Detlev Fleischhammel

Eine E-Mail ist eine Nachricht, die blitzschnell überall auf der Welt das elektronische Postfach ihres Empfängers erreicht, um dort dann oft tagelang darauf zu warten, daß sie abgeholt und gelesen wird.


Es kommt nicht darauf an, daß uns alles Leiden erspart bleibt, sondern daß, wenn wir leiden müssen, dieses Leiden einen Sinn hat.


Nur Sklaven Christi sind wirklich frei.


Was uns ärgern will, ist oft ziemlich arg; aber wenn wir uns davon ärgern lassen, machen wir es nur noch ärger.


Mit jeder Sekunde, die verstreicht, wird ein Stück Zukunft Gegenwart und ein Stück Gegenwart Vergangenheit.


Natürlich hat die Mehrheit nicht immer recht, und schon gar nicht nur deshalb, weil sie die Mehrheit ist. Aber wenn man auf der Autobahn merkt, daß alle anderen Fahrzeuge einem entgegenkommen und keins in die gleiche Richtung fährt wie man selbst, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, daß man ein Geisterfahrer ist.


Ein Freizeitsportler ist ein Mensch, der stundenlang seinen Körper stählen kann, der aber sein Auto im Halteverbot direkt neben dem Sportplatz abstellen muß, weil er zu schwach ist, um bis zum nächsten Parkplatz zu laufen.


Ich habe Verständnis dafür, daß manche Menschen nach Auschwitz nicht mehr an Gott glauben können. Aber es will mir nicht in den Kopf, daß oft dieselben Leute immer noch meinen, der Mensch sei im Grunde seines Wesens gut.


Es gibt Menschen, die mit achtzig Jahren innerlich noch jung sind – und solche, die mit zwanzig steinalt sind.


Die häufigste Lüge von Rednern ist: “Ich komme jetzt zum Schluß.”


Wer meint, arm zu sein, der sollte mal umziehen.


Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg – fragt sich nur, wohin.


Warum nennt man eigentlich die fetten Gehälter unserer Politiker ausgerechnet Diäten?


Der Straßenbau ist eine aufwendige Maßnahme zur Verlangsamung des Verkehrsflusses auf der Autobahn durch Einrichtung einer dritten Fahrspur und eines Tempolimits.


Was ist wohl wichtiger und wertvoller: sich z.B. einen Werbeslogan für Lippenstift auszudenken oder ein trauriges Kind zu trösten, ein entmutigtes Kind zu loben, ein krankes Kind zu pflegen bzw. überhaupt Kindern die Liebe, die Geborgenheit und die Anleitung und Korrektur zu geben, die sie brauchen?


Niemand sieht sich von Natur aus so, wie er wirklich ist – wir brauchen dazu den Spiegel des Wortes Gottes. Und das sagt uns: Wir sind total verdorbene Sünder, die sich selbst nicht wesentlich bessern können. Er sagt uns aber auch: Wir sind von Gott bedingungslos geliebt, der uns total verändern kann und will.


Der heilige Gott, der die Sünde zutiefst verabscheut, hat eine ganz große Liebe zu den Sündern – wer kann das verstehen? Nur vor dem Hintergrund der Heiligkeit Gottes kann man auch nur anfangen, die Größe, die Tiefe und auch die Art Seiner Liebe zu uns zu erfassen.


Der Tod wird mein Tor sein in die vollkommene Gemeinschaft mit Jesus Christus, in die unaufhörliche Freude über Sein Heil und in die ewige Anbetung dessen, der Sein Leben für mich gegeben hat und der mich in Seiner unerschöpflichen Gnade und Geduld festgehalten hat in Seiner starken Hand.


Wir westlichen Menschen des 21. Jahrhunderts sind Opfer unserer kulturellen Prägung und unseres Zeitgeistes. Das bedeutet z.B., daß die Grundlage des Selbstwertgefühls bei den meisten von uns zum größten Teil aus ihren Leistungen besteht. Wir werden auch von anderen weitestgehend nach unseren Leistungen beurteilt. Dinge wie Charakter oder die Einstellung gegenüber dem Leben, Gott und anderen Menschen werden in unserer Kultur und Zeit leider total unterbewertet zugunsten der Leistung.


Amerika ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und Deutschland das Land der unbegrenzten Vorschriften.


