Waltraud Puzicha

Wahre Liebe macht nicht blind, sondern tolerant.


Liebe schafft bewohnbare Inseln in einem lebensfeindlichen Meer.


Auch Freudenfeuer hinterlassen nichts als Asche.


Widerspruch ist Juckpulver für Tyrannen.


Der Heuchler drückt ein Auge zu und sieht mit dem anderen doppelt.


Gott ist das Urvertrauen in unseren Genen vom ersten bis zum letzten Atemzug.


Streit Zuerst war der Gedanke. Dann kam das Wort. Und dann gab ein Wort das andere.


Achten Sie auf die Betonung Wir sehen uns wieder = Trost Wir sehen uns wieder = statt Telefonat Wir sehen uns wieder = ohne die anderen Wir sehen uns wieder = Drohung


Gott schuf die Armen. Die Reichen schufen sich selbst.


Früher wurde der Mensch mit der Natur nicht fertig. Heute wird die Natur mit dem Menschen nicht mehr fertig.


Die Ehe muß von einer Frau erfunden worden sein. Auf so etwas wäre ein Mann nie gekommen.


Moral ist der krampfhafte Versuch, dem Menschen seine Natur auszutreiben.


Das sechste Gebot ist für Moralisten ein besonderer Leckerbissen.


Es gibt Leute, die Blech reden und dafür Gold ernten.


“Der jüngste Tag” kann erst stattfinden, wenn der letzte Mensch tot ist. Das kann noch dauern.


Wenn wir unserer eigenen Beerdigung beiwohnen könnten, würden wir unsere Angehörigen mit ganz anderen Augen sehen.


Aus Wunschträumen, die in Erfüllung gehen, können Alpträume werden.


Wünsche deinen Feinden nie den Tod. Einem Toten kann nichts Schlimmes mehr passieren.


Dunkelmänner sind gewöhnlich helle Zeitgenossen.


Den Sonnenschein des Kuraufenthaltes nennt man Kurschatten.


Es ist kein Zufall, daß sich Not auf Tod reimt.


Das Grausamste an Kindern ist ihre Aufrichtigkeit.


Geboren werden ist außerordentlich gefährlich. Es führt mit Sicherheit zum Tode.


Suizid ist die rascheste und leidsparendste Lösung für den Abschied von dieser Welt, wenn unsere Situation hoffnungslos ist. Aber er dokumentiert auch unseren letzten Egoismus.


Wer mit dem Unheil schwanger geht, wird eines Tages die Katastrophe gebären.


Wo Bücher verstauben, wird auch der Geist nicht mehr poliert.


Womit wollt ihr sie ernähren, die viel zu vielen Menschen, die ihr heranzieht? Mit eurem guten Willen?


Reinfälle sind selten Zufälle.


Jeder erfüllte Wunsch ist auch ein zerstörter Traum.


“Morgen ist wieder ein Tag” wird mit zunehmendem Alter immer mehr zu einer Vermutung.


Die Wurzel allen Übels ist die hemmungslose Vermehrung der Menschen.


Alte Menschen besitzen etwas, was junge Menschen nie haben werden: eine lange Vergangenheit.


Sorgenkinder machen uns Sorgen, weil sie sich keine Sorgen machen.


Ohne Menschen wäre Gott sehr einsam.


Der Unterschied. Im Gegensatz zum Herzstillstand ist der Waffenstillstand nicht ernst zu nehmen.


Die Dunkelziffer ist ein trübes Kapitel für sich.


Früher galt Sex als Sünde. Heute ist er lebensgefährlich.


Erst geölt und dann verbraten, kauft der Mensch zuviel auf Raten.


Mentalitäten. Die Franzosen nennen es laisser faire und genießen es. Die Deutschen sagen dazu Unzuverlässigkeit und leiden darunter.


Zwänge sind die Zangen des Lebens.


“Black is beautiful”, sagte der Teufel zur armen Seele.


Reichtum konkret: Überfluß an Überflüssigem.


Der Gummiparagraph mildert die Härte des Gesetzes.


Knoblauch ist Gesundheit, die man riecht.


Der IQ ist die Intelligenz des Verstandes, der EQ die des Herzens.


Die Führer zur Hölle nennt man Verführer.


Der Normalmensch ist ein Phantasieprodukt, das noch keiner gesehen hat.


