Walter Ludin

Warum müssen wir betrunken sein, um zu spüren, daß die Welt sich dreht?


Die kleinsten Bauern haben die intelligentesten Kartoffeln.


Wer jemanden zum Fressen gern hat, läuft Gefahr, aufgefressen zu werden.


Tiefsinn ist eine hohe Kunst.


Wer uns für dumm verkaufen will, soll es bitte nicht dümmer tun, als wir selber sind.


Putzen ist l’art pour l’ art. Saubermachen gehört ins Reich der Notwendigkeit.


Sind alle Entbehrungsreiche arm?


Christus dachte nicht christozentrisch.


Endet die Reise, beginnt das Angekommensein.


Das Leben schlägt allen Wunden. Dem Glücklichen läßt es sie auch heilen.


Vergleich dich nur mit dir und du bist der Größte.


Das meiste hat einen Grund.


Jede Kehrseite hat ihre Vorderseite.


Nicht nur Irre führen irre.


Wenn wir nicht über die Gräben hinweg zusammenfinden, werden uns die Gräber zusammenführen.


Auch die Leute können sich menschlich benehmen.


Hoffnung schadet der Resignation.


Prioritäten wären besser einzuhalten, wenn es nicht wichtiges Zweitrangiges gäbe.


Wer alles besser weiß, kann nicht eines Besseren belehrt werden.


Totengräber sind nicht verantwortlich für die Sterblichkeits-Raten.


Alt ist, wer den Wein seines Jahres nicht mehr kaufen kann.


Dummheit ist kein Laster, aber lästig.


Ohne Leben gibt es kein Überleben.


Auch nach dem größten Regen trocknen die Sonnenscheine.


Bisher ist die Welt selten untergegangen.


Wenn Behauptung gegen Behauptung steht, fällt die Wahrheit um.


Das Leben ist einfach, kann nur jemand sagen, der nie gelebt hat.


Nichts ist so schlimm wie das Nichts.


Ohne Schwarz-Weiss-Denken würden wir den Schwarzen gerechter.


Das Leben der Ahnen können wir nur erahnen.


Je älter man wird, umso mehr gleicht die Zeit einer immer steiler werdenden Rutschbahn.


Wir können die Zeit nicht aufhalten, indem wir die Uhren verstecken.


Ohne Winter wäre der Frühling nur halb so schön.


Wer im falschen Zug sitzt, hat keinen Grund, sich über seine Geschwindigkeit zu freuen.


Andere sind dümmer als wir; was uns auch nicht gescheiter macht.


Wohnhaft: Wohn-Haft?


Die Wolke überschätzt sich, wenn sie meint, sie könne das Sonnenlicht auslöschen.


Wie gewichtig eine Persönlichkeit ist, entscheidet nicht die Waage.


Wenn wir uns mit den Augen der Nachbarn betrachten könnten, würden wir uns oft beneiden.


Statistik: Weist ein hoher Konsum von Seife auf die Reinlichkeit der Bevölkerung hin oder auf ihre Gewohnheit, sich schmutzig zu machen?


Wenn der Fisch angebissen hat, kommt jede Reue zu spät.


Wenn uns alle vergessen haben, erinnern wir uns an jene, die wir vergaßen.


Alle wollen gebraucht werden. Doch verbraucht sein möchte niemand.


Gott sieht alles. Aber er paßt in keine Polizistenuniform.


Die Rose kümmert sich nicht darum, welchen Namen ihr die Botaniker geben.


Nur Beschränkte schränken sich nicht ein.


Asylanten: Sie haben unser Land ausgewählt. Wir nicht.


Wenn alle Recht haben, tun alle Unrecht, wenn sie auf ihrem Recht beharren.


Die meisten Sorgen bereitet uns die Entsorgung.


Wer meint, die ewigen Wahrheiten gepachtet zu haben, besitzt sie nicht.


Was nützt mir in Rom der beste Stadtplan von Paris?


Hornochsen machen die größten Kalbereien.


Der Kirchenferne der Menschen entspricht die Menschenferne der Kirche.


Es gibt keine Lebensversicherung.


Nicht nur die Toren lassen sich betören.


Spannungen machen das Leben spannend.


Sticheleinheiten sind günstiger zu haben als Streicheleinheiten.


Er versuchte unperfekt zu wirken, was ihm perfekt gelang.


“Was für ein Sautag!”, sagte das Schwein und freute sich tierisch.


