Karl Marx

Die Waffe der Kritik kann allerdings die Kritik der Waffen nicht ersetzen, die materielle Gewalt muß gestürzt werden durch materielle Gewalt, allein auch die Theorie wird zur materiellen Gewalt, sobald sie die Massen ergreift.


Die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht.


Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen.


Das Geld ist der allgemeine, für sich selbst konstruierte Wert aller Dinge. Es hat daher die ganze Welt, die Menschheit wie die Natur, ihres eigentümlichen Wertes beraubt. Das Geld ist das den Menschen entfremdete Wesen seiner Arbeit und seines Daseins, und dieses fremde Wesen beherrscht ihn, und er betet es an.


Die Kritik hat die imaginären Blumen an der Kette zerpflückt, nicht damit der Mensch die phantasielose, trostlose Kette trage, sondern damit er die Kette abwerfe und die lebendige Blume breche.


Es gibt nur eine Landstraße der Wissenschaft, und nur diejenigen haben Aussicht ihren hellen Gipfel zu erreichen, die die Ermüdung beim Erklettern ihrer steilen Pfade nicht scheuen.


Der Tod ist kein Unglück für den, der stirbt, sondern für den, der überlebt.


Religion ist Opium des Volkes. (Wird häufig (wie z.B. von Lenin) als ›Religion ist das Opium für das Volk‹ wiedergegeben.)


Jede Befreiungsbewegung verändert ihren Charakter, wenn sie von der Utopie zur Realität übergeht.


Wenn der Zweck die Mittel heiligt, dann ist der Zweck unheilig.


Darum laßt uns alles wagen, Nimmer rasten, nimmer ruhn. Nur nicht dumpf so gar nichts sagen Und so gar nichts woll’n und tun. Nur nicht brütend hingegangen, Ängstlich in dem niedern Joch, Denn das Sehen und Verlangen Und die Tat die bleibt uns doch!


Der erste Eintritt von Engels und mir in die geheime Kommunistengesellschaft geschah nur, unter der Bedingung, daß alles aus den Statuten entfernt würde, was dem Autoritätsglauben förderlich.


Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kömmt aber darauf an, sie zu verändern.


Alle Revolutionen haben bisher nur eines bewiesen, nämlich, daß sich vieles ändern läßt, bloß nicht die Menschen.


Proletarier aller Länder vereinigt euch!


Kunst: nicht ein Spiegel, den man der Wirklichkeit vorhält, sondern ein Hammer, mit dem man sie gestaltet.


Es ist nicht das Bewußtsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewußtsein bestimmt.


Neue Menschen brauchen wir.


Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaften ist die Geschichte von Klassenkämpfen.


Die Gesellschaft findet nun einmal nicht ihr Gleichgewicht, bis sie sich um die Sonne der Arbeit dreht.


Die Gewalt ist der Geburtshelfer jeder alten Gesellschaft, die mit einer neuen schwanger geht.


Man muß das Volk vor sich selbst erschrecken lehren, um ihm Courage zu machen.


Das Volk, das ein anderes Volk unterjocht, schmiedet seine eigenen Ketten.


Die Proletarier haben nichts zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben dafür eine Welt zu gewinnen.


Die Arbeiter haben kein Vaterland. Man kann ihnen nicht nehmen, was sie nicht haben.


Revolution: ruckartige Nachholung verhinderter Entwicklung.


Die politische Gewalt im eigentlichen Sinne ist die organisierte Gewalt einer Klasse zur Unterdrückung einer anderen.


In der Politik darf man sich, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, mit dem Teufel selbst verbünden – nur muß man die Gewißheit haben, daß man den Teufel betrügt und nicht umgekehrt.


Der christliche Sozialismus ist nur das Weihwasser, womit der Pfaffe den Ärger der Aristokraten einsegnet.


Alles was ich weiß: Ich bin kein Marxist!


Meiner Meinung nach äußert sich wahre Liebe in Zurückhaltung, Bescheidenheit und sogar Schüchternheit des Verliebten gegenüber seinem Idol und ganz und gar nicht in Gemütsexzessen und in einer zu frühen Vertraulichkeit.


Niemand ist so taub, als wer nicht hören will!


Freiheit ist ein Luxus, den sich nicht jedermann leisten kann.


Je weniger du bist, je weniger du dein Leben äußerst, um so mehr hast du, um so größer ist dein entäußertes Leben.


Die Unvereinbarkeit der Religion mit den Menschenrechten liegt so wenig im Begriff der Menschenrechte, daß das Recht, religiös zu sein, auf beliebige Weise religiös zu sein, den Kultus seiner besonderen Religion auszuüben, vielmehr ausdrücklich unter die Menschenrechte gezählt wird. Das Privilegium des Glaubens ist ein allgemeines Menschenrecht.


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