Johann Christoph Friedrich von Schiller

Leben und leben lassen.


Warum plagen wir einer den andern? Das Leben zerrinnt, und es versammelt uns nur einmal wie heute die Zeit.


Die Belohnung Was belohnet den Meister? Der zart antwortende Nachklang Und der reine Reflex aus der begegnenden Brust.


Aufgabe Keiner sei gleich dem andern, doch gleich sei jeder dem Höchsten. Wie das zu machen? Es sei jeder vollendet in sich.


Aber der Krieg auch hat seine Ehre, der Beweger des Menschengeschicks.


Ein edles Beispiel macht die schweren Taten leicht.


Aller Dinge Gehalt, er wird durch dich nur entschieden, Leise Gottheit; auch mich richtest du, richte gelind.


Manch verwandtes Gemüt treibt mit mir im Strom des Jahrhunderts. Aber der Strom zerrinnt und wir erkannten uns nicht.


Empiriker Daß ihr den sichersten Pfad gewählt, wer möchte das leugnen? Aber ihr tappet nur blind auf dem gebahntesten Pfad.


Wahl Kannst du nicht allen gefallen durch deine Tat und dein Kunstwerk, Mach es wenigen recht; vielen gefallen ist schlimm.


Dichtungskraft Daß dein Leben Gestalt, dein Gedanke Leben gewinne, Laß die belebende Kraft stets auch die bildende sein.


Das eigene Ideal Allen gehört, was du denkst, dein eigen ist nur, was du fühlest, Soll er dein Eigentum sein, fühle den Gott, den du denkst.


Das eben ist der Fluch der bösen Tat, Daß sie, fortzeugend, immer Böses muß gebären.


Dem Mann kann geholfen werden.


Der Dilettant nimmt das Dunkle für das Tiefe, das Wilde für das Kräftige, das Unbestimmte für das Unendliche, das Sinnlose für das Übersinnliche.


Was sind Hoffnungen, was sind Entwürfe, Die der Mensch, der vergängliche, baut?


Die rasche Vollstreckung an das Urteil anzuheften, ziemt nur dem unveränderlichen Gott.


Die Sterne lügen nicht.


Erde mag zurück in Erde stäuben, fliegt der Geist doch aus dem morschen Haus. Seine Asche mag der Sturmwind treiben, seine Liebe dauert ewig aus.


Freiheit kann man einem zwar lassen, aber nicht geben.


Unterschied der Stände Adel ist auch in der sittlichen Welt. Gemeine Naturen Zahlen mit dem, was sie tun, edle mit dem, was sie sind.


Gewalt gegen Gewalt lehne ich ab.


Kunst ist die rechte Hand der Natur. Diese hat nur Geschöpfe, jene hat Menschen gemacht.


Meine Freude ist so groß, daß sie vom Kummer Tränen borgt, sich zu entladen.


Um das Roß des Reiters schweben, Um das Schiff die Sorgen her. Morgen können wir’s nicht mehr, Darum laßt uns heute leben!


Nur der Irrtum ist das Leben, und das Wissen ist der Tod.


Rasch tritt der Tod den Menschen an, es ist ihm keine Frist gegeben; es stürzt ihn mitten aus der Bahn, es reißt ihn fort vom vollen Leben. Bereitet oder nicht, zu gehn, er muß vor seinen Richter stehen!


Suchst du das Höchste, das Größte? Die Pflanze kann es dich lehren. Was sie willenlos ist, sei du es wollend – das ist’s.


Und es herrscht der Erde Gott, das Geld.


Wahres Unglück bringt der falsche Wahn.


Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist Unsinn; Verstand ist stets bei wen’gen nur gewesen.


Was ist vergeßlicher als Dankbarkeit?


Was man nicht aufgibt, hat man nie verloren.


Was nicht verboten ist, ist erlaubt.


Wenn gute Reden sie begleiten, dann fließt die Arbeit munter fort.


Wenn’s so recht schwarz wird um mich herum, habe ich meine besten Besucher.


Wer gar zuviel bedenkt, wird wenig leisten.


Frisch d’rüber hinweg! Wer nichts fürchtet, ist nicht weniger mächtig als der, den alles fürchtet.


Die Weltkugel liegt vor ihm offen, wer nichts waget, der darf nichts hoffen.


Wer sich über die Wirklichkeit nicht hinauswagt, der wird die Wahrheit nie erobern.


Willst du, Freund, die erhabenen Höhen der Weisheit erfliegen, wag es auf die Gefahr, daß dich die Klugheit verlacht. Der Kurzsichtige sieht nur das Ufer, von welchem du scheidest, jenes nicht, wo dereinst landet dein mutiger Flug.


Wohl dem Menschen, wenn er gelernt hat, zu ertragen, was er nicht ändern kann, und preiszugeben mit Würde, was er nicht retten kann.


Eine starke Seele bei aller feinen, zarten Fühlbarkeit ist doch das glücklichste Geschenk des Himmels.


Höhern Sinn hat der errungen, der der Wahrheit Blitz gezwungen, der die Geister selbst befreit. Freiheit der Vernunft erfechten, heißt für alle Völker rechten, gilt für alle ew’ge Zeit.


Alle Menschen werden Brüder.


Alles zu retten, muß alles gewagt werden. Ein verzweifeltes Übel will eine verzweifelte Arznei.


Die Angst beflügelt den eilenden Fuß.


Es lebt ein Gott, zu strafen und zu rächen.


Der Mensch versuche die Götter nicht!


Kann ich Armeen aus der Erde stampfen? Wächst mir ein Kornfeld auf der Hand?


Die Stunde drängt und rascher Tat bedarf’s.


Nur Beharrung führt zum Ziel, Nur die Fülle führt zur Klarheit, und im Abgrund wohnt die Wahrheit.