Wir beklagen uns zu Recht über steigende Lebenshaltungskosten, Steuern und Abgaben – aber wir vergessen dabei, daß es Milliarden Menschen gibt, die furchtbar gerne mit uns tauschen würden.


In Haiti sprach ich vor Jahren mit einem Einheimischen u.a. über Deutschland. Um zu verdeutlichen, daß bei uns auch nicht das Gold auf der Straße liegt, sagte ich: “Immerhin haben wir 8% Arbeitslose!” und meinte, ihn damit zu beeindrucken. Aber der konterte: “Heißt das, daß bei Euch 92% der Leute Arbeit haben?”


Wenn das Lob, das du mir aussprechen willst, nur die Verpackung ist für deine Kritik, dann behalte dein Lob und gib mir nur die Kritik.


Lügen haben kurze Beine – manchmal aber auch lange, schlanke, ansehnliche.


Light-Version der Goldenen Regel: Was du nicht willst, daß man dir tu, daß laß am besten gar nicht zu.


Was Jesus Christus für uns am Kreuz getan hat, reicht absolut aus, damit Gott uns annehmen kann. Wer meint, etwas dazu beitragen zu müssen, der gleicht einem Menschen, der mit einem Fingerhut Wasser ins Meer füllt, damit es nicht austrocknet.


Eine Gesellschaft bzw. (Un-)Kultur, die die Jugend vergöttert und das Alter verachtet, die jährlich Tausende ungeborener Kinder straffrei und krankenkassenfinanziert im Mutterleib töten läßt, die durch ihre Schamlosigkeit die Würde der Frau mit Füßen tritt und in der Gott allenfalls noch eine kleine Nebenrolle spielen darf, ist dem Untergang geweiht und hat auch nichts anderes verdient, solange sie nicht umkehrt. Es ist völlig überflüssig, daß Extremisten versuchen, sie zu vernichten, weil sie sich selbst zerstört.


Sage mir, was dich ärgert, und ich sage dir, wer du bist.


Die meisten Menschen sorgen für alles Mögliche vor: für Krankheiten, Arbeitslosigkeit und Alter, für den Urlaub und sogar für die Kosten ihrer Beerdigung, aber nicht für die Ewigkeit.


Beim Festmahl unserer Existenz ist dieses Leben nur die Vorspeise – ein armer Tropf, wer glaubt, danach komme nichts mehr!


In Anbetracht der Tatsache, daß z.B. Selbstmordattentäter meinen, sich durch den Tod dem gerechten Gericht entziehen zu können, hat die schreckliche Realität der Hölle etwas Tröstliches.


Ich habe keine Visionen; andernfalls würde ich zum Arzt gehen.


Das Verb “sich ärgern” ist reflexiv; das bedeutet, daß man nicht nur Objekt, sondern auch Subjekt seines Ärgers ist. In unerfreulichen Situationen ist diese Emotion also nicht unvermeidbar, sondern man kann sich auch dagegen entscheiden. Das gilt ebenso für die Freude: Sie ist (fast) jederzeit möglich, wenn man offene Augen hat für all das Gute und Schöne in seinem Leben.


Wer denkt, der dankt!


Wenn Politiker sagen: “Wir müssen den Gürtel enger schnallen,” dann meinen sie das wirklich ernst – allerdings denken sie dabei an den der Steuerzahler.


Daß bei den meisten Debatten im Bundestag und in den Landtagen die große Mehrheit der Abgeordneten durch Abwesenheit glänzt, signalisiert, daß sie das “Hohe Haus” nicht wirklich ernst nehmen – und dann wundern sie sich über die Politikverdrossenheit der Bürger.


Es ist schon lange nicht mehr politisch korrekt, z.B. von Bürgern, Wählern oder Politikern zu sprechen; das unterschlägt angeblich die Tatsache, daß diese Personengruppen nicht nur aus Männern, sondern auch aus Frauen besteht. Also sind es Bürgerinnen und Bürger, Wählerinnen und Wähler, Politikerinnen und Politiker. Seltsam ist nur, daß z.B. bei Mördern, Spinnern oder Idioten die zusätzliche weibliche Form meist nicht erwähnt wird, und niemand fühlt sich diskriminiert.


