Hans Christoph Buch

Anscheinend muss noch einige Zeit vergehen, damit die Schriftsteller wieder lernen, auf eigenen Füßen zu gehen, und Literatur produzieren, die Spaß macht, auch ohne von den Soziologen die Genehmigung dafür bekommen zu haben.


Darüber hinaus ist der Narzissmus sozusagen die Berufskrankheit des Schrifstellers, denn wer sich selbst und seine echten und eingebildeten Leiden nicht ständig übermäßig wichtig nimmt, bringt keine Zeile zu Papier.


Das Studium der bürgerlichen Presse ist lehrreich in zweierlei Hinsicht: Es zeigt erstens, wie aus Nachrichten Meinungen gemacht werden, und zweitens, wie aus Meinungen Nachrichten gemacht werden.


Der Hinweis auf Ausbeutung und Unterdrückung in einem Teil der Welt rechtfertigt nicht Ausbeutung und Unterdrückung in einem anderen Teil der Welt.


Die Literatur muss neue Mittel einsetzen, erlaubte und unerlaubte, wenn sie vernehmlich bleiben will in dem Lärm, der um uns herum ständig anschwillt.


Wir können es uns nicht länger leisten, unsere Zukunft den Experten zu überlassen, sonst könnten wir im Jahre 2000 die unangenehme Überraschung erleben, dass tatsächlich die Lichter ausgehen.


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