Paul Celan

An den langen Tischen der Zeit zechen die Krüge Gottes. Sie trinken die Augen der Sehenden leer und die Augen der Blinden, die Herzen der waltenden Schatten, die hohle Wange des Abends. Sie sind die gewaltigsten Zecher: sie führen das Leere zum Mund wie das Volle und schäumen nicht über wie du oder ich.


Das Fremde hat uns im Netz, die Vergänglichkeit greift ratlos durch uns hindurch . . .


Ich kann dich noch sehn: ein Echo, ertastbar mit Fühlwörtern, am Abschiedsgrat. Dein Gesicht scheut leise, wenn es auf einmal lampenhaft hell wird in mir, an der Stelle, wo man am schmerzlichsten Nie sagt.


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