Sebastian Haffner

Arme Männer! Wenn sie erst einmal geheiratet haben, haben sie eigentlich immer nur die Wahl, Schurken oder Trottel zu werden.


Hitler verfolgt keine Idee, dient keinem Volk, hat kein staasmännisches Konzept, sondern befriedigt einzig und allein sein Ego. Seine Motive sind sture Eigenliebe, Erbitterung und eine korrupte Phantasie.


Hitler war kein Staatsmann, und schon damit fällt er aus der deutschen Geschichte heraus. Man kann ihn aber auch nicht eigentlich einen Volksmann nennen, wie etwa Luther – mit dem er nur das eine gemein hat, daß er in der deutschen Geschichte ein Unikum ist, ohne Vorläufer und Nachfolger. Aber während Luther in vielen Zügen den deutschen Nationalcharakter geradezu personifiziert, paßt Hitlers Persönlichkeit ungefähr so, wie seine Parteitagsbauten nach Nürnberg paßten – also wie die Faust aufs Auge.


Ideale nennt man das, wofür sich Männer bewundern, wenn sie es erreicht zu haben glauben.


Männer sind empfindsame und eitle Geschöpfe, viel eitler als Frauen, deren Eitelkeit harmlos und äußerlich ist. Die Eitelkeit der Männer ist stiller und geht viel tiefer.


Männer! Wenn sie erst einmal geheiratet haben, haben sie eigentlich immer nur die Wahl, Schurke oder Trottel zu werden.


Ohne Churchill hätte Hitler triumphiert, und ohne Hitler wäre Churchill als ein brillanter Versager und Anachronismus verstorben.


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