Timm Bächle

Kundendienst heißt, Termine pünktlich einzuhalten.


Wo Licht, da auch Schatten: “Der Einzug des Computers in die privaten Haushalte hat die Dominanz des Fernsehens gebrochen und somit die flächendeckende Verblödung gestoppt – allerdings machen Computer auch einsam.”


Oft ist es nur der Zufall, der einen zu Fall bringt.


Ich saß wieder einmal stundenlang vor dem PC um zu chatten. Ich ging dann hoch zu meiner Partnerin und sagte: “Heiii, s’hat etwas länger gedauert als eine Stunde klammer auf grins klammer zu”. Da merkte ich: Das war heute zu lange!


Jetzt ist die Zeit für Abfahrtslauf und nicht für Slalom.


Auch runde Tische haben ihre Ecken und Kanten.


Lebt man rasch, so überholt man sich auch selbst immer wieder.


Zur Wahrscheinlichkeit gehört auch, daß das Unwahrscheinliche eintritt.


Den Bock, den man geschossen hat, anderen als Bären aufbinden.


Übertriebener Arbeitseifer ist eine Sucht, die man genauso behandeln lassen sollte wie jede andere Form von Süchtigkeit.


Die Bundesbürger erwarten Ergebnisse. Sprich nicht über deine Bemühungen. Zeig ihnen das Baby Beschäftigungspolitik.


Das Leben besteht aus Wandel: Wunsch oder nicht Wunsch, danach fragt der Wandel nicht.


Man soll nicht versuchen, das Chaos zu ordnen. Es genügt, im Chaos ordentlich zu leben.


Auch Sparkassen müssen wissen, was Derivate sind, und was man damit anfangen kann.


Wer tut, was der Kanzler will, schadet seinem Unternehmen, es sei denn, der Kanzler zahlt dafür.


Die Stimmung ist schlechter als die Lage, aber diese holt sie in Riesenschritten ein.


Die Menschen benehmen sich bei Geldangelegenheiten seltsamer als bei Liebesaffären.


Ist es meine Einrichtung, daß alle Übertreibungen des Lächerlichen so fähig sind?


Manche kämpfen gegen die ganze Welt, nur weil sie sich selbst im Wege stehen.


Erklären heißt … eine Erscheinung auf die angenommenen vertrauten Verstandesbestimmungen zurückführen.


Erfolgsgeheimnis: rechtzeitig lösbare von unlösbaren Aufgaben unterscheiden.


Ein ehrliches Bonmot: Wer weniger (Steuer) angibt, kann besser leben.


Manche Aufsichtsräte werden nur hochdotiert gehalten, damit sie nicht hin-, sondern wegschauen.


Die Menschheit hat seit Anbeginn große Erfindungen gemacht – das Feuer, das Rad und die Zentralbank.


Ohne die Dummheit der schweigenden Mehrheit gäbe es keine klugsprechende Minderheit.


Die Psychologen sind der Meinung, man dürfte auf keinen Fall zuviel für sich behalten. Der gleichen Ansicht ist das Finanzamt.


Selbstbewußt fordert Frankfurts Finanzminister, daß die künftige Europäische Zentralbank (EZB) an den Main kommen soll. In Bankenkreisen kursiert der deutlich-derbe Spruch: “Wir sind die Hautevolee, die EZB gehört an unser Dekollete!


Denken tut weh. Daher die vielen Dummköpfe.


Der wahre Luxus unserer Zeit ist nicht der Rolls-Royce vor der Stadt, sondern der Stellplatz in der City.


Zur Konjunktur: Regen und Sturm gehören zu einem guten Klima wie Sonnenschein.


Wo hängen die Devisen-Glocken: Wenn alle in einem Boot sitzen, ist es wichtig am Ruder zu sein.


Sünde wider den heiligen Geist: Nach der katholischen Glaubenslehre ist dies das schwerste Verbrechen eines Christenmenschen.


Zur Wahl: Man muß die Fahne dort wehen lassen, wo der Sieg winkt.


Wer glaubwürdig sein will, muß den ständigen Dialog suchen.


Letzte Meldung: Fußnoten dürfen ab sofort auch mit der Hand geschrieben werden.


Zu den aktuellen politischen Debatten: Man weigert sich – quer durch alle Parteien hindurch – zu sehen, wie stark bereits die Antriebskräfte beschnitten sind. Wenn seit einiger Zeit hartnäckig die Mehrbelastung der sogenannten Besserverdienenden – der neuen stigmatisierten Schicht – gefordert wird, geht es nicht um Überwindung unserer ökonomischen Schwierigkeiten, sondern um neue Umverteilung. Gleichmacherei hat noch nie schöpferische Kräfte freigesetzt und mehr Leistung hervorgebracht.


Wenn Reisen bildete, müßten wir das Volk der Dichter und Denker sein.


Die sieben Lebensweisheiten: Wenn ein Mann Geld verdienen will, ist er habgierig. Wenn er Geld hat, ist er ein Kapitalist. Wenn er Geld ausgibt, ist er ein Verschwender. Wenn er kein Geld verdient, ist er ein Taugenichts. Wenn er sich nichts aus Geld macht, ist er ein Mann ohne Ehrgeiz. Wenn er es ohne Arbeit verdient, ist er ein Parasit. Und wenn er es nach einem Leben voll Mühe, Sorgen und Fleiß endlich besitzt, nennt man ihn einen Narren, der von seinem Leben nichts gehabt hat.


“Ich will dir gleich reinen Wein einschenken!” “Ja, Gepanschten würd’ ich auch nicht mögen.”


Keiner mißt seine Furcht am Objekt, sondern an der Furcht, die er im Antlitz seines Nächsten entdeckt.


Wenn der Börsenzug auf dem falschen Gleis steht, erübrigt sich jede Diskussion über den Fahrplan.


Wer den Leuten erlaubt, sich schlecht zu benehmen, hat immer Erfolg.


Auch für Regierungen gilt der Grundsatz: Vertrauen ist schwer zu erringen, aber leicht verspielt.


Splitter von den Finanzmärkten: Was rauf geht – muß auch runter gehen.


Reisefertig: Erschöpfungszustand nach Urlaubsreise.


Schlußpunkt: Die Flitterwochen sind vorbei, wenn der Mann nicht mehr beim Abwasch hilft, sondern ihn alleine macht


Dies ist keine vollständige liste der zitate von ©-Timm-Bächle. Zitate anderer autoren sind ebenfalls verfügbar.