Dr Hermann Josef Abs

Das Agitieren mit Halbwahrheiten wird immer mehr zur Methode.


Der unmittelbare Zusammenhang zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit ist nur für einen Politiker schnell zu erkennen.


Die Mächtigen unserer Zeit sind diejenigen, die das Geschäft der Gremienmanipulation am besten beherrschen.


Die Statistik ist wie eine Laterne im Hafen, sie dient dem betrunkenen Seemann mehr zum Halt als zur Erleuchtung.


Die Wirtschaft wird an ihren Leistungen für die Gesellschaft gemessen.


Die Zukunft ist auch nicht mehr was sie war.


Einen Aufsichtsrat haften zu lassen ist schwieriger, als eine Sau am eingeseiften Schwanz festzuhalten.


Es läßt sich nicht leugnen, daß die Inflation zu etwas geworden ist, was man im Sport einen Angstgegner nennt.


Finanzminister und Bankiers haben eines gemeinsam: Sie leben von anderer Leute Geld. Die Bankiers haben nur die unangnehme Aufgabe, es wieder zurückzuzahlen.


Geben Sie mir eine gute Regierung, und wir haben eine gesunde Börse!


Gewinn ist so notwendig wie die Luft zum Atmen, aber es wäre schlimm, wenn wir nur wirtschaften würden, um Gewinn zu machen, wie es schlimm wäre, wenn wir nur leben würden, um zu atmen.


Grundsätzlich laufen im allgemeinen Verhandlungen mit jemand, der nicht zuständig ist, leichter, als mit jemand, der zuständig ist.


Ich habe mit meinen Wirtschaftsprognosen stets Recht behalten, und zwar durch ein einfaches Rezept: Ich habe nie welche gemacht.


Ich heiße Abs. Ich kann über die Gegenwart nichts sagen, meine Vergangenheit ist Ihnen bekannt.


Inflationen sind wie Diktaturen. Wenn sie erst einmal an der Macht sind, wird es um so schwieriger, gegen sie anzukämpfen.


Keiner sollte ein Land zu regieren wagen, der es nicht für einige Zeit von außen gesehen hat.


Leider muß aber gesagt werden, daß die Inflation für viele Politiker – aber nicht nur für diese – das zu sein scheint, was man im Sport einen "Angstgegner" nennt; ein Gegner nämlich, an den man sich angesichts seiner vermeintlichen Kraft nur zögernd und nur halben Mutes heranwagt.


Über die Währungen anderer Länder pflegte ich ebenso ungern zu sprechen wie über die Frauen meiner Freunde.


Unsere Sparer sind dumm und unverschämt. Dumm sind sie, weil sie uns ihr Geld geben. Unverschämt sind sie, weil sie dafür Zinsen hab en wollen.


Von flexiblen Wechselkursen halte ich so wenig wie von verrückbaren Feigenblättern.


Wenn die Männer, die uns nach Abschluß einer Konferenz in den Mantel helfen, plötzlich die Führung der Bank übernehmen müßten, gingen die Geschäfte fünf Jahre lang so weiter wie bisher. Aber danach würde man uns vermissen.


Wenn ein Unternehmer nicht bereit ist zu kämpfen, verdient er es unterzugehen.


Wer im Rolls-Royce durch Frankfurt fährt, kriegt von mir keinen Pfennig Kredit.


Wer keine Feinde hat, hat auch keine Freunde.


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