Tag: unsterblichkeit

  • Walter Adolf Gropius

    Die Krankheit unserer heutigen Städte und Siedlungen ist das traurige Resultat unseres Versagens, menschliche Grundbedürfnisse über wirtschaftliche und industrielle Forderungen zu stellen. Standardformen, die nicht ununterbrochen überprüft und erneuert werden, veralten. Stil ist nichts Endgültiges, sondern beständiger Wandel. Wenn Ihr Beitrag wesentlich war, dann wird immer jemand dort wieder anfangen, wo Sie aufgehört haben, und…

  • Hans Magnus Enzensberger

    Alle Bücher, außer den Wörterbüchern, sind zu lang. An die Stelle des Rezensenten, der immer noch liest und schreibt, obwohl ihm weder das eine noch das andere gelingen will, treten andere Zirkulationsagenten, denen diese Qual erspart bleibt, als da sind: Medienkontakter, Showmaster, Videodesigner – Leute, die instinktiv erkannt haben, was das Störende, das eigentlich Lästige…

  • Ludwig Speidel

    Feuilleton: die Unsterblichkeit eines Tages. Dies ist keine vollständige liste der zitate von Ludwig-Speidel. Zitate anderer autoren sind ebenfalls verfügbar.

  • Octavio Paz

    . . . wenn du die Augen öffnest, werden wir uns erneut bewegen zwischen den Stunden und ihren Erfindungen. Werden uns bewegen zwischen den Erscheinungsbildern, werden der Zeit vertrauen und ihren Verbindungen. Vielleicht werden wir die Türen des Tages öffnen. Dann werden wir das Unbekannte betreten. Alle Amerikaner sind Immigranten. Das Erste, was ein wahrhafter…

  • Heraklit von Ephesos

    A man's character is his fate. Alles, was lebt, wird mit Gottes Geißel auf die Weide getrieben. Befände sich das Glück in den leiblichen Freuden, so müßten wir die Ochsen für glücklich erachten im Falle, daß sie wildwachsende Zuckererbsen als Fraß finden. Bei einem Fluß ist es nicht möglich zweimal hineinzusteigen in denselben – auch…

  • Dieter Hildebrandt

    Beamte des höheren Dienstes erkennt man nicht an ihrer Tätigkeit, sondern mehr an der Art, wie sie die Spuren ihrer Tätigkeit verwischen. Beim Bilanzieren erwischt man manchmal einen klugen Gedanken, nämlich nicht bei allem mit dem Konto des Alters belastet zu werden. Das ist zwar aushaltenswert, aber es muß nicht sein. Bestimmte Menschen müssen nach…

  • Maurice Chevalier

    An artist carries on throughout his life a mysterious, uninterrupted conversation with his public. Charme ist das, was bleibt, wenn alles andere vergeht. Courtesy is the safe distance kept by sensible people. Das Altern hat auch seine Vorteile: für die Kerzen auf der Geburtstagstorte bekommt man Mengenrabatt. Das erste trägerlose Abendkleid war für den Fortbestand…

  • Joachim Panten

    Übrigens ist es nicht schlimm, wenn dir nichts einfällt, aber eine Schande ist es, wenn du das dann auch noch aufschreibst. Der Aphoristiker ist der Goldschmied unter den Literaturhandwerkern. Es ist schon erstaunlich, was die Leute so alles zu ihrem Beruf machen, nur um nicht arbeiten zu müssen. Erst erwischt man dich auf dem falschen…

  • Dr Hanspeter Rings

    Weniger den Augen, eher dem Augenblick entströmt Wahres. Die Kraft aus dem Moment ist das Moment der Kraft. Oberflächlichkeit des Augenblicks ist Unbedachtheit. Weiche Augen blenden – harte ebenso. Der Geist des Schwerpunktes ist die Unbeschwertheit. Die Tiefe des Auges – Grund des Gegenübers? Kaum wären Gottesideale das Ideal Gottes. Geradlinigkeit ist oft zu schneidig.…

  • Titus Lenk

    Ein wirklicher Maler ist ein Mensch, der alle Stile beherrscht und darunter einen oder zwei eine Zeitlang ausgesucht hat, kein Maler ist aber ein Mensch, der seine Untalentiertheit zur Kunst erhebt. Man kann nicht für den Frieden kämpfen, denn wenn man kämpft, hat man den Frieden gebrochen. Realisten sind bei Optimisten immer als Pessimisten verschrieen.…