Tag: genius

  • Ritter Anselm Paul Johann von Feuerbach

    . . . ich stehe allerdings auf den Schultern meiner Vorfahren, aber auch auf den Schultern derselben stehe ich doch noch auf meinen eigenen Beinen . . . Bei dem Namen Rom hört alles Träumen auf, und die Selbsterkenntnis fängt an. Die alte Zauberin weist jeglichem Menschen seinen Platz an. Mein hiesiger Aufenthalt ist eine…

  • Charles Caleb Colton

    Nachahmung ist die aufrichtigste Form der Schmeichelei. Wo wir nichts erfinden können, sollten wir wenigstens verbessern. Freundschaft führt manchmal zur Liebe, doch Liebe selten zur Freundschaft. Die Liebe gleicht dem braven Hund, der lieber von seinem Besitzer verprügelt als von einem Fremden gestreichelt wird. Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen Glück und Weisheit: Wer sich…

  • Moritz Heimann

    Der Traum ist unser Versucher und unser Richter. Die Wahrheit liegt zwischen zwei Extremen, aber nicht in der Mitte. Trübe Tage werden gegen Abend, wenn die Sonne hinabsteigt, heller; und manches trübe Leben erfährt dieselbe Begnadigung. Was verlangt der Genius von uns? Daß wir Berge ersteigen, die er nur erfliegen kann! Aber das ist zuviel…

  • Heinrich Wilhelm Josias Thiersch

    Der Künstler soll nicht ein Gelehrter, wohl aber ein Gebildeter sein. Durch mangelhafte Bildung der Künstler leidet die Kunst mehr, als durch irgend etwas anderes. Sie wird dadurch aus der höheren Sphäre der Einsicht zurückgedrängt und handwerksmäßig. Das Handwerk wird um so höher stehen, je mehr und glücklicher es bemüht ist, dem Nützlichen das Schöne…

  • August Wilhelm von Schlegel

    Das Urbild der Vollkommenheit muß dem Geiste des Kritikers inne wohnen, sonst fehlt ihm ein zuverlässiger Maßstab für die Arten und Grade der Annäherung. Alles, was mit einer gewissen Konsequenz durchgeführt ist, kann aus sich selbst nicht widerlegt werden. Man soll nicht aus Mitleiden bewundern, noch aus Menschenliebe Beifall zollen. Genialischer Übermut reißt leicht zu…

  • Friedrich Ludewig Bouterwek

    Nur am heiteren Tag enthüllt sich dem Auge die Ferne; Nur ein heiteres Gemüth schauet das Künftige klar. Was schwirrt der Vogel durch die Luft? Was tanzt die Mück’ im Blumenduft? Es tanzt und lebt, es spricht und ruft: Entsagt bethörtem Leide! Naturberuf ist Freude, Ein Genius steht oft bewundern still, Wo Schülerwitz verbessern will.…

  • Männer über die Liebe

    “Alles, was wir mit Wärme und Enthusiasmus ergreifen, ist eine Art der Liebe.” – Wilhelm von Humboldt, Ideen über Staatsverfassung “Am Abend wirst du in der Liebe geprüft. Lerne zu lieben, wie Gott geliebt sein möchte, und lass deine Eigenheit.” – Johannes vom Kreuz, Merksätze von Licht und Liebe “Amors Pfeil hat Widerspitzen, // wen…

  • Oscar Wilde

    Mäßigkeit ist verhängnisvoll; nichts hat so viel Erfolg wie das Übermaß. Wer findig genug ist, eine Lüge glaubhaft darzustellen, mag lieber geradezu die Wahrheit sagen. Alle charmanten Leute sind verwöhnt, darin liegt das Geheimnis ihrer Anziehungskraft. Am Anfang widersteht eine Frau dem Ansturm eines Mannes, am Ende verhindert sie seinen Rückzug. Skeptizismus ist der Anfang…

  • Christian Friedrich Hebbel

    Für meinen Nächsten würde oft dabei wenig herauskommen, wenn ich ihn liebte, wie mich selbst. Jede Sehnsucht fühlt, daß sie Befriedigung verdient, am meisten die Sehnsucht nach Gott. Daraus entspringt unmittelbar die Überzeugung, daß, wenn der Sehnende nicht Magnet sein kann, das Ersehnte Magnet sein muß, daß, wenn jener sich nicht zu erheben vermag, dieses…

  • Immanuel Kant

    Zur inneren Freiheit aber werden zwei Stücke erfordert: seiner selbst in einem gegebenen Fall Meister und über sich selbst Herr zu sein, d. i. seine Affekten zu zähmen und seine Leidenschaften zu beherrschen. Der Hochmut […] ist eine Art von Ehrbegierde, nach welcher wir anderen Menschen ansinnen, sich selbst in Vergleichung mit uns gering zu…