Sophokles

2 Überprüft 2.1 Aias (455–450 v. Chr.) 2.2 Antigone (442 v. Chr.) 2.3 König Ödipus (429–425 v. Chr) 2.4 Ödipus auf Kolonos (401 v. Chr. posthum aufgeführt) 2.5 Andere


„Auch für den Klugen ist doch keine Schande, statt sich zu übernehmen, viel zu lernen.“ – Antigone, 710f / Haimon


„Denn wer nur selber einsichtsvoll sich dünkt, begabt mit Geist und Rede wie kein Zweiter, enthüllt bei Licht besehen sich als leer.“ – Antigone, 707-709 / Haimon


„Der allzu starre Sinn zerbricht am ehsten, und der stärkste Stahl, wenn man ihn überhart im Feuer glühte, zersplittert und zerspringt zuallererst.“ – Antigone, 473-476 / Kreon


(Original altgriech.: “θεοὶ φύουσιν ἀνθρώποις φρένας, // πάντων ὅσ᾽ ἐστὶ κτημάτων ὑπέρτατον.”)


„Du siehst am winterlich geschwollenen Strom den Baum, der nachgibt, seine Zweige retten, was widersteht, reißt’s mit den Wurzeln fort.“ – Antigone, 712-714 / Haimon


(Original altgriech.: ” ὁρᾷς παρὰ ῥείθροισι χειμάρροις ὅσα // δένδρων ὑπείκει, κλῶνας ὡς ἐκσῴζεται, // τὰ δ᾽ ἀντιτείνοντ᾽ αὐτόπρεμν᾽ ἀπόλλυται.”)


(Original altgriech.: “τοῦτο δ᾽ ἴσθ᾽ ὅτι // ἄνους μὲν ἔρχει, τοῖς φίλοις δ᾽ ὀρθῶς φίλη.”)


… „Es lässt Städte verwaisen; Menschen ihr Zuhause aufgeben; es verführt und verdirbt ehrliche Menschen und verwandelt Tugend in Falschheit; es lehrt Niedertracht und Respektlosigkeit, Gottlosigkeit.“ – Antigone , 296-303 / Kreon


„Mag ich dir nun auch eine Törin scheinen – Vielleicht zeiht mich der Torheit nur ein Tor.“ – Antigone, 469f / Antigone


„Und hast doch Großes erlost: Gehst unter, gerühmt wie ein Gott schon lebend und künftig im Tod.“ – Antigone, 837f / Chor


„Unmöglich kann man eines Menschen Herz, sein Denken und sein Wollen ganz erkennen, eh er in Staat und Ämtern sich erprobt.“ – Antigone, 175-177 / Kreon


(Original altgriech.: “ἀμήχανον δὲ παντὸς ἀνδρὸς ἐκμαθεῖν // ψυχήν τε καὶ φρόνημα καὶ γνώμην, πρὶν ἂν // ἀρχαῖς τε καὶ νόμοισιν ἐντριβὴς φανῇ.”)


(Original altgriech.: “ἆρ᾽ ἴστ᾽, ἀοιδὰς καὶ γόους πρὸ τοῦ θανεῖν // ὡς οὐδ᾽ ἂν εἷς παύσαιτ᾽ ἄν, εἰ χρείη λέγειν;”)


(Original altgriech.: “ὅστις γὰρ αὐτὸς ἢ φρονεῖν μόνος δοκεῖ, // ἢ γλῶσσαν, ἣν οὐκ ἄλλος, ἢ ψυχὴν ἔχειν // οὗτοι διαπτυχθέντες ὤφθησαν κενοί.”)


(Original altgriech.: “ἐμοὶ δ᾽ οὖν ἥ τ᾽ ἄγαν σιγὴ βαρὺ // δοκεῖ προσεῖναι χἠ μάτην πολλὴ βοή.”)


(Original altgriech.: “ἀλλ᾽ ἄνδρα, κεἴ τις ᾖ σοφός, τὸ μανθάνειν // πόλλ᾽, αἰσχρὸν οὐδὲν καὶ τὸ μὴ τείνειν ἄγαν.”)


(Original altgriech.: “τὰς γὰρ ἡδονὰς // ὅταν προδῶσιν ἄνδρες, οὐ τίθημ᾽ ἐγὼ // ζῆν τοῦτον, ἀλλ᾽ ἔμψυχον ἡγοῦμαι νεκρόν // πλούτει τε γὰρ κατ᾽ οἶκον, εἰ βούλει, μέγα // καὶ ζῆ τύραννον σχῆμ᾽ ἔχων· ἐὰν δ᾽ ἀπῇ // τούτων τὸ χαίρειν, τἄλλ᾽ ἐγὼ καπνοῦ σκιᾶς // οὐκ ἂν πριαίμην ἀνδρὶ πρὸς τὴν ἡδονήν.”)


(Original altgriech.: “τοῦτο δ᾽ ἴσθ᾽ ὅτι // ἄνους μὲν ἔρχει, τοῖς φίλοις δ᾽ ὀρθῶς φίλη.”)


(Original altgriech.: “Οὐδὲν γὰρ ἀνθρώποισιν οἷον ἄργυρος // κακὸν νόμισμ’”) … „Es lässt Städte verwaisen; Menschen ihr Zuhause aufgeben; es verführt und verdirbt ehrliche Menschen und verwandelt Tugend in Falschheit; es lehrt Niedertracht und Respektlosigkeit, Gottlosigkeit.“ – Antigone , 296-303 / Kreon


(Original altgriech.: “ἴτω ἴτω, // φανήτω μόρων ὁ κάλλιστ᾽ ἔχων // ἐμοὶ τερμίαν ἄγων ἁμέραν // ὕπατος·”)


(Original altgriech.: “σοὶ δ᾽ εἰ δοκῶ νῦν μῶρα δρῶσα τυγχάνειν, // σχεδόν τι μώρῳ μωρίαν ὀφλισκάνω.”)