Die “Moderne Theologie” ist überhaupt nicht modern: schon die Schlange im Paradies hat gefragt: “Sollte Gott gesagt haben?”


“Es kommt nicht darauf an, was man glaubt, sondern daß man glaubt” – das ist das Credo des postmodernen Menschen. Schön und gut, aber wenn jemand eine Straßenlaterne für einen Apfelbaum hält, wird er von der Ernte sehr enttäuscht sein.


Wenn es nicht eine Wahrheit gibt, sondern nur deine Wahrheit und meine Wahrheit, die einander widersprechen dürfen und dennoch gleichermaßen gelten – warum paßt dann auch im Zeitalter der Postmoderne zu einem Dreizehnerbolzen nur ein Dreizehnerschlüssel, nicht aber z.B. ein Zehner oder Siebzehner?


Den möchte ich mal sehen, der demütiger ist als ich!


Wer nicht hören will, braucht Ohrstöpsel.


Wer den Kopf in den Sand steckt, der sieht nichts mehr – auch nicht, wie lächerlich er sich damit macht.


Der ach so aufgeklärte Zeitgenosse ist ein wandelnder Widerspruch: den allmächtigen, heiligen Gott fürchtet er nicht, sondern die Zahl 13, schwarze Katzen, die ihm über den Weg laufen, zerbrochene Spiegel und andere lächerliche Dinge.


Wo kämen wir überall hin, wenn nicht immer jemand sagen würde: “Wo kämen wir denn da hin?”


Leider sind längst nicht alle Besserverdiener auch Mehrbekommer – und umgekehrt.


Im Himmel Gott loben mit den Heiligen droben – welch Wonne im ewigen Lichte! Hier unten auskommen mit irdischen Frommen – das ist eine andere Geschichte.


Mein Zwölf-Punkte-Fitneßprogramm: auf den Busch klopfen, Gedankensprünge machen, im Internet surfen, Leute auf den Arm nehmen, sie durch den Kakao ziehen oder sie ausquetschen, auf den Putz hauen, mit dem Kopf schütteln, ein Auge zudrücken, die Augenbrauen hochziehen, mit der Wimper zucken und die Nase rümpfen.


Wir leben in der Zeit der Euphemismen: aus Unkraut hat man Wildkräuter gemacht, aus Müll Wertstoffe, aus wirtschaftlicher Stagnation Nullwachstum usw. Genausogut könnte man frische Kuhfladen eintüten und mit roten Schleifen versehen – sie bleiben, was sie sind: stinkende Fäkalien.


Die ständig zunehmende Überflutung der deutschen Sprache mit Anglizismen verhunzt leider nicht nur unsere Muttersprache, sondern auch die englische, weil selbst Rundfunk- und Fernsehmoderatoren viele englische Wörter falsch aussprechen. Meistens nervt das, aber manchmal ist es sogar lustig, wenn z.B. aus der Love Parade eine Laugh Parade wird oder aus der endlosen Geschichte mit der Firma Toll Collect ein Stück aus dem Tollhaus.


Manche Leute schreiben ihre Biografie ins Beschwerdebuch.


Gott loszuwerden ist unmöglich; man wird nur gottlos dabei.


Der einzige Mensch, der je wirklich von Gott verlassen gewesen ist, war Jesus Christus am Kreuz.


Nicht die Nägel haben Jesus am Kreuz festgehalten, sondern seine unermeßlich große und tiefe Liebe zu uns.


Die schlimmste Strafe, die Gott einem Menschen antun könnte, wäre, untätig zuzusehen, wie er seinen eigenen, falschen Weg bis zum bitteren Ende geht.


Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten, und dennoch ist es schwerer.


Wer ihm angetanes Unrecht nicht vergeben will, schadet damit vor allem sich selbst.


Gott ist so gnädig, daß er selbst Atheisten die Kraft gibt, zu sagen: “Es gibt keinen Gott!” Aber er tut es sicherlich mit einem Schmunzeln.


Realistische Version eines Werbeslogans eines schwedischen Möbelhauses: Schraubst du noch, oder wohnst du schon?


Ist das Bier in der Kanne, ist der Geist im Manne. Ist das Bier im Manne, ist der Geist in der Kanne.


Eine Enttäuschung ist auch etwas Gutes, weil sie uns von einer Täuschung befreit.


