Horst Wolfram Geißler

Die Heimat ist nie schöner, als wenn man in der Fremde von ihr spricht.


Die Weltgeschichte ist ein imposanter und überaus verwickelter Apparat, nur leider falsch konstruiert. Er schlägt mit riesigen Pleueln um sich, zahllose Räder sausen und dröhnen, die Erde hört nicht auf, unter soviel Anstrengung ängstlich zu beben. Und was kommt dabei heraus? Nichts. Der einzelne kann vielleicht glücklich sein. Die Menschheit? Niemals.


Hätte der König Augias nicht einen Weltrekord an Schlamperei aufgestellt in der Kunst, einen Kuhstall verdrecken zu lassen – niemand mehr dächte an ihn. So jedoch merken sich alle Schulkinder der Welt seinen Namen. Was aber wird aus denen, die ihren Kuhstall brav sauberhalten?


Immer wird es Menschen geben, die mit der Leidenschaftlichkeit großer Herzen in die Weltgeschichte eingreifen; aber dabei das eigene Glück nicht zu vergessen – mag es auch seltsam genug erscheinen – dazu sind vielleicht nur Frauen fähig.


Lieber ein Narr und glücklich, als ein weiser Mann und unglücklich.


Manche Leute tragen ihre Nase nur deshalb so hoch, weil ihnen das Wasser bis dort hin steht.


Wenn dem Menschen am Ende seines Lebens ein Lächeln übrig bleibt, so ist das ein anständiger Reingewinn.


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