Dalai Lama 14

Alle Religionen betonen die Tatsache, daß ein wirklicher Anhänger seiner Religion ehrlich und aufrecht sein sollte, mit anderen Worten, ein wirklich religiöser Mensch sollte immer danach streben, ein besserer Mensch zu werden.


Alles Leiden kommt aus Nichtwissen.


Da die Bewußtseinsverfassung zum Zeitpunkt des Sterbens unmittelbare Auswirkungen auf die Kontinuität im nächsten Leben hat, ist es wichtig, jene Bewußtseinsverfassung in Todesnähe durch geistige Praxis zu prägen. Deshalb ist es ganz wichtig, den Sterbeprozeß zu studieren und sich darauf vorzubereiten.


Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz.


Das Sterben ist für uns ein Leid, das wir uns nicht wünschen. Es ist eines unserer vier Grundleiden: Geburt, Altern, Krankheit und Tod. Ein Grund unserer Furcht vor dem Tod ist der Gedanke, daß wir nicht mehr existieren werden.


Der Geist ist leuchtend, er strahlt, er ist die Erkenntnis selbst.


Der letztliche Grund dafür, daß es Wiedergeburt gibt, ist der, daß unser Bewußtsein als Wesen reiner Lichthaftigkeit und Erkenntnis von einem früheren Impuls von Lichthaftigkeit und Erkenntnis hervorgebracht sein muß. Bewußtsein kann nicht von Materie verursacht sein.


Die drei grundlegenden Leid verursachenden Emotionen sind Unwissenheit, Begierde und Haß. Sie verursachen eine Reihe anderer Leidenschaften wie etwa Eifersucht und Feindseligkeit.


Die Erhaltung des Friedens beginnt damit, daß der einzelne Mensch friedliebend und zufrieden ist.


Die heutige Welt wird zusehends materialistischer. Die Menschheit nähert sich, getrieben von dem unersättlichen Verlangen nach Macht und ausgedehntem Besitz, dem Zenith äußerer Entwicklungsmöglichkeiten. In diesem vergeblichen Streben nach äußerer Vervollkommung der Welt mit ihren relativen Werten entfernt man sich jedoch immer weiter von innerem Frieden und geistigem Glück.


Die Mischung aus Glück und Leid, die das Leben jedes gewöhnlichen Wesens ausmacht, ist das Resultat seiner Gedanken, seiner körperlichen Handlungen und sprachlichen Aktivitäten in früheren Leben.


Die Natur des Geistes als Liebe zu begreifen, hat eine gültige Grundlage.


Die Verantwortung jedes einzelnen für die ganze Menschheit betrachte ich als die universelle Religion.


Die Vielzahl der Religionen, welche alle der Menschheit Glück bringen können, ist vergleichbar mit den verschiedenen Behandlungsmethoden einer speziellen Krankheit.


Die Weltprobleme kann man nicht mit Zorn oder Haß angehen. Man muß ihnen mit Mitgefühl, Liebe und wahrer Güte gegenübertreten.


Es darf nie darum gehen, alles zu bekommen. Teilen, abgeben – das ist der einzig gangbare Weg für eine intelligente Menschheit.


Es gibt keinen Anfang des Geistes. Und auch kein Ende. In einem einzelnen Geist und Bewußtsein gibt es Anfang und Ende, aber im Hinblick auf allein diesen Faktor von Klarheit und Erkennen gibt es weder Anfang noch Ende.


Es ist ein Fluch und eine Gefahr unserer Zeit, ganzen Völkern die Schuld für Verbrechen zu geben, die von einzelnen begangen worden sind.


Es ist nicht vernünftig zu meinen, es gebe keine vergangenen und zukünftigen Leben, nur weil man sie nicht gesehen hat.


In der buddhistischen Religion und ebenso in vielen anderen Religionen und Philosophien des Ostens glaubt man an die ununterbrochene Fortdauer des Geistes. Dieser Glaube ist die Grundlage für die Theorie der Wiedergeburt.


In Wirklichkeit ist es so, daß der Geist des vergangenen Lebens die Ursache für den Geist des jetzigen ist. Hingegen gibt es keinen Zweifel daran, daß der Körper seine Existenz der Vereinigung von Samen und Eizelle verdankt.


Je tiefer wir das Leiden durchschauen, umso näher kommen wir dem Ziel der Befreiung vom Leiden.


Kluge Egoisten denken an andere, helfen anderen so gut sie können – mit dem Ergebnis, daß sie selbst davon profitieren.


Menschenrechte beruhen auf der Tatsache, daß unserem Bewußtsein eine Vorstellung vom Ich innewohnt; dieses Ich wünscht Glück und möchte dem Leid entgehen.


Once a year, go someplace you've never been before.


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