Ernst Dokupil

Das Geld war für mich nie wichtig. Was wirklich zählt, ist die Aufgabe.


Denn sie wissen nicht, was sie tun.


Der Zustand der Mannschaft im Frühjahr 1994 war erschreckend. Die Spieler kamen mir vor wie geprügelte Hunde, die keine Meinung hatten. Sie waren von jahrelanger Erfolglosigkeit gezeichnet.


Ein Spieler geht dorthin, wo es ihm am sympathischsten ist. Und das ist dort, wo es am meisten Geld gibt.


Es ist immer dasselbe. Je näher ein Finale rückt, desto besser wird die eigene Elf beurteilt und umso schlechter die andere.


Ich habe eine sehr hohe Reizschwelle, das kann Ihnen auch meine Frau bestätigen. Es muß schon sehr viel passieren, bis ich einmal explodiere. Ich glaube auch, daß man auf einem sachlich-ruhigen Weg eine Mannschaft ganz emotionslos motivieren kann.


Ich hätte zu Beginn meiner Ära nicht geglaubt, daß ich während des Zweijahresvertrages die Erfolge, die wir jetzt haben, erleben werde. Ich wollte nur eine Mannschaft mit Zukunft aufbauen. Aber das ist Rapid. Wir haben einen kleinen Stein losgetreten, und daraus wurde eine Lawine.


Im Zweifelsfall für die verteidigende Mannschaft. Das ist noch immer eine gängige Anweisung für die Schiedsrichter. Warum?


Jetzt nehme ich die Heugabel und dann wird ausgemistet.


Kartnig hat das Glück, daß er mit Osim und Schilcher zwei Leute hat, die den Klub gut führen. Und er selbst kann halt den Kasperl spielen.


Man braucht zwei neue Geschäftsführer, denen das Präsidium alle Agenden abtritt. Einen für Sport, einen für Sponsoren. Seit Jahren kommen keine Neuen. Als ich mit Stronach kam, war Feuer am Dach. Die Banker wollen das Sagen haben – so hat Rapid keine Zukunft.


Man sollte endlich zur Kenntnis nehmen, daß die österreichische Fußballmeisterschaft viel besser als ihr Ruf ist.


Mein erstes Konzept für Rapid hieß: Wir haben vier gute Spieler, die halten wir. Dazu kaufen wir drei Ausländer für Positionen, die wir nicht besetzen können. So begann alles.


Mit den Funktionären bin ich in den zwei Jahren nie richtig zusammengekracht. Ich bekam die Spieler, die ich wollte, sofern es finanziell machbar war.


Mit fehlendem Glück hat das 0 : 1 gegen die Austria nichts zu tun, wir sind nämlich gar nicht in die Situation gekommen, Pech zu haben.


Rapid hat durch die Bank Austria beste finanzielle Möglichkeiten. Leider wissen die von der Bank eingesetzten Leute mit dem Geld nix anzufangen.


Wir sind in Bereiche vorgedrungen, in denen wir ehrlich gesagt noch nichts verloren haben.


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