Leben d m

“Das Einzige, aus dem Menschen sich etwas machen sollten, ist Freude am Leben, Dankbarkeit für das Leben; aber die bekommt man nicht durch Liebe. Im Gegenteil, Liebe ist die Peitsche.” – Knut Hamsun, Das letzte Kapitel


“Das Grün fehlt mir, das Grün ist eine geistige Nahrung, das Grün speist die sanfte Lebensart und die Ruhe der Seele. Wenn man diese Farbe des Lebens ausmerzt, vertrocknet man schnell und wird böse.” – Antoine de Saint-Exupéry, Briefe an seine Mutter


“Das ist eines der Geheimnisse des Lebens: Die Seele durch die Sinne zu heilen und die Sinne durch die Seele.” – Oscar Wilde, Das Bildnis des Dorian Gray, Kapitel 2 / Lord Henry


“Das menschliche Leben ist ein Kampf von Anfang bis Ende. Wir alle werden unter Umständen voll Kummer und Schmerzen in dieses elende Leben geboren.” – August Strindberg, Der Sohn der Magd


“Das Verhalten der Menschen, so lange ihre Natur, wie sie jetzt ist, bliebe, würde also in einem bloßen Mechanismus verwandelt werden, wo, wie im Marionettenspiel, alles gut gestikuliert, aber in den Figuren doch kein Leben anzutreffen sein würde.” – Immanuel Kant, Metaphysik der Sitten, A 265


“Die Außendinge sind dazu da, dass man sie benützt, um durch sie das Leben zu gewinnen, nicht daß man das Leben benützt, um sie zu gewinnen.” – Lü Bu We


“Die erste Pflicht im Leben besteht darin, so künstlich zu sein wie möglich. Was die zweite Pflicht ist, hat bis jetzt noch niemand herausgefunden.” – Oscar Wilde, Sätze und Lehren zum Gebrauch für die Jugend


“Die Harmonie des Lebens finden wir im Geiste, dem wahrhaft wirklichen Leben.” – Friedrich Ast, Das Wesen der Philosophie


“Die wahre Philosophie ist der freie Geist des Lebens, entbunden aller Systematik, allem Formalismus, die Schulphilosophie dagegen ist Scheinphilosophie.” – Friedrich Ast, Das Wesen der Philosophie


“Die Wissenschaft wächst auf Kosten des Lebens. Je mehr man dem Gedanken gibt, umso mehr entzieht man sich der Tat.” – Francesco de Sanctis, Über die Wissenschaft und das Leben


“Doch wie einen Zug im Brettspiel das Leben zu wiederholen, das gibt es nicht.” – Antiphon, zitiert in Hermann Diels »Die Fragmente der Vorsokratiker«, Rowohlt; 8. Auflage


“Drei Pfade hat der Mensch in sich, in denen sich sein Leben tätigt: die Seele, den Leib und die Sinne.” – Hildegard von Bingen, Wisse die Wege


“Das Leben ist ein beständiges Abschiednehmen. Jeden Abend nimmt man von einem Tage Abschied, oft mit einem Seufzer der Erleichterung, aber oft auch mit Schmerz.” – Ricarda Huch, Schlussworte auf dem 1. Deutschen Schriftstellerkongress


“Das Leben ist Ewiges und Zeitliches zugleich; Das Ewige ist sein Wesen, das Zeitliche seine Form oder Bildung.” – Friedrich Ast, Das Wesen der Philosophie


“Das Leben ist sich wandeln, sich wandeln ist reifen, reifen ist ohne Ende schöpferisch an sich arbeiten.” – Henri Bergson, Kalenderblatt


“Das Leben ist unendlich viel seltsamer als irgend etwas, das der menschliche Geist erfinden könnte. Wir würden nicht wagen die Dinge auszudenken, die in Wirklichkeit bloße Selbstverständlichkeiten unseres Lebens sind.” – Arthur Conan Doyle, Sherlock Holmes, “Eine Frage der Identität”


“Das Leben ist viel zu wichtig, um es ernst zu nehmen.” – nach Oscar Wilde, Lady Windermeres Fächer, 1. Akt, Lord Darlington


“Es gibt Tage, wo das Leben übertrieben flau ist. Zu Bett gehen; weiter hilft nichts mehr.” – Heinrich Mann, Der Unbekannte


“Es ist ungeheuer wertvoll und wunderbar, wenn ich allein bin – die kleinen Dinge des Lebens, das Leben des Lebens.” – Katherine Mansfield, Tagebücher


“Es war ein flüchtiger Blick weit zurück in das arkadische Leben, oder noch weiter zurück in das Goldene Zeitalter, bevor die Menschheit mit Sünde und Kummer beladen und das Vergnügen von jenen Schatten verdunkelt war, die es überhaupt erst plastisch und zum Glück machen.” – Nathaniel Hawthorne, Der Marmorfaun, S. 63