Sag etwas Gutes, und ich folge gern dem edlen Beispiel.


Blut sagt man, fordert Blut.


Die Jahre fliegen pfeilgeschwind.


Doch mit des Geschickes Mächten ist kein ew’ger Bund zu flechten, und das Unglück schreitet schnell.


Der gnädigste von allen Richtern ist der Kenner.


Pflicht für jeden Immer strebe zum Ganzen, und kannst du selber kein Ganzes Werden, als dienendes Glied schließ an ein Ganzes dich an.


Ein Wort macht alles ungeschehn. Ich warte darauf. O laßt mich’s nicht zu lang erharren!


Der Schlüssel Willst du dich selber erkennen, so sieh, wie die andern es treiben, Willst du die andern verstehn, blick in dein eigenes Herz.


Dein Schicksal ruht in deiner eigenen Brust.


Ein Diadem erkämpfen ist groß. Es wegwerfen ist göttlich.


Ehret die Frauen! Sie flechten und weben Himmlische Rosen ins irdische Leben, Flechten der Liebe beglückendes Band, Und in der Grazie züchtigem Schleier Nähren sie wachsam das ewige Feuer Schöner Gefühle mit heiliger Hand.


Beim Schiffbruch hilft der Einzelne sich leichter.


Seid umschlungen Millionen! Diesen Kuß der ganzen Welt! Brüder – überm Sternenzelt Muß ein lieber Vater wohnen. Wem der große Wurf gelungen, Eines Freundes Freund zu sein; Wer ein holdes Weib errungen, Mische seinen Jubel ein.


Der Mohr hat seine Arbeit getan, der Mohr kann gehen!


Nur durch das Extreme gelangen wir zur Klarheit.


Jedes Neue, auch das Glück erschreckt.


Schlafende und Tote sind nur Gemälde.


Ich hab getan, was ich nicht lassen konnte.


Was Hände bauen, können Hände stürzen.


[…] Willst du dich vor Leid bewahren, so flehe zu den Unsichtbaren, daß sie zum Glück den Schmerz verleihn. Noch keinen sah ich fröhlich enden, auf den mit immer vollen Händen die Götter ihre Gaben streu’n.


Ach, vielleicht, in dem wir hoffen, hat uns das Unheil schon getroffen.


Arm in Arm mit dir, so ford’r ich mein Jahrhundert in die Schranken.


Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei, Und würd’ er in Ketten geboren. Vor dem Sklaven, wenn er die Kette bricht, Vor dem freien Menschen erzittert nicht!


Kinder jammern, Mütter irren.


Der Krieg ernährt den Krieg.


Was ist das Leben ohne Liebesglanz?


Oh nimm die Stunde wahr, eh sie entschlüpft. So selten kommt der Augenblick im Leben, der wahrhaftig wichtig ist und groß.


Ach, wenn Du erfahren wolltest, wie ich Dich liebe, so müßtest Du mir eine neue Sprache schenken.


Vereint sind auch die Schwachen mächtig.


Der Spaß verliert alles, wenn der Spaßmacher selber lacht.


Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.


In der Not allein bewährt sich der Adel großer Seelen.


Die Axt im Haus erspart den Zimmermann.


Auch das Schöne muß sterben!


Ich denke einen langen Schlaf zu tun, denn dieser letzten Tage Qual war groß…


Was sie gestern gelernt, das wollen sie heute schon lehren. Ach! was haben die Herrn doch für ein kurzes Gedärm!


Zwang erbittert die Schwärmer immer, aber er bekehrt sie nie.


Anders, begreif ich wohl, als sonst in Menschenköpfen, malt sich in diesem Kopf die Welt.


Wer sieht so scharf, so tief, wer anders, als der Falkenblick der Liebe.


Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit, und neues Leben blüht aus den Ruinen.


Zwischen Sinnenglück und Seelenfrieden bleibt dem Menschen nur die bange Wahl.


Das Wort ist frei, die Tat ist stumm, der Gehorsam blind.


Glückselig nenne ich den, der, um zu genießen, nicht nötig hat, unrecht zu tun, und, um recht zu handeln, nicht nötig hat zu entbehren.


Des Menschen Taten und Gedanken, wißt, sind nicht wie Meeres blind bewegte Wellen. Die innre Welt, sein Mikrokosmos, ist der tiefe Schacht, aus dem sie ewig quellen. Sie sind notwenig wie des Baumes Frucht, sie kann der Zufall gaukelnd nicht verwandeln. Hab ich des Menschen Kern erst untersucht, so weiß ich auch sein Wollen und sein Handeln.


Bezwingt des Herzens Bitterkeit! Es bringt nicht gute Frucht, wenn Haß dem Haß begegnet.


Körper und Stimme leiht die Schrift dem stummen Gedanken. Durch der Jahrhunderte Strom trägt ihn das redende Blatt.


Es ist nichts als die Tätigkeit nach einem bestimmten Ziel, was das Leben erträglich macht.


Betrug ist überall und Heuchelschein und Mord und Gift und Meineid und Verrat; der einzig reine Ort ist unsere Liebe, die unentweiht, in der Menschlichkeit.


Die Liebe will ein freies Opfer sein.


Keine Kriege werden zugleich so ehrlos und unmenschlich geführt als die, welche Religionsfanatismus und Parteihaß im Inneren eines Staates entzünden.


Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, nicht durch den Stillstand deiner Tätigkeit.


Die schönsten Träume von Freiheit werden im Kerker geträumt.


Das schwere Herz wird nicht durch Worte leicht. Doch können Worte uns zu Taten führen.


Der Menschheit Würde ist in Eure Hand gegeben. Bewahret sie! Sie sinkt mit euch, mit euch wird sie sich heben.


