Nico Szaba

Es ist Nacht Die Finsternis droht mich zu verschlingen Ich eile durch die dunklen Gassen und verharre für einen Augenblick unter dem fahlen Licht einer Straßenlaterne. Plötzlich Schritte. Hastig bücke ich mich um mir die Schuhe zu binden. Welch Glück, daß der Fremde nicht die Reißverschlüsse an meinen Stiefeln bemerkt hat.


Wie grausam ist das Leben der Vergewaltigten, die doch ihren Verstand nicht von ihrem Körper lösen kann…


Verurteile niemals einen Menschen, den du nicht verstehen gelernt hast.


Der Starke gibt dem Schwachen die Kraft, stark zu werden. Der Schwache gibt dem Starken die Kraft stark zu bleiben.


Die Persönlichkeit eines jeden ist ein Schmetterling. Krankheit, schwere Zeiten brechen den Kokon. Alter, Lebenserfahrung lassen ihn nur langsam bröckeln. Denke und lerne zu fliegen, lieber Freund!


Wie arm ist doch der Neider weil er seine eigenen Schätze nicht sieht und das Gefühl seine Freude auch daran erstickt.


Religion ist die Kraft des Schwachen der sich an etwas Einfachem festhält, das zu schwer ist für ihn zu begreifen.


Stellungskrieg 22 positions in a one-night-stand. 22 Monate Einsamkeit herausgeschwitzt. Danach gleich gegangen. Zu schnell kennengelernt.


Der Beinahe-Hospitalismus, der in den Jugendlichen schläft, die tagsüber von den Eltern auf sich allein gestellt vernachlässigt werden, wird uns beim Aufwachen noch alle das Fürchten lehren! Deutschland erwache… … lieber nie…!


Wahrheit Die Wahrheit ist die Freiheit des einfachen Geistes die Angst des Mißverstandenen die unbedingte Notwendigkeit sozialen Zusammenlebens und die Kraft ehrlicher Liebe.


Offen und Einfach Die meisten einfachen Menschen sind offen. Offen sein ist nicht einfach.


Probleme Die meisten Probleme lösen sich von selbst, wenn man jemanden findet, der einem bei dem zuhört, was man sich selbst nie erzählen könnte (würde)…


Tot Ein Toter bleibt so lange lebendig, bis man ihn vergißt. Ist ein Sinn des Lebens niemals vergessen zu werden?


Körper der Liebe Sinnlichkeit ist die Seele einer Beziehung Offenheit ihr Rückgrat Liebe das Herz.


Vorurteile Das Vorurteil ist eines der größten Feinde der Menschenkenntnis.


Menschenkenntnis Menschenkenntnis ist Macht. Diese Macht zu kontrollieren ist schwerer, als die Menschen durch die Macht.


Meist ist es leichter, andere zu kontrollieren als sich selbst…


Krieg – die Essenz Der Krieg ist die Angst der Kleinen und die Gleichgültigkeit der Großen.


Alptraum. Zwanzigtausend Augen blicken auf mich herab, erdrücken mich, mit ihrer bösen Kritik. Starke Arme des Selbstzweifels würgen mich, nehmen mir jede Luft zu einer Rechtfertigung. Die Scham entreißt mir schmerzhaft ein Bein, damit ich ihr nicht entfliehen kann. Höhnisch grinsend zeigt mir der Haß ein Spiegelbild und der Stolz hält den Kopf, damit ich nicht wegblicken kann. Ekel windet sich schlangengleich um meinen Körper. Von innen reißt mir die Angst genüßlich schmatzend Stücke aus der Brust. Und die Menschen, auf die ich zählen möchte, stehen da und klatschen stummen Beifall. Und ich erwache aus einem Traum, der keiner war…


Heirat. Zunächst Euphorie. Dann die ersten Streits: Hilflose Gleichgültigkeit. failure of communication Stress und: Schweigen. Scheidung. Und doch: Es ginge anders. Offen redend eben.


Weihnacht Wie jedes Jahr pünktlich mit den ersten Schneeflocken das Gewissen eingerastet. Und weil es drückt: Spende an Misereor. Befriedigt zurückgelehnt. Geht doch. Spätestens zu Fasching wird es eh‘ wieder ausgeklinkt. Mit diesem Wissen läßt sich der Konsumorgasmus in vollen Zügen genießen. Und zu alledem: Friede, Freude, Weihnachtsgans. Auf Kommando – steht ja so im Kalender. Der Mensch ist eben doch ein Gewohnheitstier.


Haß Im Innern gezüchtet als Larve des Bösen sorgsam behütet von meiner Verschlossenheit genährt an der Brust des Mißverständnisses, gestärkt durch Artgenossen im derben Spiel aus anderen sucht er ausgewachsen die Freiheit aus der Enge. Entsteigt aus der Tiefe der Seele quetscht mir beim Aufstieg das Herz, lähmt den Verstand benutzt mich Hilflosen für sein böses Treiben schiedet meine Worte zu erbarmungslosen Dolchen springt dem anderen mit meiner Faust in sein Gesicht. Und stirbt. Doch ich fühle: Bevor er ging, hat er mich erneut geschwängert.


Trennung Das stumpfe Schwert der Trennung reißt schmerzhaft auseinander was die Liebe einst so eng verwachsen ließ. Und hinterläßt mir Wunden, die nur langsam heilen und danach häßlich eiternde Narben zu Erinnerung.


Herbst (zu Mölln) Um mich herum vorherrschend die Farbe braun. Sterben die Natur und drei Türkinnen verbrannt an Unverstand und Intoleranz zweier junger Menschen. Hätten ja auch mehr sein können. Gibt ja eigentlich auch genug. Mal sehen, was der Winter so bringt.


