Herbert Riehl Heyse

Auf kurze Sicht kann man sehr gut verdienen mit Produkten, deren Verbraucher keine Nebensätze schätzen und denen überhaubt immer weniger gedankliche Anstrengung zugemutet wird. Auf lange Sicht könnte es sein, daß man sich so ein Publikum und die nächste Generation eines Publikums erzieht, das nicht mehr weiß, was eine anspruchsvolle Tageszeitung sein könnte.


Ausländerfeindlichkeit ist die andere Seite einer tiefsitzenden Inländerfeindlichkeit.


Bald braucht niemand mehr eine gewöhnliche Landkarte, sondern Zeitkarten.


Es könnte sein, daß die schlauesten Geschäftsleute unter den Verlegern nicht gleichzeitig die klügsten sind. Die klügsten werden versuchen, ihre Produkte immer besser zu machen. Und sie werden damit Erfolg haben.


Es wäre die Übereinkunft nützlich, daß der regelmäßige Verzehr von fünf Litern Bier einen Jungen nicht zum Mann macht, sondern zum Alkoholiker.


Ich glaube nicht, daß es der Qualität von Printmedien oder anderen Medien auf die Dauer gut tun kann, wenn sie am Ende alle unter dem Dach eines einzigen großen Unternehmers erscheinen würden.


Qualität braucht Konkurrenz, braucht zumindest völlige Unabhängigkeit.


Wenn man Medien alleine nach dem Prinzip der Gewinnnmaximierung betreibt und dabei auf die berühmten Synergieeffekte schaut, dann wird man irgendwann von den Salzburger Festspielen oder dem österreichischen Länderspiel auf den Färöer-Inseln aus der Feder eines einzigen Sportkorrespondenten unterrichtet, der sich keine Mühe mehr geben muß.


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