Christa Schyboll

Die politischen Diktatoren erkaufen sich ihre Macht durch Unterdrückung. Die wirtschaftlichen Diktatoren unterdrücken das Volk durch ihre Käuflichkeit.


Die Dekadenz schlendert im Gewand einer gierigen Lust durch die Straßen der Illusion derweil ein innerer Ernst im Weltenwerden sich schüchtern durch die Nebengassen drückt


Mit stürmischem Elan werden die letzten Tabus gebrochen und die Erde zittert dabei in ihren Festen und gibt dabei zum Besten wie sie zurückschlägt und läßt dabei Stürme, Vulkane und Eisberge kochen


Während ihr eure Kernwaffen mit Plutionium bestückt bewaffne ich meinen Wesenskern mit einem klaren NEIN


Was das Äußere dir entgegenschleudert darfst du ruhig “Schicksal” nennen Das Wurfgeschoß mit dem du es zu verändern magst ist nichts als dein blanker Wille


Warum weigerst du dich, deine Imaginationen zu gebären? Vertraust du nicht auf ihren kosmogenen Wert, oder vertraust du nicht der Welt, die atemlos daran ersticken könnte?


Wenn wir unsere Begrenzungen außer Kraft setzen sprengen wir Fluttüren für neue Weisheiten. Wenn wir uns vor der neuen Flut fürchten setzen wir aber unsere Begrenzungen nicht außer Kraft.


Die größte Apokalypse sind nicht die sich häufenden Katastrophen der Welt sondern steht unter dem Zeichen einer mangelnden Erdenliebe die in Dummheit gealtert ist


Eine Ironie der Weltenweisheit ist es daß die Intellektuellen der Erde oftmals so haarscharf an weisheitsvoller Intelligenz vorbeidenken


Verrat übst du an dir selbst wenn du dein inneres Wissen billig gegen deinen äußeren Intellekt mißbrauchst


In jetziger Zeit werkeln allzuviele entlebendigte Menschen wie mechanische Maschinen im Schicksalslabor einer gottfernen Realität und fabrizieren dabei neue Entseelungsgeburten auf dem Planet der doch die Liebe zu lernen hat


Mit den Floskeln der Alltäglichkeit baggerst du Worte in deine Zeit hinein die den reichen satten Mutterboden deiner Seelensprache ins Schuttloch der Beliebigkeit entsorgen


Unsere Gegenwart riecht nach Untergang und sehnt sich nach dem Wohlaroma der Not-Wendig-keiten in duftender Zukunft


Wer eigentlich hat unsere alte Erde wie einen fetten Braten nur mit soviel Absurdität gespickt?


Wenn Menschen bitterböse Blicke werfen pocht in den Schläfen nicht nur das Blut der Wut sondern auch die Unverzeihlichkeit die fern von jedem Edelmut


Mit großem Freiheitsdrang hast du dich aus deiner engen Partnerschaft gekämpft und kerkerst dich nun ohne Not in große Einsamkeit.


Optimisten sind Menschen die den ärgsten Pessimisten auch noch fröhlich singend ertragend können


Auf dem Glatteis des Lebens rutscht nur der ohne Brüche der ein Korsett trägt mit Stäben aus geistiger Frische


Das Bewußte im Menschen Dient dem Unbewußten Es ist sich dessen aber nicht bewußt Obschon es aus unserer Sicht Doch das Bewußte ist


Wenn Chaos Gottes eigen-sinniger unergründlicher Wille ist – Ist Ordnung dann vielleicht Gottes menschenfreundliche Zugeständnis an unseren kleinen Verstand?


Im Gewordenen liegen die Erfahrungen deiner Vergangenheit Im Werden liegen die Chancen deiner Zukunft Im Sein liegt deine Ewigkeit


Über »Zeit« sollten wir ernsthaft nachdenken, wenn es uns wahrhaft als möglich erscheint, daß die Unendlichkeit nur im Plural zu fassen ist.


Lüge – du bist nicht der Gegenpart der Wahrheit sondern nur ihre Variante von Blindheit, Irren und Angst


Das Ei und die Henne Der Plan und der Planer Die ewige Frage nach dem göttlichen Sein Wer war zuerst da Wer wirkte mit welchen geheimen Mächten Auf die Entstehung des Geistig und Physischen ein ?


Willst du dich schädigen Nimm Schlaftabletten ein Denn sie werden das träumende Selbst daran hindern Mit dem Körper nachts eine Einheit zu sein!