Wie manche Einheit ist eine Scheinheit?


Menschliche Schatten haben keine Hautfarbe.


Scheiterhaufen mögen noch so hell brennen, sie tragen nicht zur Erleuchtung bei.


Kleine Siege machen große Niederlagen erträglicher.


Wer nie weggegangen ist, versteht die Heimkehrenden nicht.


Wenn die guten Zeiten vorbei sind, gibt es vielleicht bessere.


Nicht jedes unbeschriebene Blatt wird gefüllt.


Verdammen verdummt.


Marktplatz der Religionen: Gnadenlose Konkurrenz um Gnaden.


Wenn alle Stricke reißen, muß jemand die Fäden in der Hand behalten.


Das Wundervolle wird leichter alltäglich, als das Alltägliche wundervoll.


Der Nostalgiker betrachtet jeden Morgen seine Glatze im Spiegel und bewundert seinen Scheitel.


“Siehst du!”, sagte er zum Blinden.


Das Angebot ist riesig. Doch wir lassen uns nicht alles bieten.


Trost für Traditionalisten: Das Neue kann der Anfang einer langen Tradition werden.


“Darf es ein bißchen Meer sein?”, fragte die Insel.


Wer nichts findet, sucht am falschen Ort.


Internationale Musikfestwochen: Es gehört zum guten Ton, Töne zu hören.


Jeder Mensch liebt irgend etwas, vielleicht sogar irgend wen.


Man gewöhnt sich an alles, vor allem an seine eigenen schlechten Gewohnheiten.


Nicht jeder Zuspruch spricht an.


Wer nicht hoffen kann, schadet der Erde.


Kopieren heißt noch nicht kapieren.


Eine gute Predigt muß aus der Sammlung kommen. Viele kommen aus Sammlungen.


Wir müssen der Sache auf den Grund gehen, damit wir nicht zugrunde gehen.


Gute Einsichten führen zu guten Aussichten.


Die guten alten Zeiten waren nicht so gut, daß jemand sie überlebt hätte.


Es gibt Menschen, die höchstens für Wölfe genießbar sind.


Mutige freuen sich über Zumutungen.


Die Klugen sehen voraus, daß es Unvorhergesehenes gibt.


Vergiß die Uhr, entdecke die Zeit.


Wer keine Kriege will, muß sich rechtzeitig um den Frieden kümmern.


Gottesgedanke angesichts der Milchstraße: Der Größte ist, wer sich um die Kleinsten kümmert.


Erschlage niemanden mit Ratschlägen.


Gegen Dummheiten kämpfen auch die Dummen. Gescheiteres tun nur die Gescheiten.


Er wäre sehr schweigsam, wenn er nur sagen würde, was er denkt.


Tun wir etwas? Oder machen wir ein Konzept?


Ein Nachruf – warum nicht früher, als Zuruf?


Für kleine Geister ist keine Mücke zu klein, als daß sie daraus nicht einen Elefanten machen könnten.


Wenn die Stille nicht so schön wäre, wäre der Lärm erträglicher.


In den Urzeiten gab es noch keine Uhrzeiten.


Wer fremdes Geld ausgeben kann, wird großzügig.


Pläne für die Zukunft, nicht für die Vergangenheit!


“Ich brauche nichts. Ich habe alles.” “Warum hast du es denn?”


Ein außerordentlicher Mensch: Er macht, was er kann, und kann, was er macht.


Vor “Gleichmacherei” fürchten sich die Gleicheren.


Wenn die Menschen die Erde nicht zur Hölle machten, würde sich der Himmel freuen.


Die Übersättigten beklagen sich darüber, die Ausgehungerten hätten kein Verständnis für ihre Probleme.


Tradition: Auch wenn die Uhr einst sehr präzis war, ist es sinnlos, sich nach ihr zu richten, wenn sie stehen geblieben ist.


Wenn die Menschen nichts essen müßten, würden die Köche verhungern.


Jedem passiert, was ihm nie passieren würde.


Wegen verlorenen Kilos ging noch nie jemand ins Fundbüro.


Ruhmsüchtige ersticken ohne Weihrauch.


Wir können das Wetter nicht machen, aber einen Ort mit besserem Klima aufsuchen.


Wer am Ende der Welt wohnt, meint, er befinde sich an ihrem Anfang.


Was nichts kostet, ist nichts wert. Was viel kostet, vielleicht auch.


