Konfuzius

“Achte die Geister und halte dich fern von ihnen.” – 6.22 Original: 敬鬼神而遠之。 – Jìng guǐ shén ér yuǎn zhī.


“Als ich fünfzehn war, war mein ganzer Wille auf das Lernen gerichtet. Mit dreißig stand ich fest im Leben. Mit vierzig war ich nicht mehr verwirrt. Mit fünfzig hatte ich den Willen des Himmels erkannt. Mit sechzig klang meinem Ohr alles angenehm. Mit siebzig folgte ich den Wünschen meines Herzens, ohne dabei die Regeln zu brechen.” – 2 Original: 吾十有五而志於學,三十而立,四十而不惑,五十而知天命,六十而耳順,七十而从心所欲,不逾矩。 – Wú shí yǒu wǔ ér zhì yú xué, sānshí ér lì, sìshí ér bù huò, wǔshí ér zhī tiān mìng, liùshí ér ěr shùn, qīshí ér cóng xīn suǒ yù, bù yú ju.


“An einem edlen Pferd schätzt man nicht seine Kraft, sondern seinen Charakter.” – 14,35 Original: 驥不称其力,称其德也。 Jì bù chēng qí lì, chēng qí dé yě.


“Der Edle gewinnt Freunde durch seine kultivierte Gelehrsamkeit. Und mit Hilfe dieser Freunde fördert er seine Menschlichkeit.” – 12,24 Original:君子以文会友,以友輔仁。


“Der edle Mensch ist würdevoll, ohne überheblich zu sein; der niedrig Gesinnte ist überheblich, ohne würdevoll zu sein.” – 4,11 (?) Original: 君子懷德,小人懷土;君子懷惠,小人懷刑。(?)


“Der Edle strebt nach Harmonie, nicht nach Gleichheit. Der Gemeine strebt nach Gleichheit, nicht nach Harmonie.” – 13,23 Original:君子和而不同,小人同而不和。


“Der Herrscher soll wie der Polarstern sein. Er bleibt an einem Ort, während sich alle Sterne um ihn drehen.” – 2.1 Original: 為政以德,譬如北辰,居其所而眾星共之。 – Wéi zhèng yǐ dé, pì rú běichén, jū qí suǒ ér zhòng xīng gòng zhī.


“Der sittliche Mensch liebt seine Seele, der gewöhnliche sein Eigentum.” – 4,16 Original: 君子喻於義,小人喻於利。 Jūnzǐ yù yú yì, xiǎorén yù yú lì.


“Einen Fehler machen und sich nicht bessern: Das erst heißt fehlen.” – 15,29 Original: 過而不改,是謂過矣。 Guò ér bù gǎi, shì wèi guò yǐ.


“Einzugestehen, dass man etwas nicht weiß, ist Wissen.” – 2,17 Original: 不知為不知,是知也。 Bù zhī wéi bù zhī, shì zhī yě.


“Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern.” – 15,26 Original: 小不忍則亂大謀。 Xiǎo bù rěn zé luàn dà móu.


“Lernen, ohne zu denken, ist eitel, denken, ohne zu lernen, ist gefährlich.” – 2,15 Original: 学而不思則罔,思而不学則殆。 Xué ér bù sī zé wǎng, sī ér bù xué zé dài.


“Nie habe ich einen gesehen, der der Tugend mehr ergeben war als der Sinnlichkeit.” – 9,17 Original: 吾未見好德如好色者也。


“Solange die Eltern am Leben sind, sollst du keine weiten Reisen unternehmen.” – 4.19 Original: 父母在,不遠遊。 – Fù mǔ zài, bù yuǎn yóu.


“Wenn drei Menschen gehen, muss einer davon mein Lehrer sein.” – 7.22 Original: 三人行,必有我師焉。 Sān rén xíng, bì yǒu wǒ shī yan.


“Wenn ein Freund von weit her kommt, ist es nicht eine Freude?” – 1,1 Original: 有朋自远方来,不亦乐乎。 – Yǒu péng zì yuǎn fāng lái, bù yì yuè hū?