Wohl Dem! Selig muß ich ihn preisen, Der in der Stille der ländlichen Flur, Fern von des Lebens verworrenen Kreisen, Kindlich liegt an der Brust der Natur.


An dem Scheine mag der Blick sich weiden, des Genusses wandelbare Freude rächet schleunigst der Begierde Flucht.


Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen; Der Staat muß untergehn, früh oder spät, Wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.


Nichts ist so hoch, wonach der Starke nicht Befugnis hat, die Leiter anzusetzen.


Der Mann muß hinaus ins feindliche Leben muß wirken und streben und pflanzen und schaffen, erlisten, erraffen, muß wetten und wagen das Glück zu erjagen.


Es liebt die Welt, das Strahlende zu schwärzen und das Erhabene in den Staub zu ziehen.


Ohne Wahl verteilt die Gaben, ohne Billigkeit das Glück.


Der Meister Jeden anderen Meister erkennt man an dem, was er ausspricht, Was er weise verschweigt, zeigt mir den Meister des Stils.


Ein jeder gibt den Wert sich selbst.


Leben heißt träumen, weise sein, (Lomellin), heißt angenehm träumen.


Die Phantasie ist ein ewiger Frühling.


Redlichkeit gedeiht in jedem Stande.


Gehorsam heißt die Tugend, um die der Niedre sich bewerben darf.


Ein großes Muster weckt Nacheiferung und gibt dem Urteil höhere Gesetze.


Im engen Kreis verenget sich der Sinn, es wächst der Mensch an seinen größeren Zwecken.


Toren sind’s, die von ewiger Liebe schwatzen. Ewiges Einerlei widersteht, Veränderung nur ist das Salz des Vergnügens.


Liebe – das schönste Phänomen in der beseelten Schöpfung, der allmächtige Magnet in der Geisterwelt, die Quelle der Andacht und der erhabensten Tugend – Liebe ist eine Anziehung des Vortrefflichen, gegründet auf einem augenblicklichen Tausch der Persönlichkeit, einer Verwechslung der Wesen.


Wir könnten viel, wenn wir zusammenstünden.


Ich hab hier bloß ein Amt und keine Meinung.


Der Wein erfindet nichts, er schwatzt’s nur aus.


Sphären ineinander lenkt die Liebe, Weltsysteme dauern nur durch sie.


Das Höchste sind große Gedanken und ein reines Herz.


Es schwinden jedes Kummers Falten, solang des Liedes Zauber walten.


Tiefere Bedeutung liegt in den Märchen meiner Kinderjahre als in der Wahrheit, die das Leben lehrt.


Was nicht zusammen kann bestehen, tut am besten, sich zu lösen.


… denn die Kunst ist eine Tochter der Freiheit …


Je größer die Worte, um so leichter geht man durch sie hindurch.


Wir sind ein Volk und einig woll’n wir handeln.


Punschlied Vier Elemente, innig gesellt, bilden das Leben, bauen die Welt. Preßt der Zitrone saftigen Stern! Herb ist des Lebens innerer Kern. Jetzt mit des Zuckers linderndem Saft Zähmet die herbe brennende Kraft. Gießet des Wassers sprudelnden Schwall! Wasser umfänget ruhig das All. Tropfen des Geistes gießet hinein! Leben dem Leben gibt er allein.


Frei zieht das Unglück durch die ganze Erde.


Unsere Sache ist es, den Funken des Lichts festzuhalten, der aus dem Leben überall da hervorbricht, wo die Ewigkeit die Zeit berührt.


Die Würde hindert, daß die Liebe nicht zur Begierde wird. Die Anmut verhütet, daß die Achtung nicht Furcht wird.


Man muß einen Fehler mit Anmut rügen, und mit Würde bekennen.


So wie die Anmut der Ausdruck einer schönen Seele ist, so ist die Würde der Ausdruck einer erhabenen Gesinnung.


Allmächt’ge Liebe! Göttliche! Wohl nennt man dich mit Recht die Königin der Seelen.


In des Herzens heilig stille Räume Mußt du fliehen aus des Lebens Drang! Freiheit ist nur in dem Reich der Träume, Und das Schöne blüht nur im Gesang.


Sorgt ihr euch; ich tu, was meines Amtes ist.


Mich hält kein Band, mich fesselt keine Schranke, frei schwing ich mich durch alle Räume fort. Mein unermeßlich Reich ist der Gedanke, und mein geflügelt Werkzeug ist das Wort.


Unaufhaltsam enteilet die Zeit! – Sie sucht das Beständ’ge. Sei getreu, und du legst ewige Fesseln ihr an.


Es wär’ ein eitel und vergeblich Wagen, Zu fallen ins bewegte Rad der Zeit.


Das Überraschende macht Glück.


Meistens gelangen die Menschen nur durch die Folgen der Unordnung zur Einführung der Ordnung, und Gesetzlosigkeit führt gewöhnlich erst zu Gesetzen.


Die Sinne trügen nicht. Nicht, weil sie immer richtig urteilen, sondern weil sie gar nicht richtig urteilen; weshalb der Irrtum immer nur dem Verstande zur Last gelegt wird.


Der Gedanke an Gott weckt einen fürchterlichen Nachbarn auf. – Seine Name heißt Richter.


An dem Eingang der Bahn liegt die Unendlichkeit offen, doch mit dem engsten Kreis höret der Weiseste auf.


Den Genuß des Lebens zu erhöhen, schärfen Leiden die Empfindlichkeit.


Was doch der Mensch nicht wagt für den Gewinn.


Achtung nur ist der Freundschaft unfehlbares Band.


Das Herz und nicht die Meinung ehrt den Mann.


Der Starke ist am mächtigsten allein.


Der Mensch ist ein nachahmendes Geschöpf. Und wer der Vorderste ist, führt die Herde.