Die Religionen werden dann wieder einen echten Zulauf und Hochkonjunktur bei den wirklich Suchenden haben, wenn die unendlich tiefe Freude über die Liebe in jeder freien Form in der Welt auch wieder richtig Spaß machen darf – aber ohne Verzicht dabei auf eine mögliche Heiligsprechung!


Schizophrene Tendenzen Werben um die Macht in der Welt Eine Reihe von Paranoikern sind ihnen Zur Sicherstellung ihres Auftrages an die Seite gestellt Und diese armen, oftmals leicht hirnigen Blinden Sind nicht einmal selten unter Repräsentanten und Politikern zu finden


So lange Leben noch stirbt, ist Leben noch nicht als Leben geboren, sondern treibt als Dämmerfötus in den Grenzen der Raumzeit.


Wen das Brummen einer Fliege noch stört, hat bei seiner Meditation noch nicht das Brummen von zwei Fliegen in verschiedenen Ecken eines Zimmers gleichzeitig gehört.


Der Tod stirbt dann, wenn das Leben so lebendig geworden ist, daß seine Vitalität sich nicht mehr erschöpft. Der Tod stirbt dann, wenn wir die Gottesdurchdringung im Herzen erfahren.


Launen sind Nebelzustände des sich noch nicht formulierenden Ich. Launen sind Gefühlswahrheiten im Dunkel des Höheren Selbst. Launen sind Seelenäußerungen zwischen Depression und Ekstase.


Ich teile mit Milliarden von Menschen die Erde, aber mit niemandem meine Einzigartigkeit.


Dem Namenlosen geben wir Namen, den Göttern eignen wir Eigenschaften zu, den fernen Welten verordnen wir unsere Gesetze, doch uns selbst kennen wir nicht!


Bewußtsein schafft Formen und spielt mit den Atomen Wälder und Wüsten. Bewußtsein schafft Sein und spielt mit den Elementen Fleisch und Blut. Bewußtsein schafft Traum, der uns die höhere Wirklichkeit vergessen ließ. Bewußtsein schafft dein Spannungsfeld, das dich vom Mensch zum Gott erheben kann.


Künstlerisches Vermögen ist der fragile Schwebezustand zwischen nachhaltiger Veredelung und Degeneration bis an die Todesgrenze.


Manager sind die Kardinäle eines sozial fehlgeleiteten Kapitalismus


Ich bin noch immer ich, aber mehr als je zuvor und werde, wenn ich sterbe, ein noch größeres Ich sein. Vielleicht einmal so groß, daß ich dann jedes Du geworden bin.


Jene Art von Dummheit, die sich kaum zum Narren halten läßt, wird im allgemeinen Intelligenz genannt. Sie scheint so etwas Endgültiges und Unverrückbares für ihren Träger zu haben, daß er sich stolz als ihr Besitzer fühlt. Da sie sich aber eben nicht zum Narren halten läßt, fehlt ihr leider auch der Humor und hat auch nichts zu lachen und ist halt jene Art von Dummheit, die…


Kinder sind werdende Götter, sofern die verhinderten Götter, die nun erwachsen sind, je jemals ernsthaft göttlich werden lassen.


Manche Pastoren sind Menschen, die auf dem Ruhekissen ihres Glaubens nur innerlich gähnend ihre alltäglichen Segnungen verteilen.


Manche Ärzte sind Weissager aus Innerein, die sich mit Pseudoformeln lateinischer Namen und komplizierter Technik tatsächlich als Wissende tarnen.


Manche Künstler sind Menschen, die die subtile Botschaft ihres Könnens oder Nichtkönnens in wortgewaltige Definitionen maskieren.


Manche Präsidenten könnten Weise sein, wenn sie ihre ungeheure Machtfülle so geschickt benutzen würden, daß sie sie niemals anzuwenden bräuchten.


Manche Vorstandsvorsitzende sind Menschen, durch deren Nervenenden zuckende Blitze nichts als hohe Börsenkurse in den Äther malen – und sie dabei selbst selig von immer höheren Tantiemen träumen.


Manche Fußballer sind Menschen, die eigentlich ja runde Bälle in eckige Tore treten möchten, aber stattdessen eckige Schüsse auf runde Publikumsköpfe schöpferisch kreieren.


Manche Formel-I-Fahrer sind Menschen, für die die Geschwindigkeit Gelegenheit ergibt, den Fliehkräften der eigenen Seele zum Fluchtweg auf dem Asphalt zu verhelfen.


