Heiko Noack

Ein Wunder? Ein kleines Mädchen, wohl sieben Jahr Sitzt traurig im Zimmer und kämmt sich ihr Haar Ihre Eltern sind tot, sie kannte sie kaum Nur manchmal sieht sie sie in ihrem Traum Sie denkt gern zurück, noch vor einem Jahr Kämmte ihr immer Mama das Haar Sie schaut in den Spiegel, der vor ihr steht Und fragt ihn leise wie’s Mama jetzt geht Tränen rinnen ihr übers Gesicht Da erscheint ihr im Spiegel ein helles Licht Ein Engel erscheint und setzt sich zu ihr Sie sagt: “keine Angst, Mama ist hier” Sie nimmt den Kamm und kämmt ihr das Haar Das Mädchen ist glücklich wie vor einem Jahr Vergessen der Kummer für kurze Zeit Seid Weihnachten für ein Wunder bereit!


Die Lebensleiter Immer hoch und immer weiter, klettern wir die Lebensleiter. Der Weg ist schwer, der Weg ist weit, für große Pausen bleibt kaum Zeit. Und aller Mühe noch zur Posse, fehlt hin und wieder eine Sprosse. Und sind wir oben angelangt, vor dem Rückblick es uns bangt. Was haben wir bewegt, erreicht? viel zu wenig? Ja vielleicht. Doch ich der Überzeugung bin, das Leben hatte einen Sinn.


Befehl zum Schweigen Das Wort, es ward verboten mir, von unsrer weisen Herrscherkaste -– und das Schwert liegt friedlich hier, ganz harmlos, als wäre es aus Plaste. Es meuchelt stets nur in der Ferne, kein Schrei erreicht hier unser Ohr – zufrieden schau’n wir in die Sterne, gaukeln uns die Freiheit vor. Die Welt um uns, sie liegt in Scherben, Immer enger wird der Kreis – Wir dulden, dass die Menschen sterben – Für unser Wohl ein hoher Preis. Der König schläft den Schlaf des Beseelten, Still ist es um ihn herum – Denn als dem Schwert die Opfer fehlten, Brachte es die “Freunde” um.


Das Leben ist ein Kerzenlicht, so warm und doch vergänglich Es brennt bei Sturm und Sonnenschein ganz frei und unverfänglich. Geschützt von Liebe, Mut und Hoffnung trotzt es sogar dem Regen So leuchtet es dank deiner Kraft auf allen deinen Wegen. Und wenn dich mal der Mut verläßt und alle Hoffnung schwindet So denk an mich, ich bin dein Freund, der’s mit dir überwindet!


Das große Glück ganz fest im Blick stürzt Du ihm entgegen, während viele kleine “Glücks” tot an Deinen Sohlen kleben.


Zeit ist eine Treppe ohne Anfang und ohne Ende. Manchmal steigen wir hinauf und manchmal auch wieder hinab. Unser Leben ist nur auf wenige Stufen beschränkt, doch wir bestimmen, von welcher Stufe aus unsere Kinder ins Leben starten.


Große Kinderaugen Große Kinderaugen Die mir stets im Traum erscheinen Große Kinderaugen Die meine Seele lassen weinen Große Kinderaugen Lassen mich des Nachts nicht schlafen Große Kinderaugen Wollen mich für ewig strafen Große Kinderaugen Die die Welt nicht mehr verstehen Große Kinderaugen Die mich viel zu selten sehen Große Kinderaugen Die leider viel zu selten lachen Große Kinderaugen Die mich so hilflos machen Große Kinderaugen Fragen: “Sag, hast Du mich noch lieb?” Große Kinderaugen Versetzen meinem Herzen einen Hieb Große Kinderaugen Die von tausend Tränen sind getrübt Große Kinderaugen Wollen nur, daß man sie liebt


Krieg Im Gleichschritt stapft die Hundertschaft Bei jedem Schritt erbebt die Erde Eindrucksvoll der Männer Kraft Siegessichere Gebärde Die Faust umklammert das Gewehr Am Schaft ein Strich für jeden Toten Tränen kennen sie nicht mehr Das Denken ward ihnen verboten Singend ziehn sie in die Schlacht Ein Heer von überzeugten Patrioten Und sie demonstrieren ihre Macht Und spucken auf des Feindes Toten Ein derber Knall und lohend Feuer Splitter jagen durch die Luft Ein todbringendes Ungeheuer Der Feind ist doch ein übler Schuft Blut rinnt aus zerfetzten Leibern Körper kriechen gliederlos im Sand Und mit Geschrei wie das von Weibern Fleht man um des Todes Hand Ihr starken stolzen Patrioten Verstummt ist Euer glorreicher Gesang Ihr seid nunmehr ein Heer von Toten Für Euer Land nicht länger von Belang …


Die Welt liegt Euch zu Füssen Die Sterne tanzen einen Reigen Der Mond scheint heut´ besonders hell Weil zwei Herzen zum Himmel aufsteigen Die Zeit vergeht heut´ viel zu schnell Der Sonnenaufgang gehört Euch beiden Die Natur breitet einen Rosenteppich aus Das Leben kann Euch heut’ gut leiden Drum geht hinaus und macht was draus Die Vögel singen ihre Lieder Heute ganz allein, nur für Euch zwei Jeder Baum neigt sich hernieder Alle Tiere eilen zum Gruße herbei Umringt von tausend bunten Schmetterlingen Steht Ihr zwei heute im Zentrum aller Zeit Und wenn dann tausend Engel singen Seid Ihr zum Ringetausch bereit Wenn sich Eure Lippen zum Kusse vereinen Und die Welt im Takt der Liebe schwingt Wird der Himmel goldene Tränen weinen Während Ihr im Rausch der Lust versinkt


Eine Beziehung ist ein Geben und Nehmen, nicht ein Geben und Hinnehmen.


Glück ist wie eine reife Traube, süß und wohlschmeckend. Doch das Leben ist ein Salat voller bitterer Früchte. Nur wahre Feinschmecker können die wenigen Trauben finden und genießen.


Ein Wort aus dem Verborgenen, gehört von denen, die es verstehen, kann mehr bewirken als ein laut gesprochener Satz, gehört von denen, die nicht verstehen wollen.


Weisheit ist die Fähigkeit, die Gedanken aller Menschen nachvollziehen zu können, seine eigenen Gedanken einer großen Mehrheit verständlich zu machen, und bei dem Versuch, beides zu tun, nicht verrückt zu werden. Dummheit ist, zu glauben, daß man dies tatsächlich könnte…


Manchmal ist es besser, stehen zu bleiben, sich überholen zu lassen, und sei es nur, um zu erkennen, daß es Leute gibt, deren Arsch noch dicker ist als der eigene. So kann eine Rast auch Zufriedenheit bringen, die man im Gleichschritt der Gesellschaft nicht erlangt hätte.


Der Herr ist mein Hirte, aber er kann wohl mit einem Esel nicht umgehen.


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