Ernst Grissemann

Bacher hat mich in Tirol moderieren gehört und gesagt: "Den möchte ich in Wien haben. Ich weiß zwar noch nicht wozu, aber der klingt ganz gut".


Die Iren haben bei ihrem Songcontest-Sieg 1970 derart g´soffen, daß der Teppichboden, durch den man mit ihrem Hotelzimmer verbunden war, gequatscht hat vor lauter Whisky, den sie verschüttet hatten.


Die Leistungen der Moderatoren gefallen mir mitunter überhaupt nicht. Ich glaube auch, daß mehr Zurückhaltung geübt werden sollte. Ich habe zwar nichts gegen "lockere Sprüche", aber wenn, dann sollten sie wirklich "locker" sein. Im übrigen interessieren mich auch die persönlichen Meinungen der Moderatoren, die sie gerne einbringen, schlicht und einfach nicht. Sie sind lästig.


Ein Sprecher, der die Sprache nicht beherrscht, ist peinlich.


Früher wurde bei den Moderatoren viel mehr Wert auf gute Sprachbewältigung gelegt. Heute sieht und hört man, daß es sehr schwer ist, dieses verlorengegangene Gut wieder in den Griff zu kriegen. Eine Mindestanforderung an Sprechtechnik ist notwendig, anderenfalls löst man beim Zuhörer sogar negative Empfindungen aus.


Ich nutzte meine Macht als Intendant nicht aus. Macht war für mich immer etwas, woraus man "etwas machen" kann.


Ich trainiere meine Stimme heute noch – täglich, eine halbe Stunde. Das sollten auch alle anderen Kollegen tun. Wenn ich 14 Tage nicht üben würde, wären die sprechtechnischen Notwendigkeiten beim Teufel.


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