“Wenn im Staate Ordnung herrscht, ist es eine Schande, ein armer und gewöhnlicher Mensch zu sein. Wenn im Staate Verwirrung herrscht, so ist es eine Schande, reich und Beamter zu sein.” – 8,13


“Wird man gebraucht, erfüllt man seine Pflicht. Wird man nicht mehr gebraucht, so zieht man sich zurück.” – 7,10 (7,11)


“»Kleinlicher Scharfsinn schadet der Pflicht, kleinliche Worte zerstören den Weg (Tao).” – Konfuzianische Schulgespräche, Die Herrschaft des Geistes und die Sinnlichkeit, 10. Kapitel Hau Scheng – Liebe des Lebens, 17. Ordnung, nicht Schärfe, www.zeno.org


Achte die Jugend, du weißt nicht, wie sie sich entwickeln wird.


Begegnest du jemandem, der ein Gespräch wert ist, und du versäumst es, mit ihm zu reden, dann hast du einen Menschen verfehlt. Begegnest du jemandem, der kein Gespräch wert ist, und du redest mit ihm, dann hast du deine Worte verfehlt. Weise ist, wer stets den richtigen Menschen und die richtigen Worte findet.


Dem Menschen, der der Menschlichkeit entbehrt, helfen keine frommen Gesten.


Der Herrscher muß ein Herrscher, der Minister ein Minister, der Vater ein Vater und der Sohn ein Sohn sein.


Der Weise hat in seiner Einstellung zur Welt weder Vorlieben noch Vorurteile. Er ist auf der Seite des Rechts.


Ein Mensch ohne Menschenliebe, was hilft dem die Form? Ein Mensch ohne Menschenliebe, was hilft dem die Musik?


Einen Edelstein kann man nicht blank machen, ohne ihn zu reiben.


Erwirb neues Wissen, während du das alte überdenkst, so wirst du anderen zum Lehrer.


Es gibt drei Kennzeichen für einen überragenden Menschen; tugendhaft ist er, wenn er frei von Angst ist, weise ist er, wenn er frei von Erstaunen ist, tapfer ist er, wenn er frei von Furcht ist.


Es gibt ein Wort, das jedem als praktische Lebensregel dienen könnte: Gegenseitigkeit.


Es gibt niemanden, der nicht ißt und trinkt, aber nur wenige, die den Geschmack zu schätzen wissen.


Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als auf die Dunkelheit zu schimpfen.


Es ist nicht von Bedeutung, wie langsam du gehst, solange du nicht stehenbleibst.


Geschickte Reden und eine zurechtgemachte Erscheinung sind selten Zeichen von Mitmenschlichkeit.


Glatte Worte und einschmeichelnde Mienen sind selten gepaart mit Sittlichkeit.


Glück kommt nie zu zweit, Unglück nie allein.


Hast du eine Pflicht überschritten, so scheue nicht den Rückweg.


In allem nur dem Vorteil nachgehen, bringt viel Ärgernis.


Ist man nicht fleißig in der Jugend, wird man im Alter traurig sein.


Klug sein besteht zur Hälfte darin, zu wissen, was man nicht weiß.


Laute Freunde sind oft leise Feinde.


Lernen ohne zu denken, ist eitel, denken, ohne zu lernen, ist gefährlich.


Lesen ohne Denken verwirrt den Geist, und Denken ohne Lesen macht leichtsinnig.


Man muß sich einen Stecken in der Jugend schneiden, damit man im Alter daran gehen kann.


Menschlichkeit ist das Wesen der Sittlichkeit, Menschenkenntnis das Wesen der Weisheit.


Nur die Allerweisesten und die Allerdümmsten ändern sich nie.


Nur die höchststehenden Weisen und die tiefststehenden Narren sind unveränderlich.


Ob es Gott gibt oder nicht, wissen wir nicht. Also lasset uns ihm Opfer darbringen.


Ruhm liegt nicht darin, niemals zu fallen, sondern jedesmal wieder aufzustehen, wenn wir gescheitert sind.


Suche nicht bei einem Menschen alle guten Eigenschaften.


Tugend ist, die Menschen zu lieben, Weisheit, sie zu verstehen.


Über das Ziel hinausschießen ist ebenso schlimm wie nicht ans Ziel kommen.


Unwissenheit ist die Nacht des Geistes, eine Nacht ohne Mond und Sterne.


Vergiß Kränkungen, aber nie Freundlichkeiten.


Vieles war schon Blüte und reifte nicht.


Was du selbst nicht wünschst, tu nicht an anderen.


Wenn der Wille auf das Gute gerichtet ist, gibt es nichts Böses.