Auch wer sich nicht auf die Waage stellt, kann schwerer werden.


Der Schmutz ist keine Erfindung der Seifenhersteller.


Bekenntnis eines christlichen Schriftstellers: Ich kam als Analphabet auf die Welt und als Heide.


Aufrechte bleiben aufrecht, auch wenn sie sich schieflachen.


Nur Haariges kann an den Haaren herangezogen werden.


Viele Paare Verzweisamen.


Die Dummheit freut sich über die Intoleranz.


Wer Vorurteile hat, wird oft bestätigt.


Nur wer aufbricht, kommt an Grenzen.


Wer sich tot lacht, überlebt.


Warum stehen die Krankheiten im Gesundheitslexikon?


“Moral”: “Er wurde verdorben”, sagen die einen; “Er ist nicht mehr verklemmt”, die andern.


Wenn das Leben kein Rosengarten ist, gibt es dort weniger Dornen.


Wer sich anbiedert, spürt nicht, wie bieder er ist.


Das innere Wachstum kennt keine Grenzen.


Aufruf zur Langsamkeit: Wir müssen schleunigst entschleunigen.


Wer keine Vorbilder hat, muß niemanden nachahmen.


Los eines Schriftstellers: Er schreibt immer nur für die Katz und kommt dabei auf den Hund.


Nicht alle, die Gedankensprünge machen sind geistig besonders fit.


Nicht einmal friedliche Schafe kommen ungeschoren davon.


In den Ferien bekommen wir das Privileg der Tiere zurück: zu schlafen, wenn wir müde sind.


Warnung: Hier ist schon mancher Draufgänger zum Draufgeher geworden.


Wer Freude am Essen hat, muß nicht unbedingt Liebhaber von Kochbüchern werden.


Laut sein und lauter bleiben.


Wer nicht ist, muß etwas haben.


Müßiggang ist aller (Selbst)Erkenntnis Anfang.


Gehen wir! Lassen wir es auf uns zukommen.


Schöne Aussicht: weg vom Fenster sein.


Wer angibt hat wenig zu geben.


Haben Muttersöhnchen keine Väter?


Ein ausgestreckter Zeigefinger ist blind. Aber er kann helfen, das Richtige zu sehen.


Umwege führen ans Ziel, Irrwege in die Irre.


Der Kirchenleitung gelingt das einzigartige Kunststück, heiße Eisen während Jahrzehnten glühen zu lassen.


Es gibt Ordnungshüter, welche die Sicherheitslinie am liebsten so breit zeichnen würden, daß für den Verkehr kein Platz übrig bleibt.


Wir leben in der Zukunft von gestern.


An Kochbüchern hat sich noch niemand übergessen.


Öl ins Feuer gießen, ist gar nicht so dumm, meinte der Brandstifter.


Wer fällt, ist ein Fall.


Was die Zukunft bringt, steht in den Sternen. Aber die sind weit weg.


Er hatte kein Gefallen an Fragen. Weil ihm die Antworten mißfielen.


Denken ist anstrengend. Darum unterlassen es viele.


Frieden stiften wäre einfacher, wenn es nicht so viel Streit gäbe.


Am leichtesten läßt sich bekämpfen, was einen fasziniert.


Warum gibt es Krankheiten in der Mehrzahl, Gesundheit aber nur in der Einzahl?


Auch Gescheite können dumm dran sein.


Erst wenn Not am Mann ist, kommen die Frauen zum Zug.


Tischlein deck dich. Im Märchen steht nichts vom Abräumen und Abwaschen.


Sich mit Humorlosen abzugeben, ist gar nicht lustig.


“Fremdenfreundlichkeit” steht nicht im schweizerischen, “Leibfreundlichkeit” nicht im katholischen Wörterbuch.


Ideal wäre es, wenn alle unsere Ideale übernähmen.


Deppen finden sogleich ihresgleichen, Gescheite müssen länger suchen.


Weisheit hat auch ein Herz, Vernunft nur einen Kopf.


Wir müssen das Rad mit Mühe vorwärts drehen, zurück rollt es von selbst.


Memento mori: Setze das laufende Jahr als dein Todesdatum ein und sei dankbar, wenn du es am Neujahr nach oben korrigieren kannst.


Sie haben die Freiheit erkämpft, verteidigt, aber nicht gelebt.


Nur wer meint, einen guten Ruf zu haben, muß sich fürchten, in Verruf zu kommen.


