Lay Rupert

Viele Vorstandsvorsitzende oder Vorstände dominieren ihre Umgebung durch Alpha-Verhalten. Sie wollen immer der Boß sein, sie hören nicht zu, sie sprechen in langen Monologen und sie behaupten, stets zu wissen, was richtig ist. Damit wecken sie fürchterliche Aggressionen.


Wenn es eine Kostenstelle für die Folgen moralisch falscher Entscheidungen gäbe, wäre die Summe der Fehlleistungen in vielen Unternehmen fast ebenso hoch wie die der Personalkosten.


Manager sind ihr Geld nicht wert, wenn ihre Entscheidungen zu hohen Reibungsverlusten beispielsweise mit dem Staat oder der eigenen Belegschaft führen. So wie die Politik-Skandale den Politikern und ihrer Partei schaden können, so können auch Manager ihre Unternehmen mit moralischen Fehlentscheidungen Unsummen kosten.


Im Sinne ökonomischer Moral kann man für Katastrophen verantwortlich werden, die gar nicht oder nur sehr schwer vorherzusehen waren.


Ein Unternehmen erzeugt übermäßigen Aufwand, wenn es unmoralisch handelt. Es kostet mehr, die Grenzmoral zu unter- als zu überschreiten.


Die Grenzmoral kann als eine Kosten-Nutzen-Kurve moralischen Handelns aufgefaßt werden: Sie zeigt, welcher ökonomische Ertrag welchem Aufwand für moralisch korrektes Verhalten entspricht.


Ungefähr 90 Prozent der Manager fühlen sich überfordert. Ihnen können Organisationsreformen nicht helfen. Wichtig ist vielmehr, daß sie ihre persönlichen Prioritäten neu strukturieren.


Manager müssen lernen, ihre persönliche Erlebniswelt zu kultivieren. Sie müssen es genießen können, einen Vogel singen zu hören.


Manager, die nur innerhalb des Leistungssystems denken, sind nicht mehr in der Lage, sich selbst, ihre Mitmenschen und ihre Umwelt jenseits ihrer Funktion zu sehen. Sie reden mit Kollegen nur, um ein funktionales Ziel zu erreichen, nicht, weil ihnen an Menschen gelegen ist. Sie sehen ihre Umgebung als ausbeutbaren Rohstoff und nicht als Erlebniswelt.


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