Schlaf

“Denn wer liebt, der ist voller Sehnsucht und findet nie ruhigen Schlaf, sondern zählt und berechnet die ganze Nacht hindurch die Tage, die da kommen und gehen.” – Chrétien de Troyes, Yvain / Botin der Königin


“Der Alte schlummert wie das Kind, // Und wie wir eben Menschen sind, // Wir schlafen sämtlich auf Vulkanen.” – Johann Wolfgang von Goethe, Zahme Xenien III – Was hast du…


“Deutschland – auf weichem Pfühle // Mach dir den Kopf nicht schwer! // Im Irdischen Gewühle // Schlafe, was willst du mehr?” – Georg Herwegh, Wiegenlied


“Die meisten wissen gar nicht, was sie für ein Tempo haben könnten, wenn sie sich nur einmal den Schlaf aus den Augen rieben.” – Christian Morgenstern, Stufen


“Drum will ich Mensch sein, um zu dichten, // will wecken, die voll Sehnsucht sind, // dass ich im Grab den Frieden find // des Schlafes nach erfüllten Plichten.” – Erich Mühsam, Dichter und Kämpfer


“Ein Mittagsschlaf im Sommer tut gut, wenn einer ohne Sorgen bei der Magd auf dem Stroh liegen kann. Das bereitet Vergnügen.” – Mönch von Salzburg, Das Kuhhorn


“Schlaf, dass das Leben ein Nichts ist! // Schlaf, dass alles vergeblich ist!” – Fernando Pessoa aus Dorme, que a vida é nada!


“Seltsam, dass eine Hälfte unseres Lebens Schlaf ist und von der verbleibenden Hälfte Vergessen oder Verblendung gegenüber der Zukunft. So nähert man sich stufenweise dem Tode: indem man die meiste Zeit davon träumt, zu leben.” – Robert Merle, Madrapour


“Sonne hat sich müd’ gelaufen, spricht: »Nun lass ich’s sein!« // Geht zu Bett und schließt die Augen und schläft ruhig ein.” – Robert Reinick, Im Herbst


“Süß ist der Schlaf des Arbeiters, ob er wenig oder viel isst; aber der Überfluss des Reichen lässt ihn nicht schlafen.” – Prediger 5,11


“Wir sind aus solchem Stoff wie Träume sind, und unser kleines Leben ist von einem Schlaf umringt.” – William Shakespeare, Der Sturm, 4. Akt, 1. Szene / Prospero


“Zwischen Schlaf und Traum, // Zwischen mir und was in mir ist // Und was ich vermute zu sein, // Fließt ein unendlicher Fluss” – Fernando Pessoa aus Entre o sono e sonho …


“Es ist besser, das zu überschlafen, was du zu tun beabsichtigst, als dich von dem wach halten zu lassen, was du getan hast.” – Sprichwort der Igbo


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