Wohltaten der Mutter sind größer als das Meer.


Ein großer Kessel kocht langsam.


Ein Haar der Frau zieht stärker als ein Ochs den Karren.


Ein Hund, der mit dem Schwanz wedelt, bezieht keine Prügel.


Eine Freude vertreibt hundert Sorgen.


Eine Stunde kann entscheidend sein für den Ruhm von tausend Jahren.


Eine unklare Rede ist ein blinder Spiegel.


Einmal selbst sehen ist besser als hundert Neuigkeiten hören.


Erst wenn man eigene Kinder hat, weiß man wie groß die Liebe der Eltern war.


Es gibt ein Bleiben im Gehen, ein Gewinnen im Verlieren, im Ende einen Neuanfang.


Es ist mehr Freude in der Hoffnung als im Genuß.


Es ist schädlich, nur Siege und keine Niederlage zu kennen.


Es ist schwer stark zu sein, aber nicht unbesonnen.


Essen wollen, was man nicht hat, ist menschlich.


Fragst du, brauchst du dich nur einen Augenblick lang zu schämen, fragst du nicht, schämst du dich bis an dein Lebensende.


Freude ist die große Wäsche des Herzens.


Gute Erinnerungen tragen unser Leben.


Gute und Schlechte, die zusammen sterben, deckt ein Rasen.


Hebt man den Blick, so sieht man keine Grenzen.


Im Augenblick des Zusammenkommens beginnt die Trennung.


Im Frieden ist der Mensch am besten.


Im Glanz des Geldes scheint selbst ein Dummkopf klug.


In jeder Freude sind sieben Bitternisse und in jeder Bitternis sind sieben Freuden.


Ist der Mann krank, geht das Haus zugrunde; ist die Frau krank, die Liebe.


Je höher der Baum, desto neidischer der Wind.


Kämpft der Sperling einmal, dann fürchtet er auch den Menschen nicht.


Kein Gewinn ohne Verlust.


Kinder, die schreien, werden groß.


“Kinder hab’ ich satt.” Einer, der so redet, hat auch keine Blumen.


Kindeskinder sind noch hübscher als eigene Kinder.


Lehren ist lernen.


Liebe und Überlegung sind zwei ganz verschiedene Dinge.


Man darf eine Frau nicht einmal mit einer Blume schlagen.


Mit einem plärrenden Kind und dem Hausbesitzer wird man nicht fertig.


Nicht alle verheirateten Frauen sind Ehefrauen.


Nichts ist so sichtbar, als was man verbergen will.


Ohne Frauen würde es weder Tag noch Nacht geben.


Sage, was du sagen willst, morgen.


Schade um der Erde Pracht, allwo kein empfindsam Herz dankbar ihr entgegen lacht.


Selbst das Stolpern über einen Stein, ist der Anfang einer Verbindung.


Selbst der Spiegel der Klugheit bekommt blinde Stellen.


Statt die Katze zu verjagen, stell den Teller weg.


Über Dinge, die dich selbst angehen, mußt du andere fragen.


Übertriebene Höflichkeit ist unhöflich.


Um ein Unglück kümmere dich drei Jahre nicht, und es wird zum Segen.


Ungeliebte Kinder haben keine Angst vor der Welt.


Verarmt die Familie, dann zeigt sich, ob die Kinder gut sind.


Verschüttetes Wasser kehrt nicht in die Schüssel zurück.


Weisheit und Tugend sind zwei Räder an einem Wagen.


Wenn der Glaube vorhanden, kann man selbst einen Heringskopf anbeten.


Wenn du blindlings zuschlägst, erhältst du selbst die schlimmsten Wunden.


Wenn du es eilig hast, geh langsam. Wenn du es noch eiliger hast, mach einen Umweg.


Wenn du in Eile bist, mach einen Umweg.


Wenn du vergnügt sein willst, umgib dich mit Freunden, wenn du glücklich sein willst, umgib dich mit Blumen.


Wenn man geduldig wartet, wird das schönste Wetter.


Wer auf einen Dummen hört, dem gehen die Sterne unter.


Wer auf Liebespfaden wandelt, für den sind zwei Meilen nicht länger als eine.


Wer den ersten falschen Zug macht, verliert immer das Spiel.


Wer Erfahrung hat mit heißer Suppe, bläst auch auf Fischsalat.


Wer es seinem Vorgesetzten gleichtun will, beginne mit den schlechten Eigenschaften.


Wer Geld hat, kann sich vom Teufel bedienen lassen.


Wer nicht kleine Fehler vermeidet, verfällt allgemach in größere.


Wer schön schreiben kann, schreibt auch schön mit einem schlechten Pinsel.


Wer schreit, der lügt. Die Wahrheit hat immer eine leise Stimme.


Am Fuße des Leuchtturms herrscht Dunkelheit.


Der Wind pfeift darauf, ob der Baum müde ist.