Trotz. Trotz ist die zerstörerische Normalreaktion auf Dinge, die die Persönlichkeit in eine Richtung lenken möchten, die einen zum Gegenteil zwingen, spontan und ohne Sinn – oder Unsinn – zu erwägen.


Beiseite Der Mensch schiebt schnell – zu schnell Dinge, die er nicht versteht beiseite und verdrängt damit, daß er Mensch ist und gar niemals alles wissen kann…


Behindert Tränen des Zorns über mich selbst und gesunde Scham steigen hoch in mir, wenn ich in mir entdecke Scheu und Ekel beim Anblick eines seltsam zuckenden oder anders entstellten Behinderten. Dabei ist die Überwindung, diese Menschen als solche zu sehen und zu behandeln gar nicht so schwer. Just try it! … … Froh daran, gesund zu sein!


Wir finden häßlich was krank aussieht. Könnte ein natürlicher Schutz sein, der vor Ansteckung bewahren soll…


Armut Wie reich ist doch der Arme, der wenig hat selbstverständlich auch das teilt mit anderen, und sich geldsorgenfrei damit befassen kann Mensch zu sein und sich auch seiner eigenen Schätze (unter-) bewußt neidfrei an kleinen Dingen erfreuen kann…


(Menschen)-Führung Rechtzeitig sollten sich die autoritären Führungskräfte ins Stille Kämmerlein zurückziehen, um ihren Führungsstil im eigenen Interesse zu überdenken. Im Zeitalter der freiheitlich-selbstbewussten Erziehung ist der Unfriede und Trotz vorprogrammiert, wenn sie versuchen, die erstarkt-unbeugsamen Kleinen in einen Angstrespekt zu pressen, die sie lustlos arbeitsunfähig nach Neuem suchend (fluktuierend) geradewegs in die Arme derer treibt, die die Entwicklung rechtzeitig erkannt haben. Die Kleinen reden schließlich miteinander. Und der Platz der Großen ist eben nicht mehr drohend über, sonder teamworklich schräg seitlich über den Kleinen. Schwer so, aber eben besser – miteinander.


Entschuldigung Eine Entschuldigung fällt deshalb so schwer, weil sie eine erkannte Schwäche offenbart, die dann gern vom Machtgefühl des anderen getreten und lächerlich gemacht ausgenutzt wird.


Geschmacksache. Ein jeder stellt sich eine eigene Norm persönlichen Ästhetikkeitsempfindens auf. Und diese sollte er auch behalten dürfen…


Zugegeben Wer seine eigene Schwäche (über-)sieht und damit dem anderen als Stärke zu verkaufen sucht, hält sich selbst und den anderen zum Narren und erntet dafür auch immer die verdiente Mißbilligung.


Es ist die Hilf- und Haltlosigkeit, die die Menschen an Orte treibt, an denen sie eigentlich gar nichts verloren hätten…


Kleidungsdenkanstoßassoziation Schlicht-Intellekt? Zerissen-haltlos? Seriosität-Zwang oder Fassade? Weiterdenken!


Lebensfreude …und immer wieder Menschen, an deren unbefangener Lebensfreude man sich aufrichten kann…


Über die Amerikaner Gerade eben in einen Kaugummi gesetzt und wieder einmal maßlos über die amerikanisch Kultur geärgert…


Erkenntnis Mensch zu sein erlernt nur der, der sich seiner Stärken und Schwächen in gesunder Selbstkritik und Selbsterkenntnis bewußt im eigenen Weltbild mit sich und der Umwelt in abgeklärter Eintracht zufrieden zu leben und zu sterben weiß…


Weisheit Ist Weisheit die Vorstufe zu Wahnsinn oder Verdrossenheit?


Sehen Ich denke, also sehe ich.


Schrift Die Schrift eines jeden Menschen drückt die Gefühlslage aus in der er sich im Moment des Schreibens befindet und in der er aufgewachsen ist…


Freiheit Der Adler der Freiheit steckt in jedem Menschen. Seine Schwingen erwachsen am (Selbst-)Bewußtsein und pressen an die Wände jeder Brust.


Unterschiede. Ein anderer Unterschied zwischen Mann und Frau ist der, daß der Mann mit dem Verstand, die Frau mit den Gefühlen denkt…


Schadenfreude Heute Morgen im Telefonbuch den Namen „Hängebauch“ entdeckt… Ach was haben wir gelacht… Bis die Tränen kamen… Ach wie gut, daß niemand weiß, das ich Steffen Hocker heiß‘.


Gestern mittag in der Fußgängerzone eine graue Anzugsmaus dickbebrillt unscheinbar an mir vorbeigeschlichen. Abends dann zufällig im Wirtshaus wiedergetroffen. Starke Sprüche gehört wie “Deutschland den Deutschen, Asylantenpack und all das andere…” Ja, ja: Der Gerstensaft, der mutig macht…


Über den Knutschfleck: …andere Farmer machen Brandzeichen auf ihre Kühe…


Arroganz Man sagt, ein guter Tänzer sei auch ein guter Liebhaber.. Kann nicht stimmen – ich kann nicht tanzen…


Der Clown in mir… …doch mein eigenes Lachen habe ich nie gehört…


Wie die meisten Türen in den öffentlichen Toiletten war es auch bei dieser der Fall: Unten ein ca. 30 cm breiter Spalt. Darüber stand: “Be aware of Limbo-Dancers!”


Dies ist keine vollständige liste der zitate von ©-Nico-Szaba. Zitate anderer autoren sind ebenfalls verfügbar.