Manche Lehrer sind Menschen, die Weisheit mit Intellektualismus verwechseln, Pädagogik mit Penetranz und fest davon überzeugt sind, den Unterschied zwischen all dem auch noch klar zu erkennen.


Manche Professoren sind Menschen, die müde und unvorbereitet in überfüllten Hörsälen davon träumen, wie ihr sattes Salär die Drittwohnung an der Dordogne ab nächsten März finanziert.


Manche Magier sind Menschen, die mit Illusionen operieren und tatsächlich damit vorgaukeln, es gäbe etwas anderes als nur natürliche Effekte.


Manche Kellner sind Menschen, die in gebückter Demutshaltung ihre nörgelnden Gäste mit reichlich inneren Flüchen segnen.


Manche Präsidentschaftskandidaten sind Menschen, die die geschickte Zelebration ihrer eigenen Person schon zum Programm erklären.


Manche Jugendliche sind Menschen, die ihre pubertierenden Eltern nur mit strenger Erziehung ins wahre Leben entlassen können.


Manche Wissenschaftler sind Menschen, die ihre Lehrformel nach kurzer Zeit selbst zur Leerformel erklären.


Manche Sekretärinnen sind Menschen, die ihre Fähigkeit zum Tippen besser nur an Lottoannahmestellen nutzen sollten.


Manche Psychologen sind Menschen, die von der Seele soviel verstehen, wie der Bulle vom kalben.


Manche Discobesucher sind Menschen, die Protagonisten eines kollektiven Autismus sind.


Manche Heiratswillige sind Menschen, die in unverbrüchlicher Naivität daran glauben, daß Mann und Frau irgendwie zusammenpassen.


Manche Erkenntnistheoretiker sind Menschen, die theoretisch erkennen, was sie praktisch nie zu leisten vermögen.


Manche Bademeister sind Menschen, die in der Chemiebrühe ihrer alltäglichen Werkstatt tatsächlich ab und zu noch lebende Wesen orten.


Manche Ingenieure sind Menschen, die mit ihrem technischen Verstand niemals über die Hürde eines Legobaukastens gesprungen sind.


Manche Erfinder sind Menschen, die Dinge erfinden, die niemand braucht und die auch niemand jemals haben wollte.


Manche Opiumbauern sind Menschen, die den Rauchschleier des Seelennebels nur über fremde Kulturen legen möchten.


Manche Quasselstrippen sind Menschen, die mit leeren Wortgeschossen verheerender sind als alle Armeen der Welt.


Manche Talkmaster sind Menschen, die Menschen nur dazu benutzen, um anderen Menschen zu zeigen, wie sie selbst niemals leben möchten.


Manche Menschen sind Menschen, die darauf hoffen, irgendwann mal richtig menschlich zu werden.


Das Geheimnis des Daseins erschließt sich dir nur in dem Maße, die deiner eigenen Reife ist gemäß – Drum erweitere dein Gefäß durch dein Streben, durch die Leben, laß dich mit reichem Sein verweben.


Wenn ich von meinen Wirklichkeiten sprechen wollte, bräuchte ich Worte, die ich in eine Sinnensprache kleiden müßte, welch in dir nur weitere Verwirrung erzeugt.


Ich fühle mich heute so energetisiert, als hätte man in meinen Genen die Doppelhelix von beiden Seiten mit Lunten angezündet.


Du machst noch viele Hindernisläufe zum Siegerpodest deiner angestrebten Reife.


Das Wesen der Dinge lag einst in ihrem Namen, den die Menschen ihm gaben. Der Name war Same, war Keim und war Botschaft, die sich im Laufe der Zeiten verlor. So sprechen die Namen der Dinge heute nicht immer vom wahren Wesen, was einst sie gewesen.


Warte noch ein wenig mit deinem Wunsche nach Vergöttlichung – und werd’ erst mal richtig Mensch.


Nur derjenige kann sich in sich selbst verlieren, der sich bisher noch nicht gefunden hat. Denn hab’ ich mich gefunden, dann kenne ich den eigenen Weg zu mir und brauch’ mich nicht mehr zu verirren.


Wer jemanden in seinem Weg zur höherer Erkenntnis fördern will, sollte ihm niemals in Mißachtung auch kleiner Leistungen je begegnen.


Wenn nur dein Kopf denkt, bleibt das Ideenhafte kalt. Wenn nur dein Herz fühlt, verbrennen die Gefühle sinnerfüllten Handelns. Doch wenn dein Kopf fühlt und du dein Herz ein wenig denken läßt, vermischen sich Kälte und Hitze zu einer wohligen Temperatur des Wohlergehens.