Optische Täuschung: Aus dem Blickwinkel der Kinder sind alle Erwachsenen groß.


Wer befangen ist, muß sich selbst befreien.


Mit Mäusen entsorgt man Speck.


Wer im Glashaus sitzt, werfe Steine, um frische Luft zu kriegen.


Ein Kirchengebäude zu renovieren kann ein Heidengeld kosten.


Viele sind versessen auf Sitzungen.


Die ewig Gestrigen sind morgen ausgestorben.


Gott kennt keine Fremden.


Ferien-Tip I Langeweile verlängert das Leben.


Ferien-Tip II “Verweile doch, o Augenblick, du bist so schön.” Kodak machts möglich.


Angebliche Gottesliebe dient oft als Ersatz für Menschenliebe.


Ich habe meine kleinen Schwächen, die andern ihre großen Laster.


Wer oben ist, hat nicht immer die beste Aussicht. Weihrauch kann die Sicht vernebeln.


Was wir aneinander haben, merken wir erst, wenn wir einander nicht mehr haben.


Wer das Leben nicht genießen will, soll es wenigstens den andern nicht vermiesen.


Wenn alle ihr Leben lebten, würden sie nicht das Leben von andern zerstören.


“Die Erde”, sagen wir, und vergessen, daß davon sieben Achtel aus Wasser besteht.


Es ist schwer, auf dieser Welt Mensch zu sein; anderswo wohl noch viel schwerer.


Wilde Träume versanden in der Wildnis der Wirklichkeit.


Handy-Kultur Wer immer erreichbar sein will, rufe sich selbst an, um zu checken, ob er sich selber erreicht.


Skinheads: Weil sie das Grau des Lebens nicht ertragen, verbreiten sie Grauen.


Kirchen- und andere Lehrer Warum sind viele Lehrer so unbelehrbar?


Wer Recht hat, muß nicht immer Recht haben.


Wessen Sklaven sind die Herren dieser Welt?


Auch wer immer gesiegt hat, bereite sich auf Waterloo vor.


Am Rande der Verzweiflung wächst die Hoffnung.


Alle sind gut. Dies wäre das Beste.


Wir sind fasziniert von Piratengeschichten. Solange wir nicht unter den Überfallenen sind.


Die Liebe kommt. Die Liebe geht. Der Haß bleibt länger.


Leben: eine Aufführung ohne Probe. Und ohne Wiederholung.


Löhne von Pflegerinnen, Sportlern… Je nichtiger die Arbeit umso höher der Lohn.


Erinnerungen gleichen Sternen, die schon verglüht sind.


Wer sich nach dem Wind ausrichtet muß flexibel sein.


Balkonien: Kompromiß zwischen Zivilisation und Natur.


Dämonisieren: ein teuflisches Spiel.


Hochwürden: als ob die Menschenwürde nicht die höchste Würde wäre.


Wer nicht an die Zukunft glaubt, soll keine Bäume pflanzen.


Wir müssen aufeinander eingehen oder eingehen.


Erfolge haben Folgen.


Die guten alten Zeiten werden besser, je länger sie zurückliegen.


Wer nicht stirbt, wird älter.


Schaffen wir die Hoffnungsträger ab. Tragen wir die Hoffnung selber.


Richten ist leichter als aufrichten, verurteilen leichter als beurteilen.


Unvaterländische Frage: Das Gegenteil von Aktivdienst? Passivdienst?


Wer auf einen grünen Zweig kommen will, muß einen Baum pflanzen.


Die Kirche lebt, wenn sie auch außerhalb der Kirche lebt.


Mitfreude ist ebenso wichtig wie Mitleid.


Wenn die besseren Kreise wenigstens gut wären!


Alles haben bedeutet noch nicht etwas sein.


Du bist anders. Ich bin trotzdem ich.


Wir tun nichts und machen dabei einen Fehler nach dem andern.


Der Dialog mit Andersdenkenden ist oft schwierig; mit Nichtdenkenden ist er stets unmöglich.


Wir rennen der Zeit hinterher, um sie zu vertreiben.


Wir sterben, bis wir tot sind.


Faulheit: Das eine nicht tun und das andere lassen.


Die Zukunft hat schon begonnen. Aber die Vergangenheit ist noch nicht vorbei.


Überleben: üb erleben!


Nehmen wir die Zeit für das, wofür sie uns gegeben ist?


Es herrschte eine Bombenstimmung, bis die Bombe explodierte.


