Tag: freundlichkeit

  • Prof Dr phil habil Rainer Kohlmayer

    Alphabetischer Anarchismus. – Alphabetische Wörterbücher enthalten hunderte Fälle von karnevalistischem Denken: Der Baronin folgt der Barras, der Bardame der Barde, der Müllerin der Müllfahrer, die Betrunkenheit landet vor dem Betschemel, auf die Grabbeigabe folgt würdelos die Grabbelei, Glatzköpfigkeit glänzt neben Glaube, gleich neben dem Hostienteller liegt hündisch der Hotdog, nach Hurerei jubelt das Wörterbuch gar…

  • Kâlidâsa

    Auch durch den kleinsten Riß kann Unglück eindringen. Wer klug ist, leiste auf Gewalt Verzicht, wenn sicheren Erfolg schon Freundlichkeit verspricht. Die vollkommenen Menschen haben ihr Befinden in ihrer Hand. Reden wollen, aber nicht reden, das hat schon viele gereut. Dies ist keine vollständige liste der zitate von Kâlidâsa. Zitate anderer autoren sind ebenfalls verfügbar.

  • Aus Persien

    Auf Rat hören ist die Wurzel des Wohlstands. Der Bauch des Armen ist der Trog Gottes, und wer ihn füllt, ist Gottes Freund. Andere pflanzen was ich essen soll – ich pflanze, was andere essen mögen. Bei einem guten Redner fangen die Zuhörer an, mit den Ohren zu sehen. Das Beste, was man vom Reisen…

  • Johann Peter Hebel

    Erfahrung und Übung im Unglück lehrt Schweigen. Die Langeweile wartet auf den Tod. Alle Gelegenheit, glücklich zu werden, hilft nichts, wer den Verstand nicht hat, sie zu nutzen. Auch der allzu große Eifer im Guten kann zu allen Zeiten das Gute hindern und das Böse fördern. Das Fortrücken in der Kalenderjahreszahl macht wohl den Menschen,…

  • Talmud

    Werktätige Hilfe ist mehr als Almosengeben. Dies geschieht mit Geld und Geldeswert, jenes mit Wort und Tat; Almosen kann man nur Armen reichen, liebreich beistehen jedermann. Stolz ist die Maske der eigenen Fehler. In drei Dingen erkennt man den Menschen: im Becher, im Beutel, im Zorn. Ehre jeden als Lehrer, von dem du etwas gelernt…

  • Wolfgang J Reus

    Er sprach die Wahrheit wie ungedruckt. Und dann war da noch die Frustrierte, die sagte: “Ich habe nie bekommen, was ich wollte. Ich wollte, ich hätte das bekommen, was ich wollte. Aber nicht einmal das will ich. Wer glaubt, daß der Tod der Sendeschluß wäre, den tröstet vielleicht ein kleiner Blick in die Fernsehprogramme: Da…

  • Novalis

    Die Lyrik ist das Poetische schlechthin. Sie rangiert im unendlichen Abstand von der übrigen Literatur. Sie ist die feinste und reizvollste Blüte der Dichtung. Sie ist Magie. Jedes Wort ist Beschwörung. Der Dichter ist ein Zauberer. Seine Sprache will keine Mitteilung. Oft ist sie so dunkel, daß sie der Dichtende selbst nicht versteht. Seine Bilder…

  • Helmuth Graf von Moltke

    Heitere Gleichmut ist nicht nur ein großes Glück, sondern auch, soweit es von uns abhängt, eine Pflicht und ein Verdienst. An der unwiderstehlichen Gewalt der Verhältnisse scheitert selbst der beste Mann, und von ihr wird ebenso oft der mittelmäßige getragen. Aber Glück hat auf die Dauer doch zumeist nur der Tüchtige. Kameradschaft war es, wenn…

  • Jeremias Gotthelf

    Die eigentliche Anspruchslosigkeit ist nichts anderes als der demütige, kindliche Sinn, dem, wie Christus selbst sagt, das Himmelreich gehört, der keiner Verdienste sich bewußt ist, aber ein inniges Danke hat für jede Gabe, jedes Zeichen der Liebe. Beim Kleinen beginnt alles, und je größer und mächtiger etwas werden soll, desto langsamer und scheinbar mühsamer wächst…

  • Laotse

    “Auch der längste Marsch beginnt mit dem ersten Schritt.” – Kapitel 64 Original: 千里之行,始於足下。 – Qiān lǐ zhī xíng, shǐ yú zúxià. (“Eine Reise von tausend Meilen beginnt unter deinem Fuß.”) “Das Regieren großer Staaten sei wie das Braten kleiner Fische.” – Kapitel 60 Original: 治大國若烹小鮮。 – Zhì dà guó ruò pēng xiǎo xiān. “Das…