Elie Wiesel

Alles, was uns geschieht, kann der ganzen Menschheit geschehen.


Auch die Furcht, die Angst, die Traurigkeit können zu Gott führen.


Das Gegenteil von Liebe ist nicht Haß, sondern Gleichgültigkeit.


Der Krieg amüsiert sich. Er wirft die Gesetze über den Haufen, schüttelt die Bäume und sagt zu den Menschen: seht zu, wie ihr zurechtkommt. Von einem Tag auf den anderen sind die Kinder älter als ihre Eltern, er sagt zu den einen wie den anderen: los, blickt einander gut in die Augen, und wir werden sehen, was geschieht! Nichts geschieht, denn Väter und Söhne begnügen sich damit, einander zu mustern und sterben, ohne das Spiel zu verstehen, an dem sie teilgenommen haben. Dann lacht der Krieg.


Die einzige Macht, nach der ein Mensch streben sollte, ist die, die er über sich selbst ausübt.


Die wahren Freunde erkennt man im Glück, denn nur sie sind nicht eifersüchtig, wenn ihr euch freut.


Ein Recht gestehe ich keinem zu: das auf Gleichgültigkeit.


Es gibt Siege des Geistes und der Seele. Manchmal gewinnt man, auch wenn man verliert.


Für einen Ungläubigen stellt sich das Problem natürlich nicht. Deshalb scheint uns das Drama des Gläubigen beklemmender und seine Erschütterung tiefer zu sein.


Gleichgültigkeit gegenüber der Angst des anderen ist verbrecherisch, da sie dessen Angst nur weiter verstärkt. Im äußersten Fall zehrt die Gleichgültigkeit ihr Subjekt wie auch ihr Objekt auf.


Gott ist Gott, und der Mensch ist nur sein Werkzeug, aber Gott braucht den Menschen, um sich zu offenbaren, ebenso wie der Mensch Gott braucht, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen.


Jeder Mensch, der sich für Gott hält, tötet am Ende Menschen.


Jeder Tod hinterläßt eine Schürfwunde, und jedes Mal, wenn ein Kind vor Freude lacht, vernarbt sie.


Man muß vom Menschen alles verlangen, wozu er fähig ist, und ihn dabei doch so akzeptieren, wie er ist.


Man muss Partei ergreifen. Neutralität hilft dem Unterdrücker, niemals dem Opfer, Stillschweigen bestärkt den Peiniger, niemals den Gepeinigten.


Nur in der jüdischen Tradition ist es dem einzelnen Menschen erlaubt, sich gegen den Himmel zu erheben.


The only power to which man should aspire is that which he exercises over himself.


There are victories of the soul and spirit. Sometimes, even if you lose, you win.


Von einem Menschen, der so ist wie ich, kann ich nichts lernen.


Wenn man zu einem Menschen oder zu einer Gruppe von Menschen gerecht ist, ist man es zu allen.


When the king retires at night his crown rests on a nail fastened to the wall. Why, on a nail, which is nothing but a common object? Why not on a minister's head? Because the minister might take himself seriously and believe he is the king. No such danger with a nail.


Wo soll ich beginnen? Die Welt ist so groß. Ich werde also mit dem Land beginnen, das ich am besten kenne, mit meinem eigenen. Aber mein Land ist so groß. Ich fange doch lieber mit meiner Stadt an. Aber meine Stadt ist so groß. Am besten beginne ich mit meiner Straße. Nein, mit meinem Haus. Nein, mit meiner Familie. Ach was, ich beginne bei mir.


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