Ernst Bertram

Betender Zorn wird erhört.


Das Schöne ist am nächsten einer beseligenden Trauer.


Der Gläubige ist der edelste Alchimist: alle Dinge der Welt macht er zu Gott.


Der Kampf ist wahrer als die Versöhnungen.


Die Ehre des Feindes ist deine Ehre.


Die ganze Welt ruht auf einem unausgeplauderten Geheimnis.


Die Gelehrten wissen es jetzt genau, wie es Cäsaren zumute war . . .


Die Schlange weiß immer, an wen sie sich wenden muß, um ein Paradies zu zerstören.


Die Schönheit ergreift am tiefsten die Unseligen . . .


Fromme Fürsten erwarten doch eine Loge im Himmel.


Höflinge sind geübt in lächelnder Verzweiflung.


Im Sieg offenbart sich der Sieger.


Immer wenn wir uns fürchten, verraten wir Gott.


Kinderaugen machen gläubig.


Man sollte sich nie von der Zukunft adoptieren lassen – sie ist eine zu gefährliche Pflegemutter.


Nur die Augenblicke schenken die wahren Offenbarungen. Sie sind die einzigen glaubhaften Sinnbilder der Ewigkeit.


Schönheit ist ein Magnet für den Blitz.


Schweigender Dank ist nicht Undank.


Viele sind unterwegs, sind aber noch keine Wanderer.


Wenn man älter wird, werden die falschen Erfüllungen schmerzlicher als die unerfüllt bleibenden Träume.


Wer da glaubt, daß Justiz und Gerechtigkeit irgend etwas miteinander zu tun hätten, ist ein Knabe. Aber durch solche Knaben erhält sich die Welt.


Wer Korn sät, kann nicht unfromm werden.


Wer schuf denn die Schlange im Paradies?


Wie wird der Robinson unseres Jahrhunderts aussehen? Vielleicht kommt nicht einmal ein "Freitag" darin vor, so einsam wird der Mensch werden.


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