Wenn die Begriffe nicht klargestellt sind, dann treffen die Worte nicht das Richtige. Wenn die Worte nicht das Richtige treffen, dann kann man in seinen Aufgaben keinen Erfolg haben, dann können Ordnung und Harmonie nicht blühen. Wenn Ordnung und Harmonie nicht blühen können, dann sind die Strafen nicht gerecht. Wenn die Strafen nicht gerecht sind, dann weiß das Volk nicht mehr aus noch ein.


Wenn ich einen Satz auswählen sollte, um meine ganze Lehre zusammenzufassen, würde ich sagen: Laß nichts Böses in deinen Gedanken sein.


Wenn man in den Grundsätzen nicht übereinstimmt, kann man einander keine Ratschläge geben.


Wenn man selbst lieber zu viel tut und wenig von andern erwartet, so bleibt man fern vom Groll.


Wer die Macht der Wörter nicht kennt, kann auch die Menschen nicht kennen.


Wer einen Fehler gemacht hat und nicht korrigiert, begeht einen zweiten.


Wer Geist hat, hat sicher das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendigerweise Geist.


Wer kann hinausgehen, es sei denn, durch die Tür; warum doch wandeln die Menschen nicht auf diesem Pfade?


Wer Menschen beurteilt, hüte sich vor billigem Tadel und billigem Lob.


Wer nur darauf bedacht ist, sein eigenes Leben reinzuhalten, der bringt die menschlichen Beziehungen in Unordnung.


Wer selbst recht ist, braucht nicht zu befehlen: und es geht. Wer selbst nicht recht ist, der mag befehlen, doch wird nicht gehorcht.


Wer täglich weiß, was ihm noch fehlt und monatlich nicht vergißt was er kann, der kann ein das Lernen Liebender genannt werden.


Wer unsere Träume stiehlt, gibt uns den Tod.


Wir sind einander nah durch die Natur, aber sehr entfernt durch die Bildung.


Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen.


Zufriedenheit bringt auch in der Armut Glück; Unzufriedenheit ist Armut, auch im Glück.


Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel.


Fordere viel von dir selbst, und erwarte wenig von anderen. So wird dir viel Ärger erspart bleiben.


Wer neu anfangen will, soll es sofort tun, denn eine überwundene Schwierigkeit vermeidet hundert neue.


Wer fragt, ist ein Narr für eine Minute. Wer nicht fragt, ist ein Narr sein Leben lang.


Drei primitive Dinge genügen mir zum Leben: Etwas Wasser zum Trinken, etwas Brot zum Essen und ein angewinkelter Arm zum Schlafen.


Das Wasser haftet nicht an den Bergen, die Rache nicht an einem großen Herzen.


Der Edle bleibt fest in der Not. Wenn der Gemeine in Not kommt, so wird er trotzig.


Alle weltlichen Dinge sind nur ein Traum im Frühling. Betrachte den Tod als Heimkehr.


Der aus eigener Kraft Herr über sich selbst wird, ist wie der Polarstern, er bewegt sich nicht, und das All kreist um ihn herum…..


Der Weise versteht es, auch Unglück mit Festigkeit und Würde zu tragen, die anderen geraten durch Unglück aus der Fassung.


Liebe kennt keine Belohnung. Liebe ist um der Liebe willen da.


Der Weise ändert sich auch in der Not nicht.


Der Weise ist friedliebend, aber er kennt keine Kompromisse. Der gewöhnliche Mensch macht Kompromisse, aber ist nie friedliebend.


Weisheit befreit vom Zweifel, die Tugend befreit vom Leiden, Entschluß befreit von Furcht.


Besser als die Wahrheit kennen ist die Wahrheit lieben.


Etwas lernen und mit der Zeit darin immer geübter werden, ist das nicht auch eine Freude?


Bewältige eine Schwierigkeit und du hältst hundert andere dir fern.


Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.


Zu sehen, was recht ist, und es gegen seine Einsicht nicht tun, ist Mangel an Mut.


Der höhere Mensch findet keine Verbitterung darüber, wenn ihn die Menschen nicht beachten.


Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben.


Von denen einen Rat zu holen, die nicht den gleichen Weg gehen, ist nutzlos.


Wer höher oben ist, weiß was richtig ist, weiß was sich verkaufen wird.


Kein Ding auf der Welt ist vollkommen.


Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun läßt; das verstehe ich.


