Peter Benary

Allein spielt man keine Rolle. Keine Rolle spielt man allein.


Am Verzicht interessiert nicht, wer ihn, sondern was er leistet.


Analphabeten können am besten zwischen den Zeilen lesen.


Beteuerung der Aufrichtigkeit lehrt den Gutgläubigen zweifeln.


Betriebsamkeit als Zeichen einer Flucht, die vergaß, wovor sie flieht.


Brücken, die zum Verstehen führen, für das Verständnis halten, heißt Weg und Ziel verwechseln.


Den Ruf verantworten wir, nicht den Widerhall.


Der Glaube an die Zukunft ist das Alibi der Verzweiflung über die Unabänderlichkeit der Gegenwart.


Die Schwächen, deren wir um unserer Selbstachtung willen bedürfen.


Die sich totlachen können, werden sich nicht totschlagen.


Dilemma zwischen Reden und Schweigen: das Mitteilenswerte für nicht sagbar und das Sagbare für nicht mitteilenswert zu halten.


Ein Aphorismus zieht aus der Inkongruenz von Gedanke und Sprache Nutzen für beide.


Er ergriff das Wort. Da verschlug es ihm die Sprache.


Er redete lange und lobte das Schweigen.


Es fördert mich nur, was mich fordert.


Es mag Maschinen geben, die denken; niemals aber wird es Maschinen geben, die sich etwas denken.


Ist es Zufall, daß in der Notenschrift die hohlen Köpfe den größten Wert haben?


Jedes Ende ist tröstlich, trostlos ist nur Endlosigkeit.


Mancher gewinnt, wenn er sein Gesicht verliert.


Mißverständnis ist die häufigste Form menschlicher Kommunikation.


Sei aufrichtig in allem, was du sagt; aber du mußt um der Aufrichtigkeit willen nicht alles sagen.


Selbstverständlichkeiten sind Gedankenlosigkeiten.


So schwer das Leichte fällt, so ernst ist das Heitere.


So ungerecht der Liebende, so lieblos der Gerechte.


Vom Ahnenstolz ist es nur ein Schritt zum Rassenwahn.


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