Die unübersehbaren »Frauenparkplatz«-Schilder in Parkhäusern werden von den Kunden einfach ignoriert: Sie stellen trotzdem ihre Autos dort ab und nicht ihre Frauen.


Kinder und Haustiere finden mit schlafwandlerischer Sicherheit die Stelle im Haus, an der sie am meisten im Weg sind.


Wer zuletzt lacht, hat den Witz als letzter verstanden.


Wer zu früh kommt, den bestraft das Leben damit, daß er auf die anderen warten muß.


Wer andern eine Grube gräbt, wird dafür bezahlt – wenn er von Beruf Totengräber ist.


“An apple a day keeps the doctor away” (Ein Apfel pro Tag hält den Arzt fern) sagte man früher. Den Apfel kann man heute einsparen, weil die meisten Mediziner eh keine Hausbesuche mehr machen – auch ein Beitrag zur Kostensenkung im Gesundheitssystem!


Kleine Kinder haben eine andere Anatomie: sie “sehen” mit den Fingern und verstehen mit dem Po.


Lachen ist die beste Medizin – merkwürdig, daß es immer noch nicht verschreibungs- und zuzahlungspflichtig ist!


Auf Autobahnen trifft man oft auf eine seltsame Spezies Verkehrsteilnehmer. Auf freier Strecke fahren sie ein eher gemütliches Tempo. Kommt dann eine Baustelle mit Tempolimit, dann zischen sie an den Autos vorbei, von denen sie gerade überholt worden sind. Nach der Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung fahren sie wieder wie vorher. Der Grund dieser kurzen, aber heftigen Anfälle von Eile bei ansonsten gemächlicher Fahrweise: Weil es in Autobahnbaustellen zu besonders vielen Unfällen kommt, wollen sie da schnell durch, bevor etwas passiert.


Findest du mal ein leeres Taxi, sitzt wieder einer drin.


Was lange währt, wird deshalb nicht unbedingt gut.


Drei Dinge kann ich mir nicht merken: das erste sind Namen, das zweite Gesichter, und das dritte habe ich vergessen.


Der Tod ist nicht der Schlußpunkt unseres Lebens, sondern höchstens ein Semikolon.


Kaum etwas fehlt den heutigen westlichen Menschen so sehr wie die Stille. Unbewußt sehnen sie sich danach, aber gleichzeitig meiden sie sie, weil sie sie nicht ertragen können – man kommt sonst zu sehr ins Nachdenken über unangenehme Dinge wie seine Schuld oder seinen Tod.


“Aber wir lieben uns doch!” – so wird Ehebruch oft gerechtfertigt. Wenn man seinen Ehepartner betrügt und das Treueversprechen bricht, dann ist das nicht Liebe, sondern Egoismus, Rücksichtslosigkeit und Gemeinheit. Die Frage “Kann denn Liebe Sünde sein?” ist falsch gestellt; umgekehrt wird ein Schuh daraus: “Kann denn Sünde Liebe sein?”


“Für eine Nacht voller Seligkeit, da geb ich alles hin” – das ist ein schrecklich hoher Preis, wenn dies zwei Menschen tun, die jeweils mit anderen Partnern verheiratet sind. Sie zerstören zwei Ehen, und sie brechen zwei Ehepartnern das Herz sowie den Kindern, soweit vorhanden. Ist es das etwa wert?


Es ist nicht schlimm, wenn man versehentlich einmal einen Fehler macht. Schlimm ist, wenn man aus Angst vor Fehlern überhaupt nichts tut.


Wenn die Frau die Hosen anhat, ist der Grund dafür meistens, daß der Mann sie sich nicht anziehen will.


Es gibt mitten in der Zivilisation immer noch Millionen unerforschter Gebiete: die unergründlichen Tiefen von Damenhandtaschen.


Jeder Mensch hat einen Sprung in der Schüssel; lediglich die Art, Größe und Auswirkungen variieren.


Pessimisten können allenfalls angenehm überrascht werden, weil sie immer mit dem Schlimmsten rechnen, Optimisten dagegen überhaupt nicht, weil sie Negatives gar nicht wahrnehmen.


Schlimmer geht’s immer.


Dies ist keine vollständige liste der zitate von ©-Detlev-Fleischhammel. Zitate anderer autoren sind ebenfalls verfügbar.