Kurt Hans Biedenkopf

Beim erstenmal spricht man von Zufall, beim zweiten von Statistik, beim drittenmal von Tradition.


Der Atheist muß in der Regel einen viel höheren Glaubensaufwand betreiben als der Gläubige.


Der stärkste Verbündete ist die Wirklichkeit.


Der Streit ist der Vater des Fortschritts.


Die bestehende Struktur weigert sich immer, durchs Fernrohr zu gucken.


Die verbale Bereitschaft zum Umdenken und zu Veränderungen steht im umgekehrt proportionalen Verhältnis zu den wirklichen Fähigkeiten.


Die Vermögenspolitik darf nicht dazu führen, daß die Gewinne sozialisiert und die Verluste privatisiert werden.


Fehler erscheinen immer dann als vermeidbar, wenn man sie gemacht hat.


Fortschritt ist der Weg von der primitiven über die komplizierte zur einfachen Lösung.


Intrigen sind das Nebengeräusch der Politik.


Mitbestimmung ist die ständige Teilnahme an der Willensbildung im Unternehmen selbst. Wenn man diesen Prozeß der Mitgestaltung verbessern will, muß man sicherstellen, daß die Unternehmensleitung zur Kooperation mit der Arbeitnehmerschaft bereit ist.


Ohne Millionäre gibt es keine Sicherheit für Millionen.


Toleranz beginnt dort, wo das Recht endet.


Uns geht nicht die Arbeit, uns gehen die Arbeitgeber aus.


Vertrauen ist so scheu wie das Reh. Wenn man es einmal verjagt hat, dauert es lange, bis es wiederkommt.


Viele meinen anscheinend, daß das Argument, der Prozeß sei unumkehrbar, vertrauensbildend wirkt. Das Gegenteil ist der Fall.


Wer die Gesellschaft voranbringen will, darf sich nicht nur in ihrer Mitte bewegen.


Dies ist keine vollständige liste der zitate von Kurt-Hans-Biedenkopf. Zitate anderer autoren sind ebenfalls verfügbar.