Der Weise weist das Machtgelüst als für ihn unverdaulich ab und nährt sich lieber mit Bescheidenheit.


Nur wenige Augenblicke sind mir in meinem Leben gnadenvoll vergönnt, in dem ich Wesentliches vom Unwesentlichen in der Schärfe aller Klarheit voll bewußt zu unterscheiden vermag.


Mit weltlichen Genüssen kannst du dich als Mensch veredlen, wenn der Genuß gewandelt wird und Kräfte freisetzt, um dann auch zum Verzicht zu streben.


Den Schlüssel zu den Schönheiten der Außenwelt findest du in deinem reichen Innern. Doch läßt er sich nur finden, wenn dein Auge nicht nur die Zerstreuung sucht.


Den Schwachen zu tadeln heißt, seine Schwäche zu stärken!


Jeder lebende Mensch birgt in sich ein Merkmal von Erhabenheit und Größe. Hast du diese Schönheit in deinem Partner, deinen Kindern schon entdeckt?


Eigentlich sollte unser Leben auf dieser Erde ein kooperatives Unternehmen sein. Doch die Manager der Welt haben durch falschen Eifer einen Wettbewerb im globalen Mutterkonzern eingeführt, der kontraproduktiv zur ursprünglich ausgewogenen Bilanz sich verhält.


Die fleißige Stille eines Bienenstocks vor Tagesanbruch erschöpfte mich schon vor dem ersten Summen. Und eingedenk des Tagespensums dieser Wesen legte ich mich müde und zerschlagen zurück ins warme Bett.


Wenn du mit deinem Partner haderst, dann schau in den Spiegel und sieh durch seine Augen einmal neu dein eigenes Sein.


Wenn du häufig krank bist, dann sprich mit deinen Zellen und befrag’ sie ernsthaft, warum sie ihren Fokus nicht in neues Heil-Sein endlich lenken wollen.


Wenn du hungrig nach Erfahrung bist, dann werde still und höre, wie die Erfahrung deiner eigenen Stille dich in ungeahnte innere Abenteuer führt.


Wenn du unzufrieden mit dir selber bist, schau’ in die Augen derer, die sich selbst nicht lieben können. Und schon siehst du dich im neuen Lichte.


Wenn du deinen Gott verloren hast und die alten Werte dir nichts mehr bedeuten, dann schaff’ dir einen neuen Gott, der alles ist und alles kann und dir so sehr vertraut, daß er die Verantwortung für all dein Tun nur in dein eignes Urteil legt!


Wenn du dich schon wieder unverstanden fühlst, tröste dich damit daß ein umfassendes Verstehen deiner selbst den Nächsten immer überfordern muß.


Wenn du dich tatsächlich frei fühlst, hast du vermutlich nicht die Determination deiner Dreidimensionalität gründlich bedacht.


Wenn Du dich jetzt auf der Höhe deines Verstandes glaubst, hast du keine Vorstellung von der Tiefe deines Nichtwissens.


Manche Müllsortierer sind Menschen, die außer ihrem Außenmüll jedoch nie ihren Seelenmüll entsorgen würden.


Manche Börsianer sind Menschen, die hektisch fast ihre Telefone verschlucken, wenn irgendein Präsident mal ein wenig flirtet.


Manche Affen sind Menschen, die statt Fell protokollwidrig frech einen Anzug tragen.


Manche Ehefrauen sind Menschen, die ihren eigenen Ehemann am liebsten zur besten Freundin umarbeiten würden.


Manche Ehemänner sind Menschen, die ihren treuesten Zechkumpan am besten gleich geehelicht hätten.


Manche Mütter sind Menschen, deren Kinder im Zoo eine vermutlich natürlichere Erziehung bekämen als unter der Fuchtel der Gesellschaftsnorm.


Manche Väter sind Menschen, die ihre biologische Potenz nur zufällig in menschliche Präsenz entließen.


Manche Großväter sind Menschen, die in ihren Enkeln sich ihre eigene Fortsetzung – fernab von ihren Söhnen – neu erhoffen.


Neue Zeiten dämmern in neuem Verstehen heran, neues Verstehen ersehnt neue Formen der Liebe. Neue Liebe erkennt die Formel, die altes Sein in Leid gewandete. Das neue Gewand ist die Weisheit, mit der sich die Zukunft kleiden will.


Mit hehren Erlösungsgedanken allein wirst du keinen Himmel erreichen. Mit Gebeten allein wirst du keinen Gott erschauen. Mit einem kleinen Danke für das So-Sein-an-Sich könntest du vielleicht das erste Türchen öffnen, damit der Himmel schon mal nach dir schauen kann.


