Luise Rinser

Am kostbarsten sind immer die Dinge, die keinen Preis haben.


Aus allen großen Ideen machen wir das Falsche, alles pervertieren wir, das Christentum wie den Marxismus.


Das Band, das eine Ehe zusammenhält, ist zwar unsichtbar, aber man hört, wenn es reißt.


Der Harz, der Brocken der Hexentanzplatz, nordisch finstere Welt, fremd, fremd.


Die großen Geldscheine in den Taschen der Jugend sind Zeichen einer bankrotten Gesellschaft.


Ein Leben, bei dem nicht von Zeit zu Zeit alles auf dem Spiel steht, ist nichts wert.


Eine Ehe führen heißt, nichts für sich allein haben, sich rückhaltlos geben, kein wirkliches Geheimnis haben.


Gott ist Mann-und-Frau.


Ich laufe mir nach. Ich: Ein Lichtpunkt in weiter Ferne. Ich versuche ihn zu erreichen. Ich laufe ihm nach. Immer. Es gibt Augenblicke, in denen ich mich, den Lichtpunkt, erreiche. Spirituelle Glücksmomente von allerkürzester Dauer. Einssein mit sich, Einssein mit allem, das mystische Geschenk.


Nie mehr wird sie klettern, sie wird dicker und dicker werden und nie mehr leichtfüßig und nur für sich selber verantwortlich schwierige Touren machen, zentnerschwer wird das Leben als Mutter und Ehefrau an ihr hängen.


Was ist Leidenschaft? Sie ist nichts als ein Angebot, eine Chance zur Liebe. Leidenschaft allein führt immer zur Katastrophe.


Was zählt, ist unser Mut zu leben.


Wer andere von einer Wahrheit überzeugen will, der muß mit den Suchenden suchen und leiden.


Wer die Vergangenheit nicht gesühnt hat, fürchtet sich vor der Zukunft.


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