“Gründlich das Leben zu kennen ist des Weisen wichtigste Aufgabe. Gründlich den Tod zu kennen ist der Weisheit letzter Schluss.” – Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 119


“Ich erfülle mir ununterbrochen den Traum, daß das Leben ein Märchen ist, in dem das Gute eindeutig gut und das Schlechte schlecht ist, und ich gehe bedingungslos davon aus, daß dieser Traum erlaubt ist, das heißt, ich vertrete ihn, wenn es sein muß, mit aller Brutalität und äußerstem Raffinement.” – Claus Peymann, Quelle: http://www.a-e-m-gmbh.com/andremuller/interview%20mit%20claus%20peymann.html


“Ihr habt nur die Chance, mit uns zu leben. Ein Leben ohne uns wird es für Euch nicht mehr geben. Die Ibrahims, Stefanos, Marios, Laylas und Sorayas sind deutsche Realität. Ihr werdet es nicht verhindern können, dass bald ein türkischstämmiger Richter über Euch das Urteil fällt, ein pakistanischer Arzt Eure Krankheiten heilt, ein Tamile im Parlament Eure Gesetze mit verabschiedet und ein Bulgare der Bill Gates Eurer New Economy wird. Nicht Ihr werdet die Gesellschaft internationalisieren, modernisieren und humanisieren, sondern wir werden es tun – für Euch.” – Walid Nakschbandi, über Migranten in Deutschland, verteidigt-israel.de


“Im bürgerlichen Leben wird man wegen Dinge bestraft, die man tut; die militärischen Regeln fügen aber ein neues Prinzip hinzu – man wird auch wegen Dinge bestraft, die man nicht tut.” – John Steinbeck, aus Tortilla Flat


“In den Beziehungen zwischen Menschen gibt es so wenig einen Stillstand wie im Leben des Einzelnen.” – Arthur Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken


“In diesem Buch, welches meine Erinnerung ist, auf der ersten Seite des Kapitels in dem der Tag beschrieben wird an dem ich dich zum ersten Mal traf, kann man die Worte lesen: »Hier beginnt ein neues Leben«.” – Dante Alighieri, Das neue Leben (La Vita Nuova), I, 1


“Je mehr ein Mensch vom Leben aus Gott erfüllt ist, desto liebevoller wird er um die besorgt sein, die noch ohne Gott in der Welt leben.” – John Wesley, Über allem die Liebe


“Kann man das Werden eines schlechten Buches vergeben, dann nur den Ärmsten, welche schreiben, um zu leben.” – Molière, Der Menschenfeind


“Leben bedeutet immer: dem Höheren, der Vollkommenheit entgegenstreben, sich emporschwingen und versuchen, den Gipfel zu erreichen.” – Boris Pasternak, Doktor Schiwago


“Leben ist Tun und Leiden. Je wissender der Mensch, desto tiefer sein seelisches Leid.” – Oswald Spengler, Urfragen. Fragmente aus dem Nachlass


“Leben muss man ein Leben lang lernen, und, darüber wirst du dich vielleicht am meisten wundern: ein Leben lang muss man sterben lernen.” – Seneca d.J., De Brevitate Vitae


“Liebe ist gesteigertes Leben, und Mitleben heißt Mitleiden, die Wünsche, Sehnsüchte und Bedrängnisse des andern als seine eigene fühlen und dennoch das eigene Ich in seiner Einmaligkeit bewahren.” – Zenta Maurina, Um des Menschen willen


“Man erkennt das Leben erst, wenn es entflieht, und man begreift es erst, wenn man die Macht darüber verloren hat.” – Francesco de Sanctis, Über die Wissenschaft und das Leben


“Man lebt, wenn man das Glück hat, mehre Freunde zu besitzen, mit jedem Freunde ein eignes, abgesondertes Leben.” – Ludwig Tieck, Phantasus


“Man muss das Leben wichtig nehmen. Wenn man das Leben wichtig nimmt, so nimmt der Gewinn an Wichtigkeit ab.” – Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 381


“Mein glücklichster Einfall war wohl mein Stöckchen, denn es hat mich am meisten von den anderen unterschieden und mir den schnellsten Erfolg verschafft. Es war mit mir auch so verwachsen, dass es schon sein eigenes komisches Leben bekommen hat.” – Charlie Chaplin, Die Wurzeln meiner Komik


“Mein Leben gähnt mich an wie ein großer weißer Bogen Papier, den ich vollschreiben soll, aber ich bringe keinen Buchstaben heraus.” – Georg Büchner, Leonce und Lena, 1. Akt, 3. Szene / Leonce


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