Theodor Gottlieb von Hippel der Ältere

Erfahrungen und Handgriffe geben dem weiblichen Geschlechte in der Häuslichkeit nicht nur Realkenntnisse, sondern bewahren es auch vor jedem Zerstreuungsschwindel, der überall Ruhe sucht und sie nirgends findet.


Laune ist der körnigte Ausdruck eines naiven Gedankens.


Das Gebet tut’s nicht allein; was ist’s ohne edle Handlungen? Ohne gute Gesinnungen?


Der Schuldige flieht, auch wenn er nicht verfolgt wird.


Es gehört mehr Kraft zum Leiden als zum Tun, mehr Stärke zum Entbehren als zum Genießen.


Es ist ein Gott. Sein Bevollmächtigter ist dein Gewissen.


Ich bin sehr für geliehene Bücher. Hat man selbst das Buch, glaubt man: du siehst es ein andermal!


Man ehrt den Mann, der nach Grundsätzen handelt, allein man liebt ihn nicht.


Mittagsschlaf ist ein brennend Licht am Tage.


Wer kein Gewissen hat, hat gar nichts.


Auf die Frage: “Was ist Freiheit?”, antwortete ein Weiser: “Ein gutes Gewissen.”


Viele Gesetze machen viele Richter und mindestens dreimal so viele Ratgeber.


Die Liebe ist der Hauptschlüssel, der alles beim Menschen aufschließt.


Nichtstun ist, nichts Gutes tun.


Raten macht Schuld, und du stellst Wechsel aus, wenn du Rat gibst.


Ein weibischer Mann ist unendlich unerträglicher als ein männliches Weib.


Kein Wunder, daß uneheliche Kinder gemeiniglich die besten Köpfe sind; sie sind die Folge einer geistreichen Stunde, die ehelichen oft der Langeweile.


Die Ehe ist recht dazu gemacht, die Flügel der Einbildungskraft zu beschneiden und uns auf die Erde zu bringen.


Unser Wissen ist Vermutung und unser Tun ist Streben.


Was du recht liebst, ist nicht das, was du siehst, sondern das, was du nicht siehst – das Bild, das du dir vom Gegenstande deiner Liebe abziehst.


Ich bin der vorgreiflichen Meinung, daß kein Mädchen häßlich ist.


Alle schlechten Eigenschaften nehmen durch Gewohnheit zu und alle Laster und Torheiten haben die Tendenz, sich zu verbreiten. Geistige Mängel erzeugen sittliche Mängel und umgekehrt und jeder geistige und sittliche Mangel erzeugt andere und so fort.


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