Dem Schwachen ist sein Stachel auch gegeben.


Was kein Verstand der Verständigen sieht, das übet in Einfalt ein kindlich Gemüt.


Wo viel Freiheit, ist viel Irrtum; doch sicher ist der schmale Weg der Pflicht.


Jeder Schriftsteller von Verdienst hat in der lesenden Welt seinen eigenen Kreis, und selbst der am meisten gelesene hat nur einen größeren Kreis in derselben. Soweit ist es noch nicht mit der Kultur der Deutschen gekommen, daß sich das, was den Besten gefällt, in jedermann Händen finden sollte.


Wir Poeten sind selten so glücklich, daß die Könige uns lesen.


Es ist platterdings unmöglich, mit irgendeiner Schrift, sie mag noch so gut oder noch so schlecht sein, in Deutschland ein allgemeines Glück zu machen. Das Publikum hat nicht mehr die Einheit des Kindergeschmacks und noch weniger die Einheit einer vollendeten Bildung. Es ist in der Mitte zwischen beiden, und das ist für schlechte Autoren eine herrliche Zeit, aber für solche, die nicht bloß Geld verdienen wollen, desto schlechter.


Die Zerstreuung eines Buches durch die Welt ist fast ein ebenso schwieriges und wichtiges Werk als die Verfertigung desselben.


Ich habe mir bey dieser Gelegenheit die Regel für die Zukunft abstrahiert, daß man den Deutschen nicht mehr mit schlechten Ausgaben kommen darf, der theure Preiß schreckt sie nicht ab, wenn das Buch nur elegant sich ausnimmt.


Ist aber das, was ich sage, gut, wo anders als von oben konnt’ ich’s schöpfen?


An** Du willst Wahres mich lehren? Bemühe dich nicht; nicht die Sache Will ich durch dich, ich will dich durch die Sache nur sehn.


Nur im Wegwerfen des Zufälligen und im reinen Ausdruck des Notwendigen liegt der große Stil.


Laß mich ein Kind sein, sei es mit!


Nach Ehre geizt die Jugend.


Der Einfall war kindisch, aber göttlich schön.


Bin ich meinem Amte in der Tat nicht gewachsen, so ist der zu tadeln, der es mir anvertraut.


Aber ihr seid groß; ihr wirkt unbekannt, unbelohnt, frei von des Egoismus Tyrannei, und euren stillen Fleißes Früchte reifen der späten Nachwelt noch.


Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern, in keiner Not uns trennen und Gefahr. – Wir wollen frei sein, wie die Väter waren, eher den Tod, als in der Knechtschaft leben. – Wir wollen trauen auf den höchsten Gott uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen!


Raum für alle hat die Erde.


Zwei Blumen blühen für den weisen Finder, sie heißen Hoffnung und Genuß.


Es ist wenig, was man zur Seligkeit braucht.


Sei eingedenk, daß alle Güter der Erde von der Arbeit stammen, wer sie genießt, ohne zu arbeiten, der stiehlt dem Arbeitenden sein Brot.


Beobacht’ und denke nach, um die Wahrheit zu erkennen. Glaube nichts, was der Vernunft widerspricht, täusche weder dich selbst noch andere.


Liebe die Belehrung, die das Brot des Geistes ist, strebe immer nach dem Wahren, Schönen und Guten und meide alles, was gemein und schlecht ist.


Werde kein Streber! Sei nicht eitel und stolz, erfülle deine Pflicht im Bewußtsein, der Menschheit zu dienen.


Bewahre deine Menschenwürde! Werde nie zum Knecht, mach’ aber auch keinen anderen Menschen zu deinem Knecht.


Härte deinen Körper ab und stähle deinen Geist, denn nur ein gesunder Geist ist ein vollwertiges Glied in der menschlichen Gesellschaft.


Sei ein Freund der Schwachen und liebe die Gerechtigkeit.


Was man von der Minute ausgeschlagen, gibt keine Ewigkeit zurück.


Wählt eine bessere Partei, Ihr hab die gute nicht ergriffen.


Zum Teufel ist der Spiritus, das Phlegma ist geblieben.


Kein Kaiser hat dem Herzen vorzuschreiben.


Ein hohes Kleinod ist der gute Name.


Ein jeder Wechsel schreckt den Glücklichen. Wo kein Gewinn zu hoffen, droht Verlust.


Mitten in dem furchtbaren Reich der Kräfte und mitten in dem heiligen Reich der Gesetze baut der ästhetische Bildungstrieb unvermerkt an einem dritten, fröhlichen Reich des Spiels und des Scheins, worin er dem Menschen die Fesseln aller Verhältnisse abnimmt und ihn von allem, was Zwang heißt, sowohl im Physischen als im Moralischen entbindet. Wenn in dem dynamischen Staat der Rechte der Mensch dem Menschen als Kraft begegnet und sein Wirken beschränkt – wenn er sich ihm in dem ethischen Staat der Pflichten mit der Majestät des Gesetzes entgegenstellt und sein Wollen fesselt, so darf er ihm im Kreise des schönen Umgangs, in dem ästhetischen Staat nur als Gestalt erscheinen, nur als Objekt des freien Spiels gegenüberstehen. Freiheit zu geben durch Freiheit ist das Grundgesetz dieses Reichs.


Es ist eine Verwandtschaft zwischen den glücklichen Gedanken und den Gaben des Augenblicks: beide fallen vom Himmel.


Hand in Hand mit dir weise ich die Welt in ihre Schranken.


Nicht an die Güter hänge dein Herz, Die das Leben vergänglich zieren! Wer besitzt, der lerne verlieren, Wer im Glück ist, der lerne den Schmerz.


Was tun? spricht Zeus.


