Karl Heinrich Waggerl

Advent, das ist die stillste Zeit im Jahr, wie es im Liede heißt, die Zeit der frohen Zuversicht und der gläubigen Hoffnung.


Alle Dichtung ist zeitlos, weil das Wesen der Dinge zeitlos ist.


Alle guten Werke sind nur möglich, weil das Herz keine Vernunft kennt.


Alle Klugheit und Berechnung wird an der Einmaligkeit jedes Geschehnisses zuschanden.


Alles Echte hat seine Zeit.


Alles Wahre ist einfach.


Am auffälligsten unterscheiden sich die Leute dadurch, daß die Törichten immer wieder dieselben Dummheiten machen, die Gescheiten immer wieder andere.


Am Pfad der Erkenntnis steht der Zweifel als ein Wegweiser ohne Inschrift.


An Utopien kann uns wenig gelegen sein. Lebe jeder so, daß er in der besseren Welt, die er erträumt, in Ehren seinen Platz hätte.


Argumente fruchten gewöhnlich darum so wenig, weil nicht zu beweisen ist, daß etwas wahr sei, sondern daß jemand irre.


Auch das mag im Bereich des Menschlichen zu verstehen sein: daß wer nach oben kriechen will, nach unten treten muß.


Auch der innere Mensch hat Stellen, an denen er sich nicht selber kratzen kann.


Auch der Weiseste ist nur ein oft gebrannter Narr.


Auf dem Markt der Welt kann jeder billig kaufen, der sich mit dem Unbezahlbaren begnügt.


Besser zu früh ein Mann, als zu früh ein Greis.


Das Böse, das wir tun, wird uns Gott vielleicht verzeihen. Aber unverzeihlich bleibt das Gute, das wir nicht getan haben.


Das Genie entdeckt die Frage, das Talent beantwortet sie.


Das Glück ist mit jenen, die es nicht für den Zweck des Suchens halten, etwas zu finden.


Das Glück vieler Menschen liegt darin, vier Wochen im Jahr nicht dort zu sein, wo sie sonst immer sind.


Das Gute ist relativ. Nur an den Absichten darf niemals etwas zu verbessern sein.


Das Gute wird erst gut durch Güte.


Das ist freilich auch wahr: ein vollkommen guter Mensch wäre für nichts zu gebrauchen.


Das Lügen läßt sich überhaupt nicht vermeiden, am ehesten noch die Gelgenheit dazu.


Daß nichts beständig ist – wie traurig, wie tröstlich!


Das Nützliche zu finden, und das Nützliche recht anzuwenden – zwei sehr verschiedene Fähigkeiten, die selten im selben Kopf Platz haben.


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