Playboy

"Der Terminator", "Conan – Der Barbar" und "Conan der Zerstörer" spielten über 100 Millionen US-Dollar ein – jeder. Seine Gagen investierte er wohlüberlegt in Immobilien. Schwarzenegger besitzt ganze Apartment-Komplexe in Los Angeles, ein Bürogebäude in Santa Monica, das zehn Millionen Doller wert ist.


"Er ist der achte Hügel Roms", sagen die Fußballfans in der Ewigen Stadt. Unter den Marmorsäulen des alten Prunkhotels "Quirinale" trafen wir diesen Übermenschen: ziemlich klein, ziemlich schüchtern, ein bißchen unrasiert, etwas verletzt . . . Und die Domestiken wieselten: "Bitte diesen Tisch, Signor Voller, bitte dieser Stuhl, hier das kalte Büffet, da das warme, welcher Wein, werden Sie am Sonntag gegen Firenze spielen?"


"Ich bin nichts Besonderes", sagt er. In Bayern mag das noch gelten. Doch kaum verläßt er den Freistaat, umgibt ihn, da kann er tun, was er will, jener Hauch von Exotik, vor dem ein Hesse oder Westfale erschauert, wenn er nicht ins Gelächter flüchtet.


1986 krönte Arnold Schwarzenegger seine erfolgreiche Jagd nach dem amerikanischen Traum mit dem Einstieg in die Gesellschaft. Der Grazer Junge – geboren am 30. Juli 1947 – ehelichte die ebenso schöne wie intelligente Maria Shriver, eine Nichte John F. Kennedys. Was für ein Sprung aus dem verschwitzten Dunstkreis österreichischer Turnhallen!


Als er 1967 sein Heimatland Österreich in Richtung Amerika verließ, stellte er nur eine leichte Reisetasche auf das Transportband im Flughafen Wien-Schwechat. Den Rest, sein eigentliches Kapital, nahm er quasi als Handgepäck mit an Bord: Einen Körper voller Muskelpakete, im Kopf ein paar Brocken Schulenglisch und den festen Vorsatz, in den USA nach einem Jahr harten Trainings alle zu schlagen.


An Gott glaubt er nicht, aber "an Toleranz, Liebe und Freundschaft".


Angefangen hat seine berufliche Laufbahn unter Tage als Bergmann. Heute ist Joachim "Blacky" Fuchsberger der Kumpel von Millionen Fernsehzuschauern. Das hat selbstverständlich auch Wohlstand zur Folge.


Arnold Schwarzeneggers Karriere ist inzwischen Legende. 1970 wurde er zum fünftenmal Mr. Universum, Mr. World und Mr. Olympia – ein Hattrick, wie er bislang keinem weiteren Bodybuilder gelang.


Beruflich ist er schwer einzuordnen. Kabarettist? Komödiant? Genie, sagen manche. Gerhard Polt will das nicht hören. 1942 in München geboren, aufgewachsen im nördlichen Oberbayern, vermeidet er alles, was darauf schließen ließe, daß das Abgründige eines Karl Valentin in ihm schlummert.


Das US-Magazin "Forbes" rechnete aus, daß ihm allein seine Investitionen in den letzten drei Jahren rund 26 Millionen Dollar Gewinn brachten. Das sind Größenordnungen, in denen auch die Elite der Filmstars nicht mithalten kann.


Den Durchbruch schaffte Douglas mit der Fernsehserie "Die Straßen von San Francisco", wo er sich bald zum zweiten Star neben Karl Malden mauserte.


Der "nette Junge" von 39 Jahren sitzt ganz, ganz dicht am Puls medialer Wirklichkeit. 1986 könnte es soweit sein – RTL-Fernsehen aus dem Orbit bestrahlt die Bundesrepublik.


Der Franz steht heute für anderes als einst – und "Kaiser" ist er als Bankhalter deutscher Fußball-Ehre längst noch nicht. In Mexiko, bei der WM '86, könnte ihn Montezumas Rache in mancherlei Form ereilen. Denn die Nation der berufenen 30 Millionen Bundestrainer männlichen Geschlechts guckt sehr genau auf den Sproß eines Oberpostsekretärs aus München.


Der Happel ist einer, dem's die Natur geschenkt hat, ein Instinktfußballer, Genialiker mit dem sechsten Sinn – aber auch der ewige kleine, arme Hütteldorfer voller Schläue und Schlitzohrigkeit.


Der Mann ohne Rasierwasser, mit der Mondphasenuhr am Handgelenk, mit Wohnsitz Rom, deutscher Staatsbürgerschaft, aber italienischem Vater, Kunstliebhaber, Viersprachler, Boxer und Surrealistenfan, Golfer und Bildhauer, ist durch seine tausendfach abgelederte Biographie kaum zu fassen.


Der Mann, der bei Offenbach begann, über die "Löwen" in München zu Werder Bremen kam, errang noch keinen großen Titel. Vizeweltmeister '86 ist eben nicht alles.


Der Mann, der es in 17 Jahren vom Diskjockey zu Bedeutung gebracht hat.


Der Ruhm kam ganz unerwartet, 1949, während der Nürnberger Bauaustellung auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände, bei der Fuchsberger als Sprecher fungierte, führte er einen Reporter des Bayerischen Rundfunks durch die Ausstellungshallen. Der entdeckte seine bereits damals vertrauenerweckende Stimme.


Der Wilde Kaiser bei Kitzbühel strahlt im Abendlicht. Der milde "Kaiser" Franz kommt grad vom Berg.


Die Droge seines Lebens: aus dem Fußball den maximalen Effekt herauszuzaubern.


Die Herkunft täuscht. Geboren im tiefsten Schwaben, katholisch erzogen, floh er, kanpp 16jährig, von der Schule gleich bis nach Hamburg, von wo ihn die Polizei wieder nach Hause schickte. Zwei Jahre später trampte er Richtung Indien, kam aber nur bis Kuwait, um danach ins Frankfurter APO-Milieu einzutauchen. Als Berufsziel schwebte ihm damals "Revolutionär" vor.


Diesen Joachim Fuchsberger, der Franz Josef Strauß "einen der hinreißendsten, gescheitesten Burschen" nennt und dennoch mit Horst Ehmke per Du ist, ist mit Ironie einfach nicht beizukommen.


Douglas junior ist ein lebendes Beispiel dafür, daß der politisch motivierte Aktivismus der sechziger Jahre keineswegs tot ist. Und als wäre das noch nicht genug, wird der Mann von allen, die ihn kennnen, auch noch als feiner Kerl bezeichnet.


Durchlauchtigste Frau Paradiesvogel: Maria Gloria Ferdinanda Joachima Josephine Wilhelmine Huberta von Thurn und Taxis, geborene Gräfin von Schönburg-Glauchau. Beruf: Fürstin, Mutter und Hausfrau. Größe 1,68 Meter. Alter: 26 (23. Februar 1960).


Ein 24jähriger mit Yuppie-Einkommen (eine halbe Million Mark jährlich), aber ohne Yuppie-Luxus.


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