Im Ehrenkodex der Samurai findet sich folgende Weisheit: “Ist dein Gegner besser als du, warum dann kämpfen? Ist er nicht so gut wie du, warum dann kämpfen? Ist er ebenbürtig, wird er verstehen, was du verstehst, und es wird keinen Kampf geben.”


Wie ich dich kehren mag, o Blütenzweig, du kehrst dich selbst zu dem Licht – mich selbst beschämest du.


Der Rabe, der den Kormoran nachahmt, muß viel Wasser schlucken.


Je schlechter der Redner, desto länger seine Rede.


Für Geld darfst du bürgen, aber nie für einen Menschen.


Wenn auch die Worte geschrieben sind: “Nicht pflückt die Blüten! Sie sind lebend Wesen!” Die Zeichen vermögen nichts gegen den Wind, denn der Wind kann nicht lesen.


Die Herzen sind so ungleich wie die Gesichter.


Ein Mensch lernt wenig von seinem Siege, aber viel von seiner Niederlage.


Hochstehende Menschen vergessen ihre guten Taten.


Lernen, ohne dabei zu denken, ist nichts. Denken und nichts lernen ist ermüdend.


Der Weise sagt: eine Sekunde Wut kann mehr zerstören, als du in einem Jahr Arbeit aufbauen kannst.


Jede Kehrseite hat ihre Kehrseite.


Auch durch ein Nadelöhr kann man den Himmel sehen.


Die Lüge ist manchmal die Beleuchtung der Wahrheit.


Ich aber bleibe Und werde auf dich warten, Bis in das Wehen All meines schwarzen Haares Der Rauhreif sich gesetzt hat.


Es heißt, es gibt immer zu essen, solange die Erde besteht.


Auch der vollendet gemalte Kuchen läßt sich nicht essen.


Salz ist die ganze Welt.


Wer den Alkohol verschmäht, kennt nicht den Genuß eines Trunkes Wasser zur Ernüchterung.


Ein Bad erfrischt den Körper, eine Tasse Tee den Geist.


In den Augen eines Verliebten sind selbst Pockennarben so hübsch wie Grübchen.


Das Glück kommt gern in ein Haus, wo Freude herrscht.


Was du deinen Eltern schuldig bist, weißt du erst, wenn du selber Kinder hast.


Geld hat keine Ohren, aber es kann hören. Geld hat keine Beine, aber es kann laufen


Unter der Laterne ist es am dunkelsten.


Solange man lacht, befindet man sich in der Gesellschaft der Götter.


Fällst du siebenmal um, so steh achtmal auf.


Die Hoffnung des ganzen Jahres – der Frühling. Die Hoffnung des Tages – der Morgen.


Alles Unglück kommt durch den Mund.


Das Gerede der Leute dauert nur fünfundsiebzig Tage.


Reisfelder anbauen trägt mehr ein als dichten.


Poesie veredelt das Verhalten von Mann zu Frau.


Poesie bewegt Himmel und Erde.


Eine gezähmte Zunge verbürgt ein sorgenfreies Herz.


Keine Nadel hat zwei Spitzen.


Bei allem was man mit dem Herzen tut, sucht man nicht nach Helfern.


Sich innerlich gelangweilt fühlen läßt die Hände ratlos werden.


Mit einer Hand kannst du nicht applaudieren.


Fürchte dich nicht vor langsamen Veränderungen, fürchte dich vor dem Stillstand.


Der Geizige verbrennt seine Fingernägel, um Leuchtöl zu sparen.


Der Zweig, der nachgibt, bricht nicht.


Im Herzen des Taifuns könnte ein Kind schlafen.


Wer allzu klug ist, findet keinen Freund.


Große Dinge zerfallen in Kleine. Kleine zerbröseln in Staub.


Alte Leute sind der Stolz des Hauses.


Die größte Kulturleistung eines Volkes sind die zufriedenen Alten.


Ein Leben dauert eine Generation lang; ein guter Name dauert fort.


Folge der Arbeit und laß dich nicht von ihr verfolgen.


Selbst der Kaiser hat Verwandte in Strohsandalen.


In der Hand des Pfuschers wird selbst die beste Medizin zu Gift.


Lebe gut, lache gut, mache deine Sache gut.


Seit ich dich liebe, bin ich nur ich, wenn ich nicht mehr nur ich bin.


Im Augenblick der Geburt beginnt für die Eltern der Abschied.


Ein Ding wird gehört, zehn werden verstanden.


Im Meer des Lebens, Meer des Sterbens, in beiden müde geworden, sucht meine Seele den Berg, an dem alle Flut verebbt.


Sorgen machen den Mann, Geld macht das Scheusal.


Es ist besser, daran zu denken, wie man nicht verliert, als daran, wie man siegt.


Auch wenn man den Kopf in den Sand steckt, bleibt der Hintern zu sehn.


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