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  • Ugo Tognazzi

    Der Mann ißt auch mit den Augen – vor allem dann, wenn die Kellnerin hübsch ist. Die Frau lebt länger als der Mann, vor allem, wenn man bedenkt, wie lange sie dreißig ist. Ein Optimist ist ein Mensch, der ohne Geld in der Tasche Austern bestellt – in der Hoffnung, von den gefundenen Perlen die…

  • Otto Schenk

    Alle sind jünger als ich! Jetzt wart´ ich noch darauf, daß ich einen jüngeren Papst erleb´. Aufhören soll man erst, wenn man sich die Sachen nicht mehr auswendig merken kann. Die Künstler leben vom schlechten Gewissen der Großkopferten. Eine Diskussion mit dem Regisseur beginnen Schauspieler immer dann, wenn sie den Text nicht kennen. Ich bin…

  • Sir Charles Charlie Chaplin

    A day without laughter is day wasted. All I need to make a comedy is a park, a policeman and a pretty girl. An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser. Armut ist Erniedrigung. Ohne sie durchlebt zu haben, weiß man Luxus kaum zu schätzen. Meine Kinder beispielsweise wissen es nicht. Ein großer Vorteil des…

  • Janine Weger

    Geboren werden heißt, das Risiko einzugehen, irgendwann zu sterben. Das Leben endet da, wo es anfängt, aufzuhören. Entbehren, was du willst, ist schwer. Drum laß das Wollen, dann fällt dir das Entbehren leichter. Zu viel Liebe tötet. Ich bin schon tot. Nach einem Jahr kennt man einen Menschen zu kurz, um ihn zu verstehen und…

  • Margot S Baumann

    Früher hatten wir Angst davor, was die Zukunft uns bringen wird. Heute fürchten wir, daß die Vergangenheit uns nicht losläßt. Wind In meinen Haaren spielte der Wind Er trug der Sehnsucht leichte Flügel Ich staunte wie ein kleines Kind, Ob seiner freigelassnen Zügel. Ich wollt auf seinem Rücken reiten. Wollt fliehen vor der Erde Müh’.…

  • Gregor Brand

    Manche Gedanken kehren immer wieder. Aber leider nicht vor der eigenen Tür. Bei vielen Früchten möchte man nicht den Baum, sondern nur den Kopf schütteln. Wer Aphorismen noch nicht zu schätzen weiß, der sollte zunächst Dissertationen lesen. Im Verlauf der Geschichte waren sich denkende Menschen nicht immer einig darüber, ob man am Schlüsselloch der Welt…

  • Prof Dr phil habil Rainer Kohlmayer

    Alphabetischer Anarchismus. – Alphabetische Wörterbücher enthalten hunderte Fälle von karnevalistischem Denken: Der Baronin folgt der Barras, der Bardame der Barde, der Müllerin der Müllfahrer, die Betrunkenheit landet vor dem Betschemel, auf die Grabbeigabe folgt würdelos die Grabbelei, Glatzköpfigkeit glänzt neben Glaube, gleich neben dem Hostienteller liegt hündisch der Hotdog, nach Hurerei jubelt das Wörterbuch gar…

  • Kalenderspruch

    Am besten treibt man Wirtschaftskunde mit Fachleuten zur Abendstunde. Auch die kostbarste Uhr zählt nicht mehr als 60 Minuten in der Stunde. Bei manchem ehelichen Kind, das seinem Vater immer ähnlicher sieht, muß man von einem Wunder der Natur sprechen. Besser Quark essen als reden! Das Hinterteil, das muß wohl sein, äußert sich sehr oft…

  • Erhard Blanck

    Niveau an sich,hat keinen Wert. Man muß es schon auch haben. Lieber niveauvoll, als anders voll. Man schämt sich nicht seines Körpers, sondern seiner Gedanken daran. Der Neid nennt’s fad, die Bewunderung schlicht. Am Beispiel von Viagra kann man am besten die Funktion von Medikamenten erkennen: Es war für’s Herz konzipiert. Und nun dient es…

  • Redensart

    Aus dem Schneider Wenn man sich einer drückenden Verantwortung entziehen konnte, eine prekäre Situation gemeistert hat, dann ist man »aus dem Schneider«, wie eine weit verbreitete Redensart lautet. Man hat nichts mehr damit zu tun, das Kapitel ist abgeschlossen. Heute gebrauchen wir die Redewendung meist in diesem Sinne, obwohl sie doch eigentlich etwas ganz anderes…