Markus Prem

esoterik menschen irren herum suchen finden manchmal ihr schicksal gelesen aus zweiter hand


s/m die fesseln des alltags lockern wünschte sich ein pärchen und legte einander handschellen an


was bleibt das leben geht vorbei der tod kommt das sterben geht weiter das sterben geht vorbei das leben geht weiter der tod bleibt


verschmolzen mich in deinem delta zu ergießen dich mit meinem innersten zu erfüllen gibt mir immer wieder das gefühl mit dir verschmolzen zu sein


fortschritt? der glaube ist das wissen der armen das wissen ist der glaube der dummen


zeitlos in den ruinen unserer existenz reste einer vergangenheit vermeintlich für die zukunft gebaut


massenschicksal im hafen der ehe vor anker gegangen und dabei auf grund gelaufen bevor die rettenden segel der freiheit gelichtet werden konnten


putzteufel schuldflecken aus dem tiefen see des unterbewußtseins auftauchend den wunsch nach reinigung brennend verspürend


seelengärtnerei triebe gut unterdrückt wurzeln der gewalt prächtig blühender neurosen in bitteren seelenhumus rammend


abschied ich will nicht zu dir sagen ich möchte daß du gehst weil ich nicht möchte daß du gehst aber ich muß zu dir sagen ich möchte daß du gehst weil ich möchte daß du wiederkommst


von außen scheint ne welt zu sein in der der welten schein auf scheinwelten zu fallen scheint


herz und verstand erst wenn dein herz aus seinem tiefsten inneren heraus zu einem menschen ja sagt und wenn auch dein verstand im klarsten bewußtsein aus voller überzeugung zu einem menschen ja sagen kann erst dann bist du wirklich bereit einem menschen das geben zu können was du für ihn bereit bist zu geben und das empfangen zu können was ein dich liebender mensch dir zu geben bereit ist


lemminge kaufen kaufen kaufen kaufen tote materie


eigenhändig viele menschen sterben nicht weil sie todmüde sondern lebensmüde waren


alltag in die arbeit an die arbeit bei der arbeit von der arbeit


silbensturm echos im canyon wüster worte verweht von stille leerer laute


karriere mit einem sparschwein ins bett erfolgsträchtig sein einen goldesel zur welt bringen


nirwana express am abstellgleis des lebens ausrangiert von der ökonomie auf den schienen der allewigkeit ins nirwana des vergessens


steilhang der hang zu einem anhang macht oft abhängig und eine trennung anhängig


logik wenn weniger mehr ist ist dann alles nichts?


kurz nach acht zwischen den etagen des kapitals fahrstühle dicht gefüllt kaffeemaschinen dampfen wie immer gutgläubige lesen börsenkurse noch ahnt niemand die fallenden schreie voraus an diesem elften september 2001


spiegelverkehrt kein bild von sich haben aus dem rahmen fallen gerade deswegen unsicherheit widerspiegeln


führerlos manch ein mensch braucht einen starken mann der ihm zeigt wie schwach er ist


lebenslauf geboren – verloren: gelernt – verlernt geliebt – verliebt geplant – verplant gebraucht – verbraucht gelebt – verlebt gestorben: vergessen


immer neu berührungen flugs funkenschlag in den köpfen einbahn einbahn einbahn


ver[w]irrt liebestoll im unterholz zärtlichkeit moosmoos


sternenspiel im mondlicht hoch über uns berühren umrisse die sichel schläft feuriger schatten tobt der sturm


durchdrungen bahn dir wege inner mich ver dich misse heut komm rück zische zucke auf gelle durch mein mark


ekstase schauer runter rinnt der rücken haut fletscht zähne bisse drauf drück den atem stick den schrei kommt beiden heiß gleich punktsignal


begegnung funkkontakt und schwerelos schweben leicht dahin heben ab wie losgelöst kosen lieb das neue ich


das fenster schenk mir einen blick in deine augen gib das tor zu deinem innern frei verströme dich in meiner seele


hautnah rot auf rot weich lippenwarm schmelzen süß im zungenschlag schlingen sich durchs mundgeflecht nimmt sich atem tief und heiß


es wird einmal…gewesen sein irgendwann in ferner zukunft oder auch schon morgen werden kleine bunte männchen auf unserer erde landen und bemerken dass sie nicht die einzigen lebewesen in der unendlichkeit waren und dass wir drauf und dran gewesen wären den mond zu besiedeln und den mars und dann werden sie betroffen feststellen dass die höchstentwickelten geschöpfe dieses planeten ihre eigene luft zum atmen vergiftet haben und dass sie ihr trinkwasser verseucht haben und die böden aus denen sie ihre nahrung bezogen und die kleinen bunten männchen werden sich die frage stellen ob der ‘primitivste’ einzeller nicht mehr hirn gehabt haben muß als die spezies homo sapiens philosophicus oder kennt ihr ein tier das ins eigene nest scheißt?


mexico city es war jene art von hitze die ich überhaupt nicht ausstehen konnte schwül träge stickig die ozonvorwarnstufe war ausgelöst meine pickel sprossen und selbst der brodelnde asphalt gab nur mehr ein schwarzes blubbern von sich


quantensprünge über die sympathie kommt die nähe über die nähe kommt das vertrauen über das vertrauen kommt die liebe über die liebe kommt die vereinigung über all dem aber steht der respekt vor dem menschen unseres herzens


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