Die Wunder ruh’n, der Himmel ist verschlossen.


Des Volkes Wohlfahrt ist die höchste Pflicht.


Den Menschen macht sein Wille groß und klein.


Eine Grenze hat Tyrannenmacht.


Wer darf sagen, daß er an der Freude verzweifle, so lange noch Arbeiten lohnen und Hoffnungen einschlagen?


Ein Württemberger ohne Wein, kann der ein Württemberger sein?


Es kämpft jeder seine Schlacht allein.


Ein jeder zählt nur sicher auf sich selbst.


Wer etwas Großes leisten will, muß tief eindringen, scharf unterscheiden, vielseitig verbinden, und standhaft beharren.


Dir war das Unglück eine strenge Schule.


Gegen die Frau betrachtet, ist der Mann mehr ein bloß möglicher Mensch, aber ein Mensch in einem höhern Begriff; gegen den Mann gehalten, ist die Frau zwar ein wirklicher, aber ein weniger gehaltreicher Mensch.


Man muß Geduld mit unserer Schwachheit haben.


Groß ist, wer das Furchtbare überwindet. Erhaben ist, wer es auch selbst unterliegend, nicht fürchtet.


Nicht Stimmenmehrheit ist des Rechtes Probe.


Aus den Wolken muß es fallen, aus der Götter Schoß das Glück, und der mächstigste von allen Herrschern ist der Augenblick.


Nur vom Nutzen wird die Welt regiert.


Nur die heitere, die ruhige Seele gebiert das Vollkommene.


Wer zählt die Völker, nennt die Namen, die gastlich hier zusammenkamen?


Ich weiß den Mann von seinem Amt zu unterscheiden.


Der Bettler scheidet ebenso schwer von seiner Armut wie der König von seiner Herrlichkeit.


Die Lebenden rufe ich. Die Toten beklage ich.


Falsch ist das Geschlecht der Menschen.


Entwischte Worte sind beleidigte Vertraute.


Aber jugendlich immer, in immer veränderter Schöne, ehrst du, fromme Natur, züchtig das alte Gesetz.


Ach! allzu schnell nach kurzem Lenze entfloh die schöne Liebeszeit.


Ach! des Lebens schönste Feier endigt mit dem Lebensmai, mit dem Gürtel, mit dem Schleier, reißt der schönste Wahn entzwei.


Alle Pfade, die zum Leben führen, alle führen zum gewissen Grab.


Alles Göttliche auf Erden ist ein Lichtgedanke nur.


Alles Menschliche muß erst werden und wachsen und reifen, und von Gestalt zu Gestalt führt es die bildende Zeit.


Alles rennet, rettet, flüchtet.


Fluchwürd’ger Argwohn, unglücksel’ger Zweifel! Es ist ihm Festes nichts und Unverrücktes, Alles wanket, wo der Glaube fehlt.


Allzu straff gespannt, zerspringt der Bogen.


Als man ihn traf, den Esel, da schlug er aus, doch das machte ihn nicht zum Pferde. Nicht wird, den er auch träfe, ihm gleich.


Am Himmel geschehen Zeichen und Wunder.


An dünnen unmerkbaren Seilen hängen oft fürchterliche Gewichte.


Arbeit ist des Bürgers Zierde, Segen ist der Mühe Preis. Ehrt den König seine Würde, ehret unsrer Hände Fleiß.


Die Vielwisser Astronomen seid ihr und kennet viele Gestirne, Aber der Horizont decket manch Sternbild euch zu.


Auch aus entwölkter Höhe kann der zündende Donner schlagen.


Auch ein Klaglied zu sein im Mund der Geliebten ist herrlich, denn das Gemeine geht klanglos zum Orkus hinab.


Auf das Unrecht, da folgt das Übel – wie die Trän’ auf den herben Zwiebel.


Ich mag es gerne leiden, wenn auch der Becher überschäumt,


Trink ihn aus, den Trank der Labe, und vergiß den großen Schmerz! Wundervoll ist Bacchus’ Gabe, Balsam fürs zerrißne Herz.


Dies Glas dem guten Geist!


Es ist nicht wohlgetan, zum Führer den Verzweifelnden zu wählen.


Wenn Haupt und Glieder sich trennen, da wird sich zeigen, wo die Seele wohnte.


Im Leben gilt der Stärke Recht, Dem Schwachen trotzt der Kühne, Wer nicht gebieten kann, ist Knecht, Sonst geht es ganz erträglich schlecht Auf dieser Erdenbühne. Doch wie es wäre, fing der Plan Der Welt nur erst von vornen an, Ist in Moralsystemen Ausführlich zu vernehmen. »Der Mensch bedarf des Menschen sehr Zu seinem großen Ziele, Nur in dem Ganzen wirket er, Viel Tropfen geben erst das Meer, Viel Wasser treibt die Mühle. Drum flieht der wilden Wölfe Stand Und knüpft des Staates daurend Band.« So lehren vom Katheder Herr Pufendorf und Feder. Doch weil, was ein Professor spricht, Nicht gleich zu allen dringet, So übt Natur die Mutterpflicht Und sorgt, daß nie die Kette bricht Und daß der Reif nie springet. Einstweilen, bis den Bau der Welt Philosophie zusammenhält, Erhält sie das Getriebe Durch Hunger und durch Liebe.


Es ist der Geist, der sich den Körper baut.


Woran erkenn’ ich den besten Staat? Woran du die beste Frau erkennst – daran, mein Freund, daß man von beiden nicht spricht.


Ein offenes Herz zeigt eine offene Stirn.


…und Hochmut ist’s, wodurch die Engel fielen, woran der Höllengeist den Menschen faßt.


Auf der Berge freien Höhen, in der Mittagsonne Schein, an des warmen Strahles Kräften zeugt Natur den goldnen Wein.


