Troll Thaddäus

Auch in Sündenfällen ist der Schwabe lakonisch, begnügt er sich mit wenig Worten. Eine Frau erzählt ihrem Mann: Du, se saget, s' Pfunderers Aschtrid dät a Kend kriage. – Dees isch ihr Sach! – Se saget aber, dees Kend sei von dir. – Dees isch mei Sach! – Wenn dees wohr isch, gang e en de Necker. – Dees isch dei Sach!


Um 1850 besuchte der Schulrat die Gemeinde Rietheim, war aber recht enttäuscht, weil die behäbigen Gemeinderäte so arg sparsam mit Lehrmitteln waren. Der Schulrat bemängelte auch, daß für den Geografieunterricht keine Karte von Europa vorhanden wäre. Der Schultes: E Kart vo Eiropa? Mit Verlaub, des brauche mi nit. Vo eisre Kend kommt jo doch nia oas noch Eiropa. (Heute ist das so. Heute kommt definitiv jedes unserer Kinder nach Europa beziehungsweise, Europa kommt zu uns. Genau darüber wollen wir heute reden.)


Ein Vater schickte seinen Buben ins Lamm und ließ ihn dort einen Krug Bier holen. Auf dem Heimweg trank der Bub das halbe Krügle leer, bekam es mit der Angst zu tun, brannte durch, diente sich in Amerika auf dem Karriereweg hoch und war nach 15 Jahren Besitzer einer Schlächterei in Chicago. Da fuhr er wieder in die Heimat, ging ins Lamm, holte einen Krug Bier, kam damit nach Hause und stellte den Krug auf den Tisch: Do, Vatter, wär des Bier! Der Vater stand auf, haute ihm eine herunter und sagte: Herrgottblitz, läßt mer sein Vatter so lang aufs Bier warte? (Es tut mir leid, daß auch ich Sie ein wenig warten lassen mußte – mein Flieger hatte Verspätung. Da es keine 15 Jahre, sondern nur 15 Minuten waren, hoffe ich auf Nachsicht. Ich werde mich einfach entsprechend kürzer fassen, damit keiner länger als geplant auf sein Bier warten muß.)


Der Herr in den besten Jahren ist daran zu erkennen, daß er sein Jagdgebiet erweitert, obwohl die Munition knapper wird.


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