(Original altgriech.: “ἀλλ᾽ αὐτόνομος ζῶσα μόνη δὴ // θνητῶν Ἅιδην καταβήσει.”)


(Original altgriech.: “ἀμήχανον δὲ παντὸς ἀνδρὸς ἐκμαθεῖν // ψυχήν τε καὶ φρόνημα καὶ γνώμην, πρὶν ἂν // ἀρχαῖς τε καὶ νόμοισιν ἐντριβὴς φανῇ.”)


(Original altgriech.: “τῶν δὲ πημονῶν // μάλιστα λυποῦς´ αἳ φανῶς´ αὐθαίρετοι.”)


(Original altgriech.: “ὅστις γὰρ αὐτὸς ἢ φρονεῖν μόνος δοκεῖ, // ἢ γλῶσσαν, ἣν οὐκ ἄλλος, ἢ ψυχὴν ἔχειν // οὗτοι διαπτυχθέντες ὤφθησαν κενοί.”)


Mir dünkt allzu tiefes Schweigen auch unheilbringend, wie das töricht laute Schreien.


Ein fester Sinn geziemt dem klugen Manne, doch ziemt ihm auch nicht minder, nachzugeben, wenn andre ihn des Besseren überzeugen.


Es kennt der edle Mann nicht eine schönere Pflicht, als die zu helfen mit allem, was er hat und was er kann.


Nie zeigt es Klugheit, über seine Kräfte zu gehen.


Ach, ein Tor nur kann von heut’ auf morgen seine Rechnung machen. Das Morgenrot gehört dir aber nicht, bis diesen Tag du glücklich überstanden.


Hab’ ich das Recht zur Seite, schreckt dein Droh’n mich nicht.


Die Freude, welche nicht erhofft erscheint, vergleicht ja keiner andern Lust an Größe sich.


Das Schönste ist gerecht zu sein, das Beste die Gesundheit, das Angenehmste, wenn man immer erreicht, was man will.


Ein Tor erkennt, was er in Händen hält, als trefflich erst, wenn es verloren ist.


Es ist den Menschen allen eins gemeinsam: fehlzugehen.


Es ist die Zeit ein milder Gott.


Ideen sind stärker als Körperkraft.


O! Tor, im Unglück ist der Trotz nicht förderlich.


Wer schnell entschlossen ist, der strauchelt leicht.


Wen Gott verderben will, den schlägt er mit Blindheit.


Nicht die schlechtesten Männer rafft gerne der Krieg dahin, sondern immer die besten.


An bösen Taten lernt sich fort die böse Tat.


Befehle nicht, wo dir die Macht gebricht.


Wer nicht handelt, dem wird auch der Himmel nicht helfen.


Versuche nichts zu verbergen, denn die Zeit, die alles hört und sieht, deckt es doch auf.


Glücklich, wem von allen Gaben klaren Sinn die Götter gaben.


Es ist des Menschen Zunge, nicht die Tat, die alles lenkt.


Es ist besser, in Ehren zu versagen, als durch Betrug erfolgreich zu sein.


In das Künftige dringt kein sterblicher Blick.


Doch der ist weder unklug noch beschränkt, der nach dem Irrtum sich vom Fall erhebt, anstatt im Unrecht trotzig zu verharren.


Achtung verdient, wer vollbringt, was er vermag.


Zuweilen ist’s ein Unglück, recht zu haben.


Doch manchen stürzte schon Die Hoffnung auf Gewinn in sein Verderben.


Nicht mitzuhassen, mitzulieben leb’ ich nur.


Der ärgste Fluch des Menschen ist das Geld.


Hoffnung erhält den größten Teil der Menschheit.


Der Zeitgott ist ein milder Gott, der heilt.


Was man sucht – es läßt sich finden, was man unbeachtet läßt – entflieht!


Die Würfel Gottes fallen immer richtig.


Was der Trug gewann, der ungerechte, kann nicht dauernd sein.


Die Dummheit ist meist der Bosheit Schwester.


Harte Worte, wenn sie auch nur allzu berechtigt sind, beißen doch.


Ohne Besatzung ist weder der Turm noch das Schiff etwas wert.


In seiner eigenen Seele trägt der Mensch die Saat, daraus er all sein Frohes und sein Leides zieht.


Weib, den Weibern bringt Schweigen Ehre.


Jeder kommt zu Fall, der sich, obwohl als Mensch geboren, stolz ein Übermensch zu sein vermißt.


Keiner der Sterblichen wurde erzogen ohne zu leiden.


Die traurigsten von allen Übeln sind die selbstgeschaffenen.


Vieles Gewaltige lebt, und nichts ist gewaltiger als der Mensch.


Alles im Menschenleben hebt und beugt die Zeit; doch lieben die Götter stets den Weisen, nüchternen Sinn und hassen den Übermut.


Dem gehört das Morgen nicht, der nicht das Heute glücklich schon zurückgelegt.


Ungeheuer ist viel, und nichts ungeheurer als der Mensch.


Macht nicht unerträglich den Schmerz durch ewige Klagen.


Nie waltet im Leben das Glück lauter und frei vom Leide.


Frei von Unglück ist niemand.


Doch hinfort und alle Zukunft wie vor alters dauert das Gesetz: Keines Menschen Leben erfüllt sich frei von Unheil.


Der Eigensinn bekennt den Unverstand.


Auf Kronions Throne sitzt, ihm beigesellt, Für jeden Fehl die Gnade.


Fromm handelt, wer die Toten ehrt.


Maß ziemt überall.


Man verzeiht dem Unverstande nur den starren Trotz.


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