Rommel Manfred

Was immer sich über die Vergangenheit sagen läßt: Wir wollen nicht zurückblicken wie Lots Weib, sondern nach vorne schauen.


Der Mensch, vor allem der junge Mensch, braucht die Hoffnung auf Fortschritt. Älteren Menschen genügt es, wenn sie hoffen können, daß es nicht schlechter wird.


Früher mußte man noch richtig etwas machen, um in die Zeitung zu kommen. Heute braucht man bloß noch etwas zu sagen.


Der Schwäbische Albverein, den wir heute auszeichnen, ist mit einhundertsiebzehntausend Mitgliedern Deutschlands größter Wanderklub. Als Kind bin auch ich viel gewandert, mit meinem Vater. Sie wissen: Ein Mensch, der viel gewandert ist, ist nach unserer Sprache in vielen Dingen bewandert, also erfahren und sachkundig. Auch die alten Griechen kannten diese segensreiche Wirkung des Wanderns. Die Schüler des Aristoteles, die Peripatetiker, wanderten ständig auf und ab, um zur Erkenntnis zu gelangen. Freilich gibt es auch Menschen, die können den ganzen Tag wandern, und trotzdem fällt ihnen nicht ein. Aber das sind die Ausnahmen – und die sind bestimmt nicht Mitglieder beim Schwäbischen Albverein.


Es ist rationeller, nicht nach absoluten Wahrheiten, sondern nach absoluten Unwahrheiten zu suchen. Davon gibt es eine unermeßlich große Zahl. Freilich befinden sich diese Unwahrheiten oft dort, wo man sie ungern aufstöbert, nämlich im eigenen Kopf. Aber die Suche lohnt sich.


Es gibt sogenannte Binsenwahrheiten, die im allgemeinen mit einer gewissen Verachtung zur Kenntnis genommen werden. Aber Wahrheiten sollte man niemals verachten, auch nicht Binsenwahrheiten. Denn Binsenwahrheiten sind solche, die jeder kennt, aber niemand beachtet. Eine Binsenwahrheit ist zum Beispiel, daß die Ausgaben sich nicht nur nach den Wünschen, sondern auch nach den Einnahmen richten müssen. Würden alle danach handeln, wäre das Vaterland gerettet. Da dies aber nicht der Fall ist, hilft nur das Gebet.


Es erhebt sich die grundsätzliche Frage: Wie soll man in der Politik mit der Wahrheit umgehen? Die Antwort muß lauten: vorsichtig.


Der Mensch neigt dazu, das, was in seinem Kopf ist, für die Wahrheit zu halten, und wenn er absolut nichts denkt, sogar für die absolute Wahrheit.


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