Der unklare Sprachgebrauch führt über eine Rechtsverunsicherung zum Chaos.


Ein Armer, der nicht schmeichelt, und ein Reicher, der nicht stolz ist, sind annehmbare Charaktere. Sie kommen aber nicht dem Armen gleich, der vergnügt ist, und dem Reichen, der dennoch die Regeln des Anstands bewahrt.


Wenn die Sprache nicht stimmt, dann ist das, was gesagt wird, nicht das, was gemeint ist. So kommen keine guten Werke zustande. also dulde man keine Willkür in den Worten.


Leider ist er gestorben. Ich habe ihn nur vorwärts gehen sehen. Niemals sah ich ihn bei Erreichtem stehen bleiben.


Macht ohne Großmut und äußere Trauer ohne Schmerz, das sind Dinge, die man nicht mit ansehen kann.


Der Weg eines überlegenen Menschen ist ein dreifacher: tugendhaft, daher frei von Besorgnis; weise, daher frei von Verwirrung; mutig, daher frei von Furcht.


An einem edlen Pferd schätzt man nicht seine Kraft, sondern seinen Charakter.


Der Anführer eines großen Heeres kann besiegt werden. Aber den festen Entschluß eines einzigen kannst du nicht wankend machen.


Der sittliche Mensch liebt seine Seele, der gewöhnliche sein Eigentum.


Essen und Beischlaf sind die beiden großen Begierden des Mannes.


Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern.


Liebevolle Beziehung zu dem anderen soll etwas von uns Entferntes sein? Nein, wenn ich sie erstrebe, dann erreiche ich sie.


Von Natur aus sind die Menschen fast gleich; erst die Gewohnheiten entfernen sie voneinander.


Wenn im Herzen Aufrichtigkeit ist, wird sich Schönheit im Wesen zeigen. Wenn im Wesen Schönheit ist, wird Eintracht im Hause herrschen.


Der Weg ist das Ziel.


Erkenne das Ewige, und Du bist weise. Oder: Das Ewige erkennen ist Weisheit. Di schong jet min.


Wenn Ameisen und Frauen in Eile sind, droht immer ein Erdbeben.


Die Liebe ist das Gewürz des Lebens, sie kann es versüßen, aber auch versalzen.


Es ist möglich, wahrhaft edel, aber ohne Güte zu sein. Nie aber hat es einen gütigen Menschen gegeben, der nicht edel gewesen wäre.


Der Edle kann diejenigen beeinflussen, die über ihm stehen. Der kleine Mann nur diejenigen die unter ihm stehen.


Der Edle kann eine Sache von allen Seiten ohne Vorurteil betrachten, der kleine Mann ist voll von Vorurteilen und kann eine Sache nur von einer Seite betrachten.


Wer in seinen Worten maßlos ist, wird sie schwerlich in die Tat umsetzen können.


Lernen und nicht denken ist unnütz. Denken und nicht lernen ist zwecklos.


Wenn du keine Worte kennst, kannst du die Leute nicht erkennen.


Zuerst die innere Haltung, dann die äußere Form! Es ist wie beim Malen, wo man Glanzlichter zuletzt aufsetzt.


Wissen bedeutet zu erkennen, daß du es weißt, und, wenn du etwas nicht weißt, zu erkennen, daß du es nicht weißt.


Wer sich nicht viel Gedanken über das macht, was weit weg ist, dem wird bald Schlimmeres nahe sein.


Der weise Chi-wen-tse überlegte immer dreimal, bevor er handelte. Als der Meister das hörte, sagte er: Zweimal wäre genug.


Der Edle lenkt die Aufmerksamkeit auf die guten Seiten anderer hin, nicht auf ihre Mängel. Der kleine Mann tut das Gegenteil.


In alten Zeiten lernte man, um sich selbst zu vervollkommnen, heute tut man es, um auf andere Eindruck zu machen.


Ein edler Mensch beurteilt niemanden nur nach seinen Worten. In einer kultivierten Welt blühen Taten, in einer unkultivierten Welt Worte.


Das Alter der Eltern darf man nie vergessen. Erstens, um sich darüber zu freuen. Zweitens, um sich darüber zu sorgen.


Wer wirklich gütig ist, kann nie unglücklich sein; wer wirklich weise ist, kann nie verwirrt werden; wer wirklich tapfer ist, fürchtet sich nie.