Schweigen heißt nicht, stumm sein.


Manche Menschen, die vieles zu sagen hätten, haben nichts zu melden.


So viele Menschen, wie es böse Nachbarn gibt, gibt’s gar nicht.


Haben Tiere Ferien?


“Da ist der Sport”, sagte der Radiosprecher und Zuhörer Huber fühlte sich als Sportler.


Sich verlaufen ist kein Vergehen.


Auch große Menschen haben kleine Ängste.


Oft ist suchen einfach; finden nicht immer.


Der Weltuntergang ist cool. Da gibt’s ne Menge Action.


Freiheit ist der Luxus der Furchtlosen.


Falls die Welt gerettet wird, wird man es ihren Rettern nicht verzeihen.


Je weniger Happyends das Leben uns bereitet, umso mehr brauchen wir davon im Kino.


Wer im Rampenlicht steht, hat Mühe, das Publikum zu erkennen.


Wann brauchen Zugvögel aus dem Süden bei uns ein Visum?


Wer dir das Geld aus der Tasche zieht, muß nicht unbedingt Taschendieb sein.


Viele Orte liegen am Ende der Welt; nur wenige an ihrem Anfang.


Wahrnehmung – gibt es eine Falschnehmung?


Kriegerdenkmal: Wer am meisten tötete, lebt am längsten fort.


Worüber ein Mensch nicht schweigen kann, darüber kann ich mit ihm nicht reden.


Arbeitet Gott?


Wenn wir jemandem vorwerfen, er sei unordentlich, sagen wir nie, welche Ordnung wir meinen.


Heimat entsteht in der Fremde.


Auch bei den Verbrechen der Weißen gibt es Dunkelziffern.


Wer treibt die Kriegstreiber?


Bei manchem Kuhhandel kommt bloß eine Kalberei heraus.


Schönreden ist häßlich.


Keine Experimente, schnaubte Papa Neandertal und blieb in seiner Höhle hocken.


Wenn man nichts denkt, kommt’s schief heraus, wenn man zu viel denkt, noch schiefer.


Leitungsmacht macht leiden.


Am raschesten verwelken Vorschusslorbeeren.


Viele Wege führen von Rom weg.


Kein Mensch ist anders als du.


Außergewöhnliches entsteht, wenn Menschen, die keine Mühe haben, sich besondere Mühe geben.


Unentwegte lassen sich nicht vom Weg abbringen.


Miss-Wahlen: Zu schön, um wahr zu sein.


Es ist leichter, die Hungrigen satt, als die Satten hungrig zu machen.


Wer einer Sache auf den Grund geht, entdeckt, daß sie mehrere Gründe hat.


Kreislauf der Wünsche: Wir wünschen uns Wärme, bis sie sich in Hitze verwandelt. Wir wünschen uns Kühle, bis sie sich in Kälte verwandelt. Dann wünschen wir uns Wärme…


“Was alle tun, muß richtig sein“, dachte das Schaf kurz vor dem Abgrund.


Viele träumen davon, am Strand zu liegen; was früher das Schicksal von Schiffbrüchigen war.


Frag! Es gibt weniger dumme Fragen als dumme Antworten.


Wer kein Geld hat, kann schlecht damit umgehen.


Die Dummen wundern sich, warum die Gescheiten ihre Ansichten nicht teilen.


Uns geht es gut. Darum wollen wir, daß es uns besser geht.


Wir gehören nicht den Angehörigen.


Wenn es nicht Menschen gäbe, die der Zeit voraus gehen, würde die Welt stehen bleiben.


Der innere Lärm ist viel stärker als die äußere Stille.


Was dem einen Wurst, ist dem andern Delikatesse.


Um im Himmel eingebürgert zu werden, brauchen wir die Stimmen der Ausländer.


Behinderungen müssen keine Verhinderungen sein.


Gegen Scheinheiligkeit kämpft Gott umsonst.


Bücher lehren dich das Leben. Aber leben mußt du selbst.


Sie decken die nackte Wahrheit auf und schreien: “Obszön!“


Anständige Menschen wissen stets, warum die andern nicht anständig sind.


Wer sucht, findet. Falls er am richtigen Ort gesucht hat.


Wir sprechen von ›schuldlos Armen‹. Warum nicht auch von ›schuldlos Reichen‹?


Besser dem Teufel vom Karren zu fallen als drauf sitzen zu bleiben.