Auf die Unschuld schielt der Verrat mit verschlingendem Blicke, mit vergiftendem Biß tötet des Lästerers Zahn.


Aus Gemeinem ist der Mensch gemacht, und die Gewohnheit nennt er seine Amme.


Beherrschung der Triebe durch die moralische Kraft ist Geistesfreiheit, und Würde heißt ihr Ausdruck in der Erscheinung.


Besser ist’s, ihr fallt in Gottes Hand als in die der Menschen.


Bewahre dir überhaupt nur ein reges, kritisches Gefühl für das Schöne, so versiegen deine Quellen des Vergnügens nie.


Blumen, die der Lenz geboren Streu ich dir in deinen Schoß.


Breiter wird immer die Welt, und immer mehr Neues geschiehet. Ach, die Geschichte wird stets länger, und kürzer das Brot!


Da die Götter menschlicher noch waren, waren Menschen göttlicher.


Das Äußere ist das sich offenbarende Innere.


Das erste aber und Hauptsächlichste bei allem ird’schen Ding ist Ort und Stunde.


Das Geld verrostet in den Kisten ausgedörrter Pickelheringe und Armut legt Blei an die kühnste Unternehmung der Jugend.


Das Herz ist Gottes Stimme. Menschenwerk ist aller Klugheit künstliche Berechnung.


Das ist der Liebe heil’ger Götterstrahl, Der in die Seele schlägt und trifft und zündet, Wenn sich Verwandtes zum Verwandten findet, Da ist kein Widerstand und keine Wahl, Es löst der Mensch nicht, was der Himmel bindet.


War es immer wie jetzt? Ich kann das Geschlecht nicht begreifen. Nur das Alter ist jung, ach! und die Jugend ist alt.


Wenn jeder Mensch alle Menschen liebte, besäße jeder einzelne die Welt.


O! zarte Sehnsucht, süßes Hoffen, Der ersten Liebe goldne Zeit! Das Auge sieht den Himmel offen, es schwelgt das Herz in Seligkeit. Oh, daß sie ewig grünen bliebe, Die schöne Zeit der jungen Liebe!


Ich bekenne es freimütig, ich glaube an die Wirklichkeit einer uneigennützigen Liebe. Ich bin verloren, wenn sie nicht ist; ich gebe die Gottheit auf, die Unsterblichkeit und die Tugend. Ich habe keinen Beweis für diese Hoffnungen mehr übrig, wenn ich aufhöre an die Liebe zu glauben. Ein Geist, der sich allein liebt, ist ein schwimmendes Atom im unermeßlich leeen Raum.


Zu überzeugen fällt keinem Überzeugten schwer.


Man kann den Menschen nicht verwehren, zu denken, was sie wollen.


Nichts Wahres läßt sich von der Zukunft wissen.


Es ist ein Kennzeichen guter und schöner, aber jederzeit schwacher Seelen, immer ungeduldig auf Existenz ihrer moralischen Ideale zu dringen und von den Hindernissen derselben schmerzlich gerührt zu werden


Die Äcker grenzen nachbarlich zusammen, die Herzen stimmen überein – das stiftet ein gutes Eheband!


Ein Vater bleibt auch Vater noch im Strafen.


Verwandte sind sich alle starken Seelen.


Es lebt ein andersdenkendes Geschlecht.


Kein unversöhnlicherer Feind, kein neidischerer Amtsgehilfe, kein bereitwilligerer Ketzermacher als der Brodgelehrte. Je weniger seine Kenntnisse durch sich selbst ihn belohnen, desto größere Vergeltung heischt er von außen; für das Verdienst der Handarbeiter und das Verdienst der Götter hat er nur einen Maßstab, die Mühe. Beklagenswerter Mensch, der mit dem edelsten aller Werkzeuge, mit Wissenschaft und Kunst nichts Höheres will und ausrichtet, als der Tagelöhner mit dem Schlechtesten! der im Reiche der vollkommensten Freiheit eine Sklavenseele mit sich herumträgt.


Die Könige sind nur Sklaven ihres Standes, Dem eignen Herzen dürfen sie nicht folgen.


Sie haben in schwachen Stunden mich gesehen. Diese Erinnerung macht sie so kühn.


Ihr habt den Pfeil geschärft, ihr habt ihn abgedrückt, Ihr sätet Blut und seht bestürzt, das Blut ist aufgegangen.


Wir Subalternen haben keinen Willen.


Jeder beurteilt fremde Handlungsarten nach der seinigen.


Glaubwürdigkeit Wem zu glauben ist, redliche Freunde, das kann ich euch sagen: Glaubt dem Leben, es lehrt besser als Redner und Buch.


Der seligste von allen Himmeln, Das ist der Himmel in der Brust! Was bleibt das Paradies hienieden? Es ist das Herz in seiner Ruh’!


Der ästhetische Torschreiber »Halt, Passagiere! Wer seid ihr, Wes Standes und Charakters? Niemand passieret hier durch, bis er den Paß mir gezeigt.«


In dem Gürtel bewahrt Aphrodite der Reize Geheimnis; was ihr den Zauber verleiht, ist, was sie bindet: die Scham.


Ein edles Herz bekennt sich gern von der Verrnunft besiegt.


Den Zufall gibt die Vorsehung – zum Zwecke muß ihn der Mensch gestalten.


Anmut und Würde stehen in einem zu hohen Werte, um die Eitelkeit und Torheit nicht zur Nachahmung zu reizen.


Es ist gewiß der Wahrheit nichts so gefährlich, als wenn einseitige Meinungen einseitige Widerleger finden.


Wer klug ist, lerne schweigen und gehorchen.


Darum lob’ ich mir, niedrig zu stehen, Mich verbergend in meiner Schwäche.