Wer das Ziel kennt, kann entscheiden, wer entscheidet, findet Ruhe, wer Ruhe findet, ist sicher, wer sicher ist, kann überlegen, wer überlegt, kann verbessern.


Wer selbst viel tut und von anderen wenig erwartet, der wird wenig Kummer haben.


Wer nicht an die Zukunft denkt, der wird bald große Sorgen haben.


Zu einem guten Ende gehört auch ein guter Beginn.


Suche die kleinen Dinge die dem Leben Freude geben.


Wenn Freunde von weit her zu Besuch kommen – ist das nicht wirkliche Freude.


Der edle Mensch ist in Frieden mit sich selbst; der Gemeine macht sich ständig Sorgen.


Auch ein Geschäftsabschluß kann Schönheit besitzen, wenn er einen Stil, einen Sinn und eine Farbe hat.


Gemeinsamkeiten machen eine Beziehung angenehm, interessant wird sie jedoch erst durch die kleinen Verschiedenheiten.


Wer am falschen Faden arbeitet, zerstört das ganze Gewebe.


Wer ständig glücklich sein möchte, muß sich oft verändern.


Naht der Tod, ist des Menschen Tod ohne Falsch.


Ein Heer kann seines Führers, aber niemand seiner Gedanken beraubt werden.


Wer das Morgen nicht bedenkt, wird Kummer haben, bevor das Heute zu Ende geht.


Nimm dir den nicht zum Freunde, der dir nicht ebenbürtig ist.


Der Edle leidet an seinen Mängeln, nicht an mangelnder Anerkennung.


Der Edle Mensch sucht Grund und Anlaß in sich selbst, der niedrige sucht sie in anderen.


Wer trotz seines möglichen Vorteils an seine Pflicht denkt, wer trotz seines möglichen Todes sein Leben einsetzt, wer trotz lang vergangener Zeiten seine gegebenen Worte nicht vergißt, der kann als vollkommener Mensch gelten.


Ein vornehmer Mensch tadelt sich selbst, ein gewöhnlicher die andern.


Ich hasse diejenigen, die List für Weisheit, die Ungehorsam für Kühnheit und Geschwätz für Wahrheit nehmen.


Ein Mensch ohne Aufrichtigkeit ist ein Gefährt ohne Achsen, unbeweglich und unverwendbar.


Es schadet nichts, wenn einem Unrecht geschieht. Man muß es nur vergessen können.


Ich habe noch keinen gesehen, der moralischen Wert liebt, ebenso, wie er die Frauenschönheit liebt.


Schenke nicht Glauben den Worten, ohne sie geprüft zu haben, und nimm erst Partei, nachdem du wohl überlegt hast.


Es ist nicht die Wahrheit die einen Menschen groß macht, sondern der Mensch der die Wahrheit groß macht.


Wenn Worte ihre Bedeutung verlieren, verlieren Menschen ihre Freiheit.


Was ist Weisheit? Die Menschen kennen. Was ist Menschenkenntnis? Die Menschen lieben.


Wissen ist wissen, Nichtwissen ist nicht wissen. Das ist Wissen.


Es ist betrüblich, wenn wir die Menschen nicht kennen. Schau, was einer tut – bedenke, warum er es tut und forsche, woran er Freude hat.


Wenn die Begriffe sich verwirren, ist die Welt in Unordnung.


Die Kunst zu führen: Der Menge vorangehen und sie arbeiten lehren!


Wahrlich, täglich erneuere dich.


Der Edle ist bewandert in der Pflicht, der Gemeine ist bewandert im Gewinn.


Der Meister sprach: “In der Frühe die Wahrheit vernehmen und am Abend Sterben: Das ist nicht schlimm.”


Der Meister sprach: “Die durch Beschränkung verloren haben, sind selten.”


Wenn der Körper sagt “Mehr!” sagt der Geist: “Morgen”.


Der Meister sprach: “Wo alle hassen, da muß man prüfen; wo alle lieben, da muß man prüfen.”


Der Meister sprach: “Wer selbst recht ist, braucht nicht zu befehlen: und es geht. Wer selbst nicht recht ist, der mag befehlen: doch wird nicht gehorcht.”


Der Mensch ist von Geburt an gut, aber die Geschäfte machen ihn schlecht.


Die Perle kann ohne Reibung nicht zum Glänzen, der Mensch ohne Anstrengung nicht vervollkommnet werden.


