Ellen Zaroban

Verdammt! Verdammt! Spürst du nicht, daß ich mich nach dir sehne? Da ist mehr als Sympathie, das mußt du doch fühlen! Du machst mir Komplimente, strahlst mich an. – Ist das alles nur Mittel zum Zweck? Ich liebe dich, verdammt noch mal! Komm und küß mich, halt mich fest! Laß mich in deinen blauen Augen versinken! Wenn ich deinen fordernden Blicken nicht mehr standhalten kann, werde ich die Augen schließen und deine Nähe genießen. Ich träum schon wieder… Verdammt! Spürst du nicht …


Weihnachtsstreß Advent, Advent Ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier – Um Himmels Willen, wer hilft jetzt mir? Der Baum, er brennt schon lichterloh. Ich werd‘ des Lebens nicht mehr froh. Was soll nur die Familie denken? Jetzt wird mir keiner mehr was schneken. Dabei freue ich mich schon so sehr auf … + … + … und noch viel mehr. Vor allem Glück auf dieser Welt und daß die Familie zusammenhält, erhoffte ich mir dieses Jahr. Doch nun steht vor mir die Gefahr. Warum nur kann ich mich nicht regen? Starr schau ich zu – ohne mich zu bewegen! Ein Schrei erstickt in meiner Kehle und sanft entschwindet meine Seele. Doch plötzlich – ich bin wach – und glaub‘ es kaum: Der Spuk war alles nur ein Traum!


Ein Jahr neigt sich dem Ende. Weihnachtsengel zieren Wände, Fenster und Tisch. Es riecht noch ganz frisch nach Lebkuchen und Stolle. Wo bleibt nur Frau Holle mit dem schönen weichen Schnee oder wenigstens einem zugefrorenen See? Wir lassen uns von ihr überraschen; verkürzen uns die Zeit mit Naschen, Backen, Basteln und Singen. Was wird der Weihnachtsmann wohl bringen? Kommt er mit Fahrrad, Auto, Schlitten? Oder gar nich? Wir werden ihn bitten, daß er uns wieder eine Freude macht bevor das neue Jahr erwacht.


Kleine grüne Tanne Kleine grüne Tanne; erstrahlst im Lichterkleid mit schneebedeckten Zweigen zur sel’gen Weihnachtszeit. Bring Hoffnung, Glück und Friede in jedes Herz hinein! Die Engel schau’n herab auf deiner Kerzen Schein. Die Sterne funkeln hell und klar, sie schicken uns einen Traum; durch dich wird er ganz schön und warm. Hab Dank, mein Weihnachtsbaum!


Gedanken zum Jahreswechsel Die Zeit – eine Ewigkeit; ein Augenblick. Ich schau’ zurück. Vergeudete Stunden, verlorene Schätze; vergessen die guten Vorsätze vom letzten Jahr. Ich bin ein Narr. Die Welt können wir nicht ändern; nur – während wir auf ihr schlendern – für uns selbst schöner machen, Freunde suchen zum Leben und Lachen. Zum Lieben?! Allein sitz’ ich hier; meine Gedanken schweifen zu dir. Ich betrachte dein Foto in meinem Zimmer. Du fehlst mir noch immer.


Im grünen Grase liegt stumm ein Hase. Seine Ohren sind abgeklappt. Fast denk‘ ich, er ist eingeschnappt. Auf einmal wird er munter, schau! Und hoppst zur Osterhasenfrau.


Schnupp, schnupp, Schnuppelnase. Ist das dort der Osterhase? Einen Korb mit Eiern trägt er. Unter viele Büsche legt er sie ganz geschwind für jedes Kind. Verziert mit Punkten, Strichen, Streifen hat er sie – sogar mit Schleifen festgebunden an dem Strauch; eins für mich – und für dich auch. Häschen, du bist wunderbar. Danke! Bis zum nächsten Jahr.


Liebe Mutti! Hab Dank für alles, was du im Fall eines Falles für uns getan hast und tun würdest, womit du dir oft eine Last aufbürdest – doch außer Last auch Freude und Glück. Von letzterem wünsch ich dir ein großes Stück zu jeder Zeit. Ich bin bereit, dem Zufall dabei behilflich zu sein, sind meine Möglichkeiten auch ziemlich klein. Doch gerade die kleinen Dinge im Leben können einem viel Freude geben. Ein Lächeln, Strahlen, ein glücklicher Blick spiegeln die Sonne ins Herz dir zurück. Wie schwer das Leben oft genug ist, weiß auch ich gut. Doch bleib Optimist! Alles Liebe und Gute zum Muttertag.


Der Turm Es jagte einst ein großer Sturm laut brausend um den Glockenturm, fegte hier alle Straßen leer. Vor dem Tore tanzte ein Bär. Ein Festtag sollte heute sein; Jubel, Trubel für Groß und Klein. „Hilfe, Hilfe!“ rief da ein Kind, „Er bläst mich fort, der böse Wind.“ Doch der Bär pustete zurück, da war der Sturm fort, welch ein Glück. Die Feier konnt’ endlich starten, der Turm mocht’ länger nicht warten. Seiner Glocken Schlag, hell und klar, läutete ein das Neue Jahr.


Rote Morgensonne Glutroter Feuerball verdeckt, hinter Wolken dann wieder frei; kann die Augen kaum von dir lassen. Seh ich in deine Glut, schwebe ich fast. Und in der Nacht träum‘ ich dann, ich könnt‘ nach den Sternen fassen.


Briefe an ein Ungeborenes Zwei Herzen Ein Baby soll geboren werden, ein neuer Bürger hier auf Erden. Dies ist meine kleine Welt, die eine Unrast in mir hält. Ich schwanke zwischen wollen und müssen, sehne mich nach Umarmung und Küssen; doch da ist nur der dicke Bauch. Streichle ich halt dich, das geht auch. Entzückt drehst du den Pops zur Hand. Ich spüre, uns verbindet ein Band. Plötzlich ist da nur noch wollen! Ich bin so dick, kann kaum noch rollen. Du machst stets ein Geheimnis draus, ob du ein Bub wirst oder ‘ne Maus. Langsam ist es mir egal, nur dich in mir wird zur Qual. Die Menschen spielen langsam verrückt, als wäre ihnen ein großer Streich geglückt. Ich will die Einheit Deutschlands nicht, denn das bedeutet vor allem Verzicht!


Briefe an ein Ungeborenes Das Leben in mir Leben in mir – Freude, Ängste, Sorgen. Wann bist du hier, heute noch oder erst morgen? Bist du gesund? Ich hab lauter Fragen, bin kugelrund, möchte dir so vieles sagen. Du machst dir Platz, trittst mitunter kräftig zu. Nur beim Fernsehen, kleiner Spatz, gibst du einigermaßen Ruh’. Faszinierend, kaum zu glauben, bist noch so ein kleiner Wicht, wirst uns bald Schlaf und Nerven rauben; dennoch freuen wir uns auf dich. Ist’s auch egal, ob Maus, ob Sohn, gibt’s doch geheime Wünsche. Nur: Gesundheit wär’ der beste Lohn. Das andere macht Mutter Natur.


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