Spott und Verachtung kränken den Stolz des Menschen empfindlicher, als Verabscheuung sein Gewissen foltert.


Unsinn, du siegst, und ich muß untergehn!


Edle Neigungen steigen eher auf in einem feingebildeten Herzen; dem Anstand und der feinen Sitte unterliegt weit eher Gemeinheit, grobe Sinnlicheit, Laster und Barbarei, als dem bloßen Vernunftgesetze.


Der zahlreichere Teil der Menschheit läßt sich gern andere über seine Begriffe die Vormundschaft führen und geschieht es, daß sich höhere Bedürfnisse in ihm regen, so ergreift er mit durstigem Glauben die Formeln, welche der Staat und das Priestertum für diesen Fall in Bereitschaft hat.


Hinter dem U kommt gleich das Weh, das ist die Ordnung im ABC.


Gern unterwerfen wir der physischen Notwendigkeit unser Wohlsein und unser Dasein, denn das erinnert uns eben, daß sie über unsere Grundsätze nicht zu gebieten hat. Der Mensch ist in ihrer Hand, aber des Menschen Wille ist in der seinigen.


Der Schmerz ist Leben, er verließ mich auch. Das Leiden ist, so wie die Hoffnung, aus.


Die Neigung gibt den Freund, es gibt der Vorteil den Gefährten, wohl dem, dem die Geburt den Bruder gab! Anerschaffen ist ihm der Freund.


Was liegt dem guten Menschen näher als die Seinen?


Es gibt im Menschenleben Augenblicke, Wo er dem Weltgeist näher ist als sonst, Und eine Frage frei hat an das Schicksal.


Der Anfang und der Umriß unsrer Verbindung war Schwärmerei, und das mußte er sein; aber Schwärmerei, glaube mir’s, würde auch notwendig ihr Grab sein. Jetzt muß ein ernsthafteres Nachdenken und eine langsame Prüfung ihr Konsistenz und Zuverlässigkeit geben. Jedes unter uns muß dem Interesse des Ganzen einige kleine Leidenschaften abtreten, und eine herzliche Liebe für jedes unter uns muß in uns allen die erste und herrschende sein.


Die ungestüme Presserin, die Not, Der nicht mit hohlen Namen, Figuranten Gedient ist, die die Tat will, nicht das Zeichen …


Böses Gewerbe bringt bösen Lohn.


Ich muß ganz andre Anstalten treffen mit Lesen. Ich fühle es schmerzlich, daß ich noch so erstaunlich viel lernen muß, säen muß um zu Ernten. Im besten Erdreich wird der Dornstrauch keine Pfirsiche tragen, aber eben sowenig kann der Pfirsichbaum in einer leeren Erde gedeihen. Unsre Seelen sind Destillationsgefäße, aber Elemente müssen ihnen Stoff zutragen, um in vollen saftigen Blättern ihn auszuschwellen.


Wie kommt ein solcher Glanz in meine Hütte?


Arglist krümmt sich auf täuschenden Irrwegen zu Zielen fort, welche sie nie oder nur zu eigener Schande erreicht.


Im kleinen Elend steckt unser gefährlichster Feind, das große Leid vergrößert.


Noch leben Götter, die den Meineid rächen.


Der ernsteste Stoff muß so behandelt werden, daß wir die Fähigkeit behalten, ihn unmittelbar mit dem leichtesten Spiel zu vertauschen.


Mein Verstand steht still.


Vor Tische las man’s anders.


Das Volk versteht sich besser auf sein Glück; Kein Schein verführt sein sicheres Gefühl.


O, es ist schön, von einem Helden sich geliebt Zu sehn – es ist noch schöner, ihn zu lieben!


Ach, die Welt ist Sterbenden so süß!


Ein Wort nimmt sich, ein Leben nie zurück.


Wüßt ich mein Herz an zeitlich Gut gefesselt, Den Brand würf’ ich hinein mit eigner Hand.


Es sind nicht alle Menschen grausam. Auch in der Wildnis wohnen sanfte Herzen.


Es reift keine Seligkeit unter dem Monde.


Es preise sich, wer keinem Mit seinem Leibe pflichtig ist auf Erden.


Es reden und träumen die Menschen viel Von bessern künftigen Tagen, Nach einem glücklichen goldenen Ziel Sieht man sie rennen und jagen. Die Welt wird alt und wird wieder jung, Doch der Mensch hofft immer Verbesserung.


Es kommt der Tag, der alles lösen wird.


Es kostet nichts, die allgemeine Schönheit Zu sein, als die gemeine sein für alle!


Ich bin verzagt, wenn Weiber vor mir zittern.


Fluchwürdiges Schicksal des Soldaten!


Freilich gibt es Fälle, wo der Glaube des Volks, und wär’ er noch so unerwiesen, bedeutend wie die Wahrheit wird.


Da steh’ ich, ein entlaubter Stamm!


Anklagen ist mein Amt und meine Sendung.


Freude trinken alle Wesen An den Brüsten der Natur, Alle Guten, alle Bösen Folgen ihrer Rosenspur.


O, die Gerichte Gottes sind gerecht!


Die Toten stehen nicht mehr auf.


Den Christus in der Hand, Die Hoffart und die Weltlust in dem Herzen.


Es ist sonderbar, daß Deutschland nie sein Glück durch Waffen machen konnte.


Der erhabene Kopf hat andere Versuchungen als der gemeine.


O Gott, aus diesen Zügen spricht kein Herz.


Irrtum ist Irrtum! Ob ihn der größte Mann, ob ihn der kleinste beging.


Und wer’s zum Korporal hat gebracht, Der steht auf der Leiter zur höchsten Macht …


Wem der Teufel ein Ei in die Wirtschaft gelegt hat, dem wird eine hübsche Tochter geboren.