Es ist kein Unglück, blind zu sein. Es ist nur ein Unglück, die Blindheit nicht zu ertragen.


Der Retter eines Menschen ist größer als der Bezwinger einer Stadt.


Der Edle benutzt seinen Reichtum, um sein Leben reicher zu gestalten. Der Niedrigdenkende benützt sein Leben, um zu Reichtum zu gelangen.


Messer haben als Mordwerkzeuge bei Tisch nichts zu suchen.


Erzähle mir die Vergangenheit und ich werde die Zukunft erkennen.


Die Eltern sind verpflichtet, die Seele der Kinder zu prägen.


Dem einfachen Menschen kann man seinen Willen nicht rauben.


Wer gut verdient, strengt sich nicht an. Wer sich anstrengt, verdient nicht gut.


Erst in einer Zeit der Unruhe kann man Treue erkennen.


Wer lernt und nicht denkt, ist verloren! Wer denkt und nicht lernt, ist in großer Gefahr.


Selbst der stärkste Mann kann sich nicht selbst in die Höhe heben.


Maß und Mitte sind der Höhepunkt menschlicher Naturanlage.


Die durch Beschränkung verloren haben, sind selten.


Wer mit 40 Jahren unter seinen Mitmenschen verhaßt ist, bleibt so bis zum Ende.


Mit einem Menschen muß man zusammenleben, um ihn zu kennen.


Nicht kümmere ich mich, daß die Menschen mich nicht kennen. Ich kümmere mich, daß ich die Menschen nicht kenne.


Ich prüfe täglich dreifach mein Selbst: Ob ich, für andere sinnend, es etwa nicht aus innerstem Herzen getan; ob ich, mit Freunden verkehrend, etwa meinem Wort nicht treu war; ob ich meine Lehren etwa nicht geübt habe.


Nur der Sittliche kann lieben und hassen.


Erst handeln und dann mit seinen Worten sich danach richten.


Der Edle liebt es, langsam im Wort und rasch im Tun zu sein.


Verhindere Verbrechen, damit Strafe nicht nötig ist. Work to stop crimes so that punishment is not necessary.


Indem man über andere schlecht redet, macht man sich selber nicht besser.


In alten Zeiten redete man weniger, man hatte Angst daß die Taten nicht mit den Worten übereinstimmten.


Wer bei seinen Handlungen immer auf Vorteil bedacht ist, wird sich viele Feinde machen.


Nicht der Himmel richtet die Menschen zugrunde, sondern die Menschen tun es selbst, indem sie die ewigen Gesetze übertreten.


Die ehrenwerten Spießbürger sind gerade die Verderber der Moral.


Der Edle kümmert sich nicht darum, wenn ihm die Anerkennung vorenthalten wird; denn er ist damit beschäftigt, Dinge zu tun, die Anerkennung verdienen.


Daß Keime nicht zu Blüten werden, ach, das kommt vor. Daß Blüten nicht zu Früchten werden, ach, das kommt vor.


Der Meister sprach: “Ich war fünfzehn, und mein Wille stand aufs Lernen, mit dreißig stand ich fest, mit vierzig hatte ich keine Zweifel mehr, mit fünfzig war mir das Gesetz des Himmels kund, mit sechzig war mein Ohr aufgetan, mit siebzig konnte ich meines Herzens Wünschen folgen, ohne das Maß zu übertreten.”


Wenn man nicht mit Unmut darauf reagiert, das andere einen nicht anerkennen, ist das nicht auch die Eigenschaft eines Edlen?


Es gibt Menschen von Bedeutung, die aber ohne moralischen Wert sind. Nie aber kommt es vor, das beschränkte Menschen moralischen Wert haben.


Beim Unterricht unterscheide ich nicht zwischen arm und reich. Ich habe Leute, die mir das kleinste Geschenk brachten, ebenso unterrichtet wie andere.


Als sich Tzu Lu über die Kunst der Regierung erkundigte, erwiderte der Meister: “Sei dem Volk voraus, zeige ihm wie zu arbeiten ist”.


Der wahrhaft Edle predigt nicht, was er tut, bevor er nicht getan hat, was er predigt.


Der gewöhnliche Mensch ist groß in kleinen Dingen und klein in großen Dingen.


Alles Streben des höheren Menschen gilt höheren Dingen; das Trachten des gewöhnlichen gilt dem Gewöhnlichen.


