Oswald Spengler

2 Unvollständige Quellengabe (Hinweis) 2.1 Gedanken 2.2 Jahre der Entscheidung 2.3 Der Mensch und die Technik 2.4 Untergang des Abendlandes 2.5 Urfragen. Fragmente aus dem Nachlass 2.6 Ich beneide jeden der lebt / Eis heauton. Fragmente aus dem Nachlass


“Es gibt heute kein zweites Volk, das des Führers so bedürftig ist, um etwas zu sein, um auch nur an sich glauben zu können, aber auch keines, das einem großen Führer so viel sein kann.”


“Menschen, die sich zu Herren geboren und berufen fühlen. Was kommt auf die Zahl an? Sie hat nur das vorige Jahrhundert tyrannisiert, das vor Quantitäten auf den Knien lag. Ein Mann bedeutet viel gegenüber einer Masse von Sklavenseelen, von Pazifisten und Weltverbesserern, die Ruhe um jeden Preis ersehnen, selbst um den der ‚Freiheit’.” – Jahre der Entscheidung


“Das Weib als Mutter ist, der Mann als Krieger und Politiker macht Geschichte.” – Der Untergang des Abendlandes. Erster Band.


“Der kultivierte Mensch hat seine Energie nach innen, der zivilisierte nach außen.” – Der Untergang des Abendlandes. Erster Band.


“Genau gesagt, baut nicht diese Schwalbe ihr Nest, sondern die Art tut es in ihr. Das Einzelwesen ist nur Organ des Gesamtwesens.” – Urfragen. Fragmente aus dem Nachlass


“Leben ist Tun und Leiden. Je wissender der Mensch, desto tiefer sein seelisches Leid.” – Urfragen. Fragmente aus dem Nachlass


“Was ist Wahrheit? – Drei Wochen Pressearbeit, und alle Welt hat die Wahrheit erkannt. Ihre Gründe sind so lange unwiderleglich, als Geld vorhanden ist, sie ununterbrochen zu wiederholen.” – Der Untergang des Abendlandes


“Immer wieder das niederschmetternde Gefühl, minderwertig zu sein. Angst vor jeder Art von Bindung.” – Ich beneide jeden der lebt, Abschnitt 5 (S. 14)


“Jeder Versuch eine Schule, eine Weltanschauung gewaltsam zu züchten, führt zum Gegenteil.” – Ich beneide jeden der lebt, Abschnitt 7 (S. 15)


“Nun, wenn durch mein ganzes Leben ein unstillbarer Hunger nach Sonne, Schönheit, Milde geht, so kommt es wohl daher, daß in dieser Gemeinschaft einander nicht verstehender Menschen, die ich „Elternhaus“ nennen mußte, kein Maß davon zu finden war.” – Ich beneide jeden der lebt, Abschnitt 45 (S. 35)


“Was ich geworden bin, meinen Scharfblick etc., verdanke ich jener niederdrückenden falschen Erziehung meines Vaters, und also meine Schüchternheit, die meine Jugend zu einer Qual machte.” – Ich beneide jeden der lebt, Abschnitt 60 (S. 43)


” Wenn ich mein Leben betrachte, ist es ein Gefühl das alles, alles beherrscht hat: Angst. Angst vor der Zukunft, Angst vor Verwandten, Angst vor Menschen, vor Schlaf, vor Behörden, v. Gewitter, v. Krieg, Angst, Angst.” – Ich beneide jeden der lebt, Abschnitt 78 (S. 51)


“Ich vertrage den geistigen Umgang mit Frauen nur in kleinen Dosen. Die Klugen sind zu dumm, nur die dummen sind klug. Ein kluges Weib spricht nicht über gelehrte Dinge, ein dummes spricht nur davon.” – Ich beneide jeden der lebt, Abschnitt 96 (S. 63)


“Hätte ich Freunde gehabt, denen ich mich mitteilen konnte, ich wäre heute anders. Ich hätte meine wichtigsten Dinge längst gesagt. Sie hätten mich nicht so fürchterlich niedergedrückt. Ich werde an den Folgen meiner Einsamkeit sterben.” – Ich beneide jeden der lebt, Abschnitt 99 (S. 65)


“Ich habe seit meinem 15. Jahr immer, auch wenn ich mit anderen zusammen bin (gerade dann) d. Gefühl, daß mein Ich tief im Körper eingeschlossen sitzt und mit der Welt nur durch die Augen in Verbindung steht.” – Ich beneide jeden der lebt, Abschnitt 105 (S. 69)


Alle Abstraktion ist anthropomorphes Zerdenken.


Es ist selten, daß ein Mensch weiß, was er eigentlich glaubt.


Kühle Urteilskraft ist die Wortlose Fähigkeit, Sinneseindrücke und Handlungen zu einer Einheit zu fassen.


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