Hierarchie Gott sagen wir Du, zum Chef Sie.


Wer sich an den Urteilen der Dummen ausrichtet, ist noch dümmer als sie.


Psychiater haben es schwerer als Chirurgen. Von der Seele läßt sich kein Teil wegschneiden.


Das Gelächter ist die Waffe jener, die nichts zu lachen haben.


Am liebsten hätte er seine Schwarz-Weiß-Malereien im Vierfarbendruck herausgeben.


Lieber nicht drauskommen als reingeraten.


Jemandem den Meister zeigen; und wenn er ihn nicht sehen will?


Entwicklung der Menschheit Als Primitive befaßten sie sich mit der Milchstraße. Als Entwickelte bevölkern sie die Einkaufsstraßen


Wer seine Herde zu Batterie-Schafen machte, wäre kaum ein guter Hirte.


Auch Linke können linkisch sein. Und auch Rechte können recht tun.


Frage am Ende einer Beziehung Warum konnte das Gefühl so gefühllos sein und uns verlassen?


Theorie Wer einem Ertrinkenden noch so anschaulich einen Rettungsring beschreibt, wird trotzdem nicht sein Leben retten.


Gewalt bringt keine Pflanze zum Wachsen. Sie reißt höchstens ihre Wurzeln aus.


Fernstehen Nicht alles, was ausgestrahlt wird, strahlt aus.


Eine Mücke kann uns vom Betrachten der Sterne abhalten.


Der Frosch weiß nicht, daß er die Welt aus der Froschperspektive sieht.


Himmlische Vergnügen können höllische Freuden bereiten.


Wer fliegen will, muß den Mut haben, den Boden zu verlassen.


Gäbe es ein böses Erwachen, wenn unsere Träume wahr würden?


Was heute ein Wrack ist, war einst der Stolz der Werft.


Wer eine Uhr hat, ist kaum noch fähig, die Zeit vom Stand der Sonne abzulesen.


Wenn dir der Spiegel eine Fratze zeigt, ist es nicht das Gesicht des Nachbarn.


Ende einer Romanze Zuerst stand er auf ihr. Dann trat er sie mit Füssen


Einbildung ist kostengünstiger als Ausbildung.


Der Traum des Jägers, Das Trauma des Wildes.


Gute Vorsätze gehen an Trägheit, schlechte an Hemmungen zugrunde.


Aller Anfang ist schwer. Was das Ende auch nicht leichter macht.


Wenn das Maß voll ist, können wir endlich maßlos werden.


Der Kopf produziert Gitterstäbe oder Südsee-Inseln.


Gegen leichtes Fernweh hilft oft schon die Lektüre eines Ferienprospektes unseres Wohnortes.


Wie fühlt sich wohl eine Mücke, aus der ein Elefant gemacht wurde?


Wenn uns die Lichter ausgehen, gehen uns vielleicht die Sterne auf.


Wie kann man mit jemandem in einer Fremdsprache deutsch und deutlich reden?


Beschimpfen die Schweine einander wohl als «Menschen»?


Rassismus Farbige Menschen gelten weniger als farblose Persönlichkeiten.


Anmaßung Auf ein langes erfülltes Leben zurückblicken und gleichzeitig zu den Jungen zählen wollen.


Viele überleben eine gesunde Lebensweise nicht.


“Du mußt es genießen!” Auch das noch!


Wer die Welt verändern will, darf nicht erstaunt sein, daß er morgen damit noch nicht fertig ist.


Frieren Den Winter abschaffen. Oder sich wärmer anziehen.


Mißtraue denen, die dir zu sehr vertrauen.


Wir überfordern uns ständig, wenn wir dauernd in Blüte stehen und gleichzeitig Früchte tragen wollen.


Wenn Zwerge die Grenzen festlegen, kann ein normaler Mensch nicht anders als überborden.


Mit der Vergreisung kommt die Verkindung.


Vorsicht steht nicht im Pflichtenheft der Propheten.


Wer keinen Zeitplan hat, kennt keine Verspätungen.


Hätten doch Menschen mit verstopften Ohren auch verstopfte Münder.


Freunde werden öfter zu Fremden als Fremde zu Freunden.


Was bei Kinder kindlich ist, wirkt bei Erwachsenen kindisch.


Auch Lehrer waren einst Schüler.


Dies ist keine vollständige liste der zitate von ©-Walter-Ludin. Zitate anderer autoren sind ebenfalls verfügbar.