Der höhere Mensch will Gerechtigkeit, der gewöhnliche Gunst.


Der edelgesinnte Mensch ist selbstbewußt, doch nicht hochmütig. Der gewöhnliche ist hochmütig, doch nicht selbstbewußt.


Der höhere Mensch hat Seelenruhe und Gelassenheit, der gewöhnliche ist stets voller Unruhe und Aufregung.


Wir wissen noch nichts vom Leben, wie könnten wir etwas über den Tod wissen?


Wer bei Kleinigkeiten keine Geduld hat, dem mißlingt der große Plan.


Was bleibt über vom Heldentum? Ein verfallener Hügel, bewachsen mit Unkraut.


Wer vor nichts Angst hat, wird durch die Gefahr überrascht.


Der Edle haßt den Gedanken, die Welt zu verlassen, ohne daß sein Name genannt wird.


Es ist nicht schwer, das Gute zu erkennen, aber wohl, es in die Tat umzusetzen.


Unser größter Ruhm liegt nicht darin, niemals zu fallen, sondern jedesmal wieder aufzustehen, wenn wir gescheitert sind.


Erkenne das Ewige und du bist weise.


Ehe du anfängst, den Staat neu zu ordnen, grabe deinen Garten dreimal um.


Die ganze Kunst der Sprache besteht darin, verstanden zu werden.


Achtet die Jungen! Wie wollt ihr wissen, ob sie nicht eines Tages alles das sein werden, was ihr jetzt seid?


Vor drei Dingen soll der edle Mensch sich hüten: Solange er noch jung ist und seine Kräfte noch nicht gefestigt sind, hüte er sich vor der Liebeslust. Wenn er in voller Mannesblüte steht und seine Kräfte ausgereift sind, hüte er sich vor der Streitsucht. Ist er alt geworden und verlassen ihn seine Kräfte, so hüte er sich vor Habsucht.


Wer sich nicht selbst bemüht, dem mag ich nicht weiterhelfen; Wer nicht selbst das Wort sucht, dem zeige ich es nicht.


Wer Entscheidungen nicht plant, Sondern sich erst dann darum kümmert, Wenn die Entscheidung fallen muß, Der handelt zu spät.


So fließt alles dahin wie der Fluß ohne Aufhalten Tag und Nacht!


Der Edle sucht die Ursache eines Mißlingens in seiner eigenen Person, der Durchschnittsmensch sucht den Grund eines Mißlingens in anderen.


Vergeltet Böses mit Gerechtigkeit – und Gutes mit Gutem.


Kindliche Pietät ist die Wurzel aller Tugend und der Stamm, aus dem alle moralischen Lehren hervorwachsen.


Besser ein Diamant mit einem Fehler als ein Kieselstein ohne.


Der Edle denkt an die Tugend, der Alltagsmensch an den Besitz; der Edle denkt an das Gesetz, der Alltagsmensch an Gunst. Der Edle ist hochgesinnt und nicht hochmütig, der Alltagsmensch ist hochmütig, aber nicht hochgestimmt.


Die Liebesdienste und die Verehrung, die man den Eltern erweist, während sie noch am Leben sind und die aus Gram und Kummer entstehenden Opfer, die man ihnen nach ihrem Tode darbringt, diese bilden die Grundlage für alle Pflichten der Menschen.


Lerne, als hättest du es nicht erreicht und fürchtest, es zu verlieren.


Weisheit, Mitleid und Tapferkeit sind die drei wichtigsten sittlichen Eigenschaften des Menschen.


Wer sein Unwissenheit zugibt, zeigt sie einmal; wer sie zu verbergen sucht, zeigt sie viele Male.


Andere sieht man in einem klaren Licht, sich selbst aber nicht.


Hast du Wissen und Weisheit, so sei deswegen nicht überheblich.


In Stille nachdenken, geduldig Wissen erwerben und dies unermüdlich andere lehren – das ist nicht zu lernen, das muß man haben.


Wer das Lernen liebt, der ist dem Wissen nahe.


Ein bißchen Wissen ist eine gefährliche Sache.


Bücher erschöpfen die Worte nicht, Worte erschöpfen die Gedanken nicht.


Dies ist keine vollständige liste der zitate von Konfuzius. Zitate anderer autoren sind ebenfalls verfügbar.