Babylonischer Talmud

Woher weiß du, daß dein Blut röter ist? Vielleicht ist das Blut des anderen röter!


Es kommt nicht auf das gleiche heraus, ob man sieht, was man ißt, oder ob man es nicht sieht.


Jeder einzelne soll sich sagen: Für mich ist die Welt geschaffen, darum bin ich mitverantwortlich.


Ein Seufzer kann einen Körper zerbrechen.


Ein Arzt, der nichts kostet, ist nichts wert.


Bei Sonnenaufgang soll der Kranke von seinem Bett aufstehen.


Alles kommt vom Himmel, nur nicht Erkältung und Fieber.


Auch der Nichtjude kommt einem Hohepriester gleich, wenn er sich mit der Tora beschäftigt.


Wohltun erlöst alle Völker der Erde.


Der Mensch sät, doch ob er die Frucht essen wird, ist zweifelhaft.


Seinem Gläubiger tritt keiner frech entgegen.


Groß ist der Haß der Ungebildeten gegen die Gelehrten.


Man soll die Menschen lieben und ehren.


Einem Baume mit vielen Zweigen und wenig Wurzeln gleicht, der vieles weiß und wenig tut. Bricht der Sturm herein, dann beugt er ihn nieder und wirft ihn um.


Denen gegenüber, die mir Böses wollen, laß mich angemessen reagieren, und meine Seele möge gelassen bleiben, was auch geschieht.


Wer seine Tochter mit einem Gelehrten verheiratet, auf dem ruht Gottes Gnade.


Der Mann soll die Ehre seiner Frau schützen.


Vater und Mutter ehren – das ist, wie wenn man Gott selber ehrt.


Dein Haus soll weit offen stehen.


Der Mann soll jederzeit alles opfern, was er hat, wenn er dafür die Tochter eines Gelehrten heiraten kann.


Ein schlechtes Weib lastet so schwer wie ein Regentag.


Sich von einem schlechten Weib scheiden zu lassen, ist eine gute Tat.


Lieber jegliches Übel als ein übles Weib.


Einem Manne, dem die Frau wegstirbt, wird die Welt finster.


Wenn einem Manne die erste Frau stirbt, ist ihm, als erlebte er selber die Zerstörung des Tempels mit.


Wer seine Tochter einem alten Mann zur Frau gibt, über den sagt das Bibelwort: Gott wird ihm nicht vergeben.


Stärker als der Wunsch des Mannes, zu heiraten, ist der Wunsch der Frau, geheiratet zu werden.


Ein Kinderloser ist wie ein Toter.


Wenn die Gerste im Krug zu Ende geht, beginnt im Haus der Zank.


Ein Vater darf seine Tochter nicht verheiraten, solange sie klein ist, sondern erst, wenn sie groß ist und sagt: Diesen Mann will ich.


Man soll für Essen und Trinken weniger ausgeben als man hat, für Kleidung so viel wie man hat, und für die Frau mehr als man hat.


Eine Großmutter im Haus – ein Schatz im Haus.


Zehn Maß Schwatzhaftigkeit wurden der Welt zugewiesen, neun haben die Frauen für sich genommen.


Es ist die Art des Mannes, der Frau nachzugehen, aber es ist nicht die Art der Frau, dem Manne nachzugehen.


Die Söhne der Söhne sind wie Söhne.


Nicht ohne Grund gesellt sich der Star zum Raben: Er ist von seiner Art.


Der Löwe brüllt voller Kraft, genährt mit Fleisch und nicht mit Stroh.


Wenn selbst der Leviathan mit der Angel gefangen wurde – wie sollen sich dann die kleinen Fische retten können?


Weh dem Bösen und weh seinem Nachbarn; Wohl dem Guten und wohl seinem Nachbarn.


Keiner kann mit einer Schlange in einem Korb zusammen leben.


Der Vogel wohnt mit seinen Artgenossen zusammen, der Mensch mit seinesgleichen.


Was dir verhaßt ist, das tue deinem Nächsten nicht an.


Nur der Außenstehende, nicht der Verwandte erkennt den Aussatz.


Der Mensch erkennt den Aussatz an jedem, außer an sich selbst.


Wer seinen Nachbarn bei etwas Ungehörigem ertappt, soll ihn davon abbringen.


Immer soll der Mensch sich um Gemeinschaft mit anderen bemühen.


Wäre uns die Tora nicht gegeben, dann würden wir Bescheidenheit von der Katze lernen, Ehrlichkeit von der Ameise und gute Sitten vom Hahn.


Dein Haus soll ein Sammelort der Weisheit sein.


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