Inneres Versagen in kollektiver Einigkeit dürfen wir als konsumabhängige Marionetten in aller Ehrlichkeit verbuchen.


Reicher Konsum heuchelt uns eine Qualität des Wohlergehens vor, doch führt sie uns vielleicht in die Sattheit des Verderbens.


Wer zu früh in metaphysische Labyrinthen sich verirrt, taumelt nur in stockender Besinnungslosigkeit, denn er war noch nicht bereit, die Furcht der Seele war zu groß, der kleine Geist: verwirrt!


Umfrageergebnisse der Befragungsinstitutionen stiften lizenzierte Verwirrung mit dem angeblichen Ziel, chaotische Zustände berechenbar zu machen. Doch da Chaos nur die unentdeckte Ordnung ist, bleiben Umfrageergebnisse lizenziertes Chaos als wahrscheinliche Möglichkeit getarnt und dienen nichts anderem als unserer voyeurhaften Neugierde.


Eine feine Ironie hat Spuren in dir hinterlassen und gräbt sich eine leise Linie an deinen geschürzten Lippen.


Die Notwendigkeit deines Läuterungsprozesses hast du eingeleitet durch die Lebensbeichte, die da spricht: Mea Culpa, noch immer bin ich lediglich ein Mensch!


Verstohlen schaut der Umweltschützer zum Wegwerfkandidaten. Der schaut mit klarem Blick in eine Zukunft, die nicht mehr wird!


Viele Weltmeister bringt unsere Welt der ewigen Sieger in Disziplinen aller Art ständig hervor. Und doch schafft es nur eine Institution, Weltmeister der Reglosigkeit zu werden: Bürokraten aller Länder! Nehmt am nächsten Wettbewerb teil!


Mit entsetzter Faszination liest du in den News der Welt, daß diese sich dem Untergang verschrieben hat und diesen Crash bilateral auf Konferenzen bürokratisch zu den Akten legt.


Manche Eltern sind Menschen, die sich dann an ihre Elternschaft erinnern, wenn man ihnen das Kindergeld streicht.


Manche Verrückte sind Menschen, die sich außerhalb geschlossener Anstalten als absolut normale Durchschnittsbürger gebärden.


Manche Edle sind Menschen, die ihre Edelmütigkeit ausschließlich vor laufenden Kameras in den Blick der Öffentlichkeit rücken.


Manche Krankenschwestern sind Menschen, die es mit beharrlich penetranter Durchführung ihres Organisationsplanes schaffen, daß sich die Patienten nach der Entlassung krankenhausreif fühlen.


Manche Diebe sind Menschen, die nur deshalb stehlen, weil sie den Eigentumsbegriff ganz strikt verneinen.


Manche Melancholiker sind Menschen, die nur noch als Clown in dieser Welt eine Überlebenschance haben.


Manche Voyeure sind Menschen, die ernsthaft darunter leiden, daß sie nicht auch noch mit dem dritten Auge physisch sehen und durch ihren Nabel hören können.


Manche Schauspieler sind Menschen, denen die Bühne das Leben an sich ist, währen das Leben an sich ihnen einfach keine Bühne schenkt.


Manche Hirnforscher sind Menschen, die den feinsten Neuronen auf die letzten Schliche kommen wollen und dabei übersehen, daß die eigene Neuronensteuerung während dieser Aufgabe zum Selbstläufer mutierte.


Manche Phlegmatiker sind Menschen, die so lähmend langsam handeln können, daß sie zur Massenhypnose befähigt wären.


Manche Piloten sind Menschen, die ihrem Autopiloten weniger vertrauen als ihrem Co-Piloten.


Manche Clowns sind Menschen, die privat ab und an auch mal einen Witz erzählen.


Manche Touristen sind Menschen, die nach ihrem Urlaub nichts brauchen als Ferien und Ruhe.


Manche Lyriker sind Menschen, die mit ihrem Seelenschmalz die letzten Atemporen ihrer Leser fest verkleben.


Manche Großmütter sind Menschen, die mit dem Begriff ›Märchen‹ tatsächlich noch freies lebendiges Erzählen verbinden können.


Manche Direktoren sind Menschen, deren vornehmste Aufgabe es ist, ausschließlich vornehm zu erscheinen.


Dies ist keine vollständige liste der zitate von ©-Christa-Schyboll. Zitate anderer autoren sind ebenfalls verfügbar.