Wickert Erwin

In der klassischen Zeit der chinesischen Philosophie, also etwa zwischen 500 und 200 vor Christus, blühten im Reich der Mitte hundert Blumen, und hundert Schulen wetteiferten miteinander. Es gab Tausende von Philosophen und solche, die sich als Philosophen ausgaben und den Herrschern sagten, wie sie regieren sollten. Menzius, der bedeutendste Nachfolger des Konfuzius, reiste mit einem Troß von Dutzenden von Fahrzeugen, sein Gefolge bestand aus einigen hundert Mann. Er fuhr von einem Fürstenhof zum anderen und unterrichtete die Fürsten in der Kunst des Herrschens. Er war für seine Offenheit, Extravaganz und sein Selbstbewußtsein, das manche auch Arroganz nannten, bekannt. Die einen arbeiten mit ihrem Gehirn, sagte der, die anderen mit ihren Muskeln. Wer mit dem Gehirn arbeitet, der herrscht über die anderen. Das ist ein universales Prinzip. (Menzius mag ein weiser Mann gewesen sein. Aber seither sind über 2000 Jahre vergangen, und die moderne Medizin sagt uns etwas anderes. Sie lehrt uns, daß Körper und Geist zusammengehören. Daß der Geist in einem trainierten Körper noch bessere Leistungen erbringt als in einem untrainierten. Natürlich leistet ein dummer Kopf im Körper eines trainierten Menschen weniger als ein kluger Kopf im Körper eines Sportmuffels. Aber ein kluger Kopf leistet im Körper eines Athleten mehr als im schlaffen Körper des Sportmuffels.


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