Titel sind Möbelpolitur für Namen.


Ohne sein Tüpfelchen wäre das i nur ein einsamer Strich.


Sag es kurz, dann hast du mehr Zeit zum Leben.


Ansichten ändern sich durch Einsichten.


Frust ist der Frost der Seele.


Seit ich mein Schicksal adoptiert habe, ist es mir ans Herz gewachsen.


Höheres Einkommen garantiert nicht immer besseres Auskommen.


Unterschied zwischen Maßanzug und Lendenschurz: Maßanzug ist schick, Lendenschurz ist schicklich.


Mollige bestehen aus mehr Mol(l)ekülen als Schlanke.


Wenn ein Schuhpaar aus einem rechten und einem linken besteht, ist es meistens tragbar. Wenn ein Ehepaar aus einem Rechten und einer Linken besteht, wird es meistens nach ein paar Jahren untragbar.


Edelsteine im Safe sind Klunker im Bunker.


Versuchung führt zum Versuch. Und Versuch macht klug.


Neid ist ein Kompliment, wenn auch ein ungewolltes.


Die Muse braucht Muße, sonst küßt sie nicht.


Wer gegen Liebe ist, erzeugt selten Gegenliebe.


AIDS ist ein ganz kleiner Vorläufer der Apokalypse.


Aus Lust wird leicht Frust, wenn du mußt.


Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht doch ein Ausweg findet.


Was Lots Töchter mit ihrem Vater veranstaltet haben, war nicht lotrecht. Wahrscheinlich nicht einmal Lot recht.


Verbote sind Schutz für den Schwachen und Herausforderung für den Starken.


Roß und Spatz. Ein Gleichnis für viele: Des einen Kot ist des andern Brot.


Warum sich manche Probleme so schwer lösen lassen? Die es wollen, können nicht. Die es können, wollen nicht. Und die es wollen und können, läßt man nicht.


Manchmal wird durch ein Medikament die Krankheit gelindert, und der Patient stirbt an den Nebenwirkungen.


Glauben ist eine Kunst. Und Kunst kommt bekanntlich von können, nicht von wollen.


Der Mensch gehört zu den seltenen Lebewesen, die nicht aus ihren Fehlern lernen.


Letztendlich können wir uns nur auf uns selbst verlassen. Und das auch nicht immer.


Sprüche sind die Pralinen des Geistes und nur in kleinen Mengen bekömmlich.


Der Wert eines Geschenks hängt nicht allein von seiner Größe ab, sondern vor allem von dem Zeitpunkt, zu dem wir es brauchen.


Wer von der Welt umarmt werden will, muß ihr entgegenkommen.


Oft gerät dem Sieger schon morgen die Pose zur Posse.


Das Starren auf den eigenen Nabel verdirbt die besten Aussichten.


Wer sich kleiner macht, als er ist, sucht einen Durchschlupf.


Wir sollten stets unser Bestes tun. Für das, was daraus wird, sind wir nicht verantwortlich.


Zärtlichkeit ist für die Liebe dasselbe wie der Tau für die Blumen.


Wenn ich weiß, daß ich nichts weiß, weiß ich immerhin etwas.


Wenn die Tage länger werden, wachsen auch die Kräfte, sie zu füllen.


Ein Geschenk charmant entgegennehmen zu können, ist hohe Kunst, die den Geber glücklich macht.


Lust findet Zeit.


Geduld kann warten. Ungeduld lernt warten.


Borgen schiebt Sorgen von heute auf morgen.


In der Tasche richtet die Faust den geringsten Schaden an.


Wer non zum Nonsens sagt, ist auch nicht das Nonplusultra.


Die Brille ist vollständig auf den Menschen angewiesen. Ohne ihn sieht sie nichts.


Wen die Muse küßt, der darf den Pegasus reiten. Manchmal ist es auch umgekehrt.


Wer häufig seine Schokoladenseite zeigt, läuft Gefahr, vernascht zu werden.


Haare haben eine fatale Neigung, sich in der Suppe zu ertränken.


Vermutlich hat die Eintagsfliege ihre Midlife-Crisis zwischen zwölf und eins.


Eine Prise Wehmut ist auch in unseren glücklichsten Stunden.


Sobald wir etwas erwarten, beginnt die Zeit sich zu dehnen. Und sobald wir Terminarbeit haben, beginnt sie zu schrumpfen.


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