Hoffnung

“Alle menschliche Weisheit liegt in den zwei Worten »Harren und Hoffen!«” – Alexandre Dumas d.Ä., Der Graf von Monte Christo. Bearbeitet von Rose Gerlach. Verlag der Schiller-Buchhandlung. gutenberg.de


“Das Warten ist die grausamste Vermengung von Hoffnung und Verzweiflung, durch die eine Seele gefoltert werden kann.” – Sully Prudhomme, Intimes Tagebuch


“Denn überall, wo größere Hoffnungen sind, da findet auch heftigerer Neid statt, gefährlicherer Hass und heimtückischere Eifersucht.” – Lukian von Samosata, Von der Verleumdung, 10


“Die Tätigkeit ist eine Folge verzweifelter Handlungen, welche erlauben, die Hoffnung zu bewahren.” – Georges Braque, Der Tag und die Nacht


“Geben und nehmen kann uns das Glück, was wir hoffen und lieben; aber die Hoffnung beherrscht, so wie die Liebe, das Glück.” – Friedrich Ludewig Bouterweck, Sinnsprüche


“Man darf den Führern nicht zu sehr vertrauen, dagegen sollte die Jugend unsere Hoffnung sein.” – Knut Hamsun, Neue Erde


“Man kann sich heute nicht in Gesellschaft um Deutschland bemühen; man muß es einsam tun wie ein Mensch, der mit seinem Buschmesser im Urwald Bresche schlägt und den nur die Hoffnung erhält, daß irgendwo im Dickicht andere an der gleichen Arbeit sind.” – Ernst Jünger, Das abenteuerliche Herz


“Man verbringt die eine Hälfte des Lebens damit, sich das Glück zu erhoffen, und die andere, eine Hoffnung zu vermissen.” – Théodore Jouffroy, Das grüne Heft


“Niemals und unter keinen Bedingungen dürfen wir verzweifeln. Zu hoffen und zu handeln, das ist unsere Pflicht im Unglück. Tatenlose Verzweiflung bedeutet so viel wie die Pflicht vergessen und sich ihr entziehen.” – Boris Pasternak, Doktor Schiwago


“Raube dem Pilger die Hoffnung, an sein Ziel zu gelangen, und die Kräfte des Wanderers brechen zusammen.” – Wilhelm von Saint-Thierry (Speculum fidei, 12. Jh.)


“Und hier, wie dort, die Hoffnungssterne glimmen; bis du wirst drin den Tag der Heimkehr schauen kannst du derweil zum Sieg die Saiten stimmen. Mich dünkt, du wirst darüber nicht ergrauen!” – Gottfried Keller. Gedicht Nr. 305 d. 21_t. Dezember. An Freiligrath, bei seinem Eintritt in die Schweiz. Schreibbücher / Nachlass (Hs).


“Was wäre das Leben ohne Hoffnung? Ein Funke, der aus der Kohle springt und verlischt.” – Friedrich Hölderlin, Hyperion


“Wer diese Hoffnung gab verloren und böslich sie verloren gab, der wäre besser ungeboren, und ihm gebührt kein Menschengrab!” – Gottfried Keller Gedicht Nr. 172 Sept. Es gehet eine schöne Sage. Schreibbücher / Nachlass (Hs).


“Wir wollen in der Freude nicht der Gottesfurcht vergessen und im Leid die Hoffnung niemals aufgeben.” – Gregor von Nazianz, Reden


“Wirklich glaubte ich, ungetrübtes Glück sorglos immer zu haben: Seht, die Hoffnung täuschte mich.” – Hartmann von Aue, Iwein


“Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, am größten jedoch unter ihnen ist die Liebe.” – Paulus, 1. Korinther 13,13


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