Wir heften uns an seine Sohlen, Das furchtbare Geschlecht der Nacht.


Alle Erweiterung der Kunst muß vom Genie kommen; die Kritik führt bloß zu Fehlerlosigkeit.


Verrat und Argwohn lauscht in allen Ecken.


Wisset, ein erhabener Sinn legt das Große in das Leben, doch er sucht es nicht darin.


Nun, wenn der Purpur fällt, muß auch der Herzog nach.


Anmut ist eine bewegliche Schönheit.


Das Subjekt Wichtig wohl ist die Kunst und schwer, sich selbst zu bewahren, Aber schwüriger ist diese: sich selbst zu entfliehn.


Das Menschliche ist immer der Anfang des Poetischen, das nur der Gipfel davon ist.


Die Ideale sind zerronnen, Die einst das trunkne Herz geschwellt.


Welche Religion ich bekenne? Keine von allen, Die du mir nennst! »Und warum keine?« Aus Religion.


Der Unterdrückte hat ein heilig Recht an jede edle Brust.


Eifersüchtig sind des Schicksals Mächte.


Das Schöne tut seine Wirkung schon bei der bloßen Betrachtung, das Wahre will Studium.


Unser Schuldbuch sei vernichtet!


Das Recht wohnet beim Überwältiger, und die Schranken unserer Kraft sind unsere Gesetze.


Weisere Fassung Ziemet dem Alter, Ich, der Vernünftige, grüße zuerst.


Die holde Scham, die Schönheit ist mir heilig.


Verderben, gehe deinen Gang!


Es ist nicht wahr, was man gewöhnlich behaupten hört, daß das Publikum die Kunst herabzieht; der Künstler zieht das Publikum herab und zu allen Zeiten, wo die Kunst verfiel, ist sie durch die Künstler gefallen.


Liebe ist die Leiter, worauf wir zur Gottähnlichkeit steigen. Ohne Anspruch, uns selbst unbewußt, ziehen wir dahin.


Entblößt muß ich die Wahrheit sehn. Soll gleich mit meinem Wahn ein ganzer Himmel schwinden?


Vor der Wahrheit mächt’gem Siege Verschwindet jedes Werk der Lüge.


Nimmer, das glaubt mir, Erscheinen die Götter, Nimmer allein. Kaum daß ich Bacchus, den lustigen, habe, Kommt auch schon Amor, der lächelnde Knabe, Phöbus der Herrliche findet sich ein. Sie nahen, sie kommen Die Himmlischen alle, Mit Göttern erfüllt sich Die irdische Halle.


Wie groß wird unsre Tugend, wenn unser Herz bei ihrer Übung bricht.


Die schwarzen und die heitern Lose.


Und etwas lebt noch in des Weibes Seele, das über allen Schein erhaben ist und über alle Lästerung – es heißt weibliche Tugend.


In der Wahrheit Hand die Großmut Ist ein edler Herrscherstab, Überzeugung, Kraft und Klarheit Irrenden sie milde gab.


Ja, der Krieg verschlingt die Besten.


Im Hexameter steigt des Springquells flüssige Säule, Im Pentameter drauf fällt sie melodisch herab.


Alles kommt darauf an, auf den Wert des Selbstdenkens aufmerksam zu machen und dir Zutrauen zu deinen eigenen Kräften einzuflößen.


Liebe Freunde! Es gab schönre Zeiten als die unsern – das ist nicht zu streiten! Und ein edler Volk hat einst gelebt.


Wo Tausende anbeten und verehren, da wird die Glut zur Flamme, und beflügelt schwingt sich der Geist in alle Himmel auf.


Frei von Leidenschaft sein, immer klar, immer ruhig um und in sich schauen, überall mehr Zufall als Schicksal finden und mehr über Ungereimtheiten lachen als über Bosheiten zürnen oder weinen…


Wohl auf, Kameraden, aufs Pferd, aufs Pferd! Ins Feld, in die Freiheit gezogen! … Und setzet ihr nicht das Leben ein, Nie wird euch das Leben gewonnen sein.


Nichts, als was in uns selbst schon lebendige Tat ist, kann es außer uns werden.


Das sind des Himmels sichtbare Gerichte.


An die Rippen pocht das Männerherz.


Die Ritter des Spitals zu Jerusalem Herrlich kleidet sie euch, des Kreuzes furchtbare Rüstung, Wenn ihr, Löwen der Schlacht, Akkon und Rhodus beschützt, Durch die syrische Wüste den bangen Pilgrim geleitet, Und mit der Cherubim Schwert steht vor dem Heiligen Grab. Aber ein schönerer Schmuck umgibt euch die Schürze des Wärters, Wenn ihr, Löwen der Schlacht, Söhne des edelsten Stamms, Dient an des Kranken Bett, dem Lechzenden Labung bereitet, Und die niedrige Pflicht christlicher Milde vollbringt. Religion des Kreuzes, nur du verknüpftest, in einem Kranze, Der Demut und Kraft doppelte Palme zugleich!


Der kann nicht klagen über harten Spruch, den man zum Meister seines Schicksals macht.


Die Unschuld hat eine Sprache, einen Siegerblick, der die Verleumdung mächtig niederblitzt!


Der erste Gesetzgeber ist die Not.


Liebe zielt nach Einheit.


Von der Parteien Gunst und Haß verwirrt, schwankt ein Charakterbild in der Geschichte.


Keines Tempels heitre Säule zeuget, daß man Götter ehrt.


Der Siege göttlichster ist das Vergeben.


Dies ist keine vollständige liste der zitate von Johann-Christoph-Friedrich-von-Schiller. Zitate anderer autoren sind ebenfalls verfügbar.