Jürgen Klinsmann

99 Prozent der Fans sind friedlich, die wollen ihre Gaudi haben. Ein Prozent sind Rabauken, denen der Fußball scheißegal ist. Die suchen Publicity für ihren Rabatz. Im Stadion können sie unbestraft wieder in der Masse untertauchen.


Alte Zöpfe ab – neue Stimmung her.


An ein Ausscheiden denken wir überhaupt nicht. Wir sagen den Spielern immer, dass alle Begegnungen für uns wie bei einem Europacup-Heimspiel sind. Und wir haben nur Heimspiele bei dieser WM.


Da rückt eine Generation nach, die sehr neugierig, wissbegierig und zielstrebig ist. Die Entwicklung widerspricht dem, was seit Jahren diskutiert worden ist, dass nichts nachkommen würde.


Das Potenzial ist da, mit all den Problemen, die parallel im Raum stehen, dass wir etwas schaffen können, was zum Beispiel die Griechen uns bei dieser Europameisterschaft gezeigt haben. Deswegen gehe ich an diese Aufgabe mit viel Optimismus heran, wohl wissend, dass es nicht einfach wird.


Das sind Menschen, die mit ihrem Leben nicht fertigwerden. Man müßte an die Typen rankommen, mit ihnen reden, ihnen aus ihrer Not heraushelfen, aber das ist wahnsinnig schwer.


Der Charakter einer Mannschaft zeigt sich, wenn schon ein bißchen die Luft raus ist.


Der italienische Fußball ist der Jahrmarkt der Eitelkeiten italienischer Präsidenten.


Der Trainer ist nur Hilfesteller. Entscheidend ist der Hunger der Spieler.


Der Zeitpunkt ist einfach gekommen zu sagen: Jetzt müssen wir mal einen Großen schlagen.


Die Fans, so glaube ich, haben den großen Wunsch, die große Hoffnung, dass wir 2006 Weltmeister werden. Und das ist dann auch meine Zielsetzung.


Die führen uns doch an der Nase herum. Die sind doch abhängig von der Wirtschaft, die sind doch regelrecht gefesselt.


Dies war die schwierigste Entscheidung meiner Amtszeit.


Du arbeitest die ganze Woche nur auf diese 90 Minuten hin, du baust einen irrsinnigen Druck auf. Der entlädt sich beim Torschuß, danach bist du wie erlöst, ein Wahnsinns-Feeling! So ähnlich wie beim Sex.


Ein junger, karrieregeiler Mensch, der schnell nach oben kommen, viel Geld verdienen und das auch herzeigen will. Darum mag ich es nicht, wenn ich als Yuppie hingestellt werde. Ich protze niemals mit meiner Kohle.


Es gab einen privaten Grund für das Fehlen beim FIFA-WM-Workshop in Düsseldorf. In dieser Woche war der erste Jahrestag des Todes meines Vaters und ich hatte meiner Mutter schon lange versprochen, dass wir diese für sie schweren Tage in dieser Woche gemeinsam in Kalifornien verbringen. Ich war der Meinung, dass ich solche Privatangelegenheiten nicht öffentlich machen muss, um mich zu rechtfertigen. Nun weiß jeder, warum ich in Düsseldorf nicht dabei war. Wenn ich es aber nochmals zu tun hätte, würde ich wieder der privaten Verpflichtung den Vorzug geben und das vorab nicht öffentlich machen. Im Übrigen sage ich das erst heute, weil mich trotz aller Diskussionen in den vergangenen Tagen niemand danach gefragt hat, ob es spezielle Gründe für mein Fehlen in Düsseldorf gab.


Es gibt kein Minimalziel, das existiert bei unserer Denkweise nicht. Es gibt nur ein Maximalziel – und das heißt, Weltmeister zu werden. Man muss sich immer am Maximum orientieren.


Es gibt nur ein Maximalziel.


Es reizt mich einfach, meine Grenzen auszuloten. Als ich von den Stuttgarter Kickers zum VfB kam, habe ich mir drei Jahre gegeben, um mich in der Bundesliga durchzusetzen. Wenn ich in meiner Leistung stehengeblieben wäre, hätte ich aufgehört.


Es war eine intensive Aufbauarbeit von uns. Wir haben den Generationswechsel vollzogen und viele junge Spieler eingebaut, zudem eine neue Spielphilosophie eingeführt. Es gab in dieser Zeit Schritte nach vorne und Schritte zurück. Heute können wir zufrieden sein. Wir machen uns aber nichts vor, es liegt noch eine Menge Arbeit vor uns.


Falls ich wechsle, dann nur ins Ausland. Frankreich, Italien oder Spanien. Am liebsten Italien, dort spielen derzeit die besten Fußballer der Welt, zum Beispiel Gullit. Außerdem sind die Italiener das begeisterungsfähigste Publikum.


Ich bin ausgebrannt.


Ich bin ja nach der mittleren Reife von der Schule weg, weil ich schon mit 18 einen Profi-Vertrag in der Tasche hatte. Vor zwei Jahren habe ich versucht, das Abitur per Fernkurs im Telekolleg nachzuholen. Ich hab's aufgegeben – zu viele Fußballtermine. Das nagt immer noch in mir. Wenn ich mit Fußball aufhöre, hole ich Abi und Studium nach – schon um mir selbst was zu beweisen.


Ich bin kein Geizkragen. Aber ich habe als Profi ja nur zehn Jahre Zeit, mit eine Unabhängigkeit zu schaffen. Deswegen lege ich jeden Monat möglichst viel auf die hohe Kante.


Ich bin Protestant, aber nur auf dem Papier. Ich zweifle stark, ob es einen Gott gibt.


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