Martina Matzka

Liebe ist… …wenn du da bist, wenn mein Verstand mich verläßt und du mitsegelst auf den Irrfahrten meines Geistes, wenn wir gemeinsam dem Wahnsinn verfallen und dabei so glücklich sind als niemals zuvor.


Warum sich immer Gedanken machen, wenn Gedanken eben nur Gedanken sind, Gedachtes, das irgendwann als ungetane Tat verblaßt?


Nun stehe ich da, wo ich immer sein wollte; – in der Mitte. Alle anderen stehen in einem Kreis um mich herum, bewundern mich. Sie halten sich an ihren Händen. Und ich… stehe zu weit entfernt, daß jemand meine Hand berühren könnte.


In einem Moment, in dem alles perfekt schien, passierte etwas, das zeigte, es war töricht zu glauben, es gäbe Perfektion. Es lehrte mich, daß man Perfektion immer nur in Augenblicken finden kann, die dann unvergeßlich sind. Man muß scheitern, wenn man Perfektion in großen Zusammenhängen, im Ganzen sucht. Hingegen sammelt man viele kleine Mosaiksteine dieser einzelnen Augenblicke, kann es sein, daß man in ihnen einen inneren Frieden findet, der einen in Zeiten größten Unglücks am Leben erhält.


Offenherzigkeit Sich anderen Menschen zu öffnen heißt, ihnen die verwundbarsten Stellen des Ichs zu zeigen. Man macht sich ›liebenswürdig‹ dadurch. Man ist würdig, eine Liebe zu empfangen. Offenherzig läßt man alle Dinge ganz nah an sich heran. Man ist bereit, alle Liebe dieser Welt aufzunehmen. Leider haben Menschen keinen Filter, der Schlechtes von ihnen fernhält. Mit der Zeit setzt sich sehr viel Schmutz an unsere Seele.


Ein “Nie wieder” ist nur schmerzlich zu ertragen. Doch es setzt zumindest vorraus, daß es einmal etwas gegeben hat. Ein “Noch nie” ist auf den ersten Blick vielleicht leichter zu ertragen, doch in Wahrheit viel trauriger.


Es braucht einen starken Menschen, der die Wehmut überwinden kann, damit eine große Liebe groß bleiben kann – auch in der Erinnerung.


Indem du immer anderer Meinung bist, gegen bestimmte Normen handelst, unterscheidest du dich zwar oberflächlich betrachtet von der Masse, doch in Wahrheit strahlst du nur so vor Konformität. Es ist gewöhnlich, anders zu sein. Ich-sein nicht!


Ich wollte an deiner Seite groß werden, durch dich wachsen. Doch mein Vorhaben funktionierte nicht. Denn ich kam nie aus deinem Schatten; und irgendwann verlor ich mich darin und gab mich auf. – Mich und mein Leben.


Etwas Besonderes kann man nur sein, wenn jemand da ist, der es sieht.


Die Sonne ist mein Lebenselixier und doch stehe ich schon lange im Schatten. – Im Schatten des Glücks, des immerwährenden. Ich strebe nach der Sonne, denn viel zu kalt ist mir diese Art des Glücks geworden. Lieber nehme ich Verbrennungen der heißen Sonnenstrahlen auf mich, als daß ich irgendwann erfriere – in meinem Glück.


Lebensgier Ich will immer alles, kann den Hals nicht voll kriegen. Eines Tages werde ich an meiner Gier ersticken. Ich fühle mich bereits unbehaglich.


Erinnerungen An ihnen festzuhalten ist äußerst schmerzlich. Doch sie einfach nicht mehr zu besitzen, ist unerträglich.


Es gibt kein Leben, das vollkommen ist. Es gibt nur Dinge, die sehr nahe dran sind. Versucht man jedoch, diese zur Perfektion zu bringen, verändert man sie, und sie werden nie wieder das sein, was sie einmal waren.


Perfektion ist unnahbar, Vollkommenheit ist fühlbar.


Verderben Du hast von den verbotenen Früchten genascht. Doch nun werden sie dir zu süß. Und du flüchtest aus dem Garten Eden, bevor dich jemand hinausschmeißen kann. Läßt den honigsüßen Apfel liegen mit all den Spuren, die du auf ihm zurückgelassen hast. Früchte können nicht weinen, sie werden nur langsam braun und verderben.


In einer Traumwelt zu leben ist nicht schlimm. – Nur das Aufwachen ist es. Man hat dann zwei Möglichkeiten: Entweder man verwirklicht seinen Traum oder man lebt in der Realität weiter. Zu bedenken ist aber: Keines von beiden ist wie der Traum!


Wahnsinn Die Sinne, dem Wahn verfallen. Losgelöste Sinne, Sinn – los ? Lose Sinne voller Wahn. Wahnsinn eben.


Kleine Enttäuschungen sind wie schlechter Wein. Eine große aber kann dein Schierlingsbecher sein.


Jemandes Absichten zu durchschauen heißt nicht, in ihn hineinzusehen.


Deine Wahl Ein kurzer Ausflug in verbotene Gefilde ließ dich den Honig kosten, den du schon lange probieren wolltest. Er war so süß in deinem Munde, daß du nicht aufhören konntest, von ihm zu naschen. Doch irgendwann mußtest du zurückkehren in die ungesüßte Normalität deines Lebens. Und so setztest du alles daran, dieses kleine Intermezzo zu verbannen aus deinem Sinn, denn unerträglich wäre der Vergleich. Doch der Geschmack des Honigs klebt nun an deiner Zunge als bittersüße Erinnerung. – Erinnerung an deine fehlende Courage.


Fehlende Courage zwingt dich dazu, dich selbst zu belügen. Angst vor Konsequenzen halten dich im alltäglichen Einerlei gefangen. Es ist gut, so wie es ist, dein Leben… doch hätte es auch ein Tanz sein können!


Unerfüllte Sehnsüchte sind wie ein Giftstachel in der Seele. Durch die Schmerzen des Stachels fühlt man, daß man noch lebt, doch das Gift färbt dabei Stück für Stück die Seele schwarz.


Dies ist keine vollständige liste der zitate von ©-Martina-Matzka. Zitate anderer autoren sind ebenfalls verfügbar.