Franz Karl Ginzkey

Die Kerzen auf dem Christbaum sind nicht dazu da, in die Weite zu strahlen, sie leuchten jedem ins Herz.


Er pochte an manche Herzenstür, / und drinnen rief's: Herein! / Er bat um einen Bissen Brot, / man gab ihm einen Stein. / Und so bekam er Stein auf Stein. / Er trug sie heimatwärts / und baute sich ein Mauerwerk / rings um sein eignes Herz.


Käme doch in die Menschenbrust endlich das Weise-Beständige: Feindschaft ist nur Zeitverlust, Güte das Göttlich-Notwendige.


Von allem, was Verstand geschrieben, / Und war es noch so wunderbar, / Ist auf die Dauer nichts geblieben, / Was nicht vom Herzen bestätigt war.


Wählst du nur die Tat im Kühlen, / Ist kein Licht dir noch begegnet. / Fremdes Leben mitzufühlen, / Dieses ist es, was dich segnet.


Wenn ich meinen Nächsten achte, / Hat es einen tiefen Sinn, / Weil ich nach dem Ganzen trachte, / Dessen Teil ich selber bin.


Wer die Tiere nicht mag, der hat gewiß auch sonst ein kränkliches Verhältnis zum Leben.


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