Ritter Anselm Paul Johann von Feuerbach

. . . ich stehe allerdings auf den Schultern meiner Vorfahren, aber auch auf den Schultern derselben stehe ich doch noch auf meinen eigenen Beinen . . .


Bei dem Namen Rom hört alles Träumen auf, und die Selbsterkenntnis fängt an. Die alte Zauberin weist jeglichem Menschen seinen Platz an. Mein hiesiger Aufenthalt ist eine Entwicklungsgeschichte.


Das echte Kunstwerk bildet uns, indem wir es genießen.


Der deutsche Künstler fängt mit dem Verstande und mit leidlicher Phantasie an, sich einen Gegenstand zu bilden, und benützt die Natur nur, um seinen Gedanken, der ihm höher dünkt als alles äußerlich Gegebene, auszudrücken. Dafür nun rächt sich die Natur, die ewig schöne, und drückt einem solchen Werke den Stempel der Unwahrheit auf.


Der Fehler ist die Reaktion der Natur gegen die steife Regel der Moral.


Der größte Staatsmann ist derjenige, welcher der humanste ist.


Der Humor trägt die Seele über Abgründe hinweg und lehrt sie mit ihrem eigenen Leid Spielen.


Der Unverstand ist die unbesiegbarste Macht auf der Erde.


Die alten großen Meister sind meistens ehelos geblieben.


Die gefährlichste Klippe im Leben eines Künstlers ist die Heirat, besonders eine so genannte glückliche Heirat.


Die katholische Moral war die Mater dolorosa, die protestantische eine wohlbeleibte, kindergesegnete Hausfrau.


Die Mittelmäßigkeit wägt immer richtig, nur ihre Waage ist falsch.


Die sogenannten Realisten bleiben im Detail stecken. Realismus ist die leichteste Kunst und kennzeichnet stets den Verfall.


Es gibt wenige Frauen, welche fähig sind, den Mann um des Genius willen zu lieben. Es ist die Person und der Erfolg, was sie begehren.


Humor ist eine der wenigen Tröstungen, die dem Menschen treu bleiben bis an das Ende.


Humor trägt die Seele über Abgründe hinweg und lehrt sie mit ihrem eigenen Leid spielen. Er ist eine der wenigen Tröstungen, die dem Menschen treu bleiben bis an das Ende.


Ich glaube wirklich, daß ein inneres Verständnis zwischen Mutter und Sohn ein Stück Glückseligkeit auf Erden ist.


Im Positiven die Poesie festzuhalten, scheint mir die Aufgabe des Künstlers zu sein.


Keine Strafe ohne (vorher erlassenes) Gesetz. – Nulla poena sine lege.


Mäkeln und Tadeln ist bei vielen der Trost für ungenügendes Verständnis.


Mit wem man nichts gemein hat, mit dem ist gut Frieden halten.


Niemals wurde mehr von Kunst gesprochen und niemals wurde sie weniger empfunden als in unseren Tagen. Starken und treuen Seelen geht man aus dem Wege, und die Geschmacksepidemien brechen sonderbarerweise in verschiedenen Ländern zu gleicher Zeit aus.


Niemand urteilt schärfer als der, der nichts von einer Sache versteht, er kennt weder Gründe noch Gegengründe und glaubt sich immer im Recht.


Nulla poena sine lege – Keine Strafe ohne (